Nigeria
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Neu soll am 28. März gewählt werden

Nigeria verschiebt Wahlen wegen Boko-Haram-Terror



Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria werden vom 14. Februar auf den 28. März verschoben. Grund sind die Terrorangriffe der Islamistenmiliz Boko Haram, wie die staatliche Wahlkommission am Samstagabend in der Hauptstadt Abuja mitteilte.

A protestor holds a banner as Nigerian security forces look on, during a protest in Abuja, Nigeria,  Saturday, Feb. 7, 2015, against the possible postponement of the Nigerian elections. Civil rights groups staged a small protest Saturday against any proposed postponement. (AP Photo/Lekan Oyekanmi)

Kleine Gruppen gingen auf die Strasse, um gegen die Wahlen zu demonstrieren.  Bild: Lekan Oyekanmi/AP/KEYSTONE

Die Sicherheitsbedenken des Militärs und der Polizei liessen sich nicht von der Hand weisen, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Attahiru Jega. Deswegen müssten auch die für den 28. Februar vorgesehenen Gouverneurs- und Regionalwahlen in den 36 Bundesstaaten auf den 11. April verlegt werden.

Kritiker sehen in der Verschiebung einen Versuch von Präsident Goodluck Jonathan und seiner regierenden Demokratischen Volkspartei (People's Democratic Party/PDP), sich Zeit zu verschaffen. Sein Hauptkonkurrent Mohammadu Buhari vom Oppositionsbündnis All Progressives Congress (APD) hatte zuletzt in Umfragen zugelegt.

In dem ölreichen Staat leben rund 175 Millionen Menschen. Die Islamisten von Boko Haram wollen im Norden des Landes sowie in angrenzenden Regionen der Nachbarländer einen Gottesstaat errichten. Die sunnitischen Fundamentalisten werden für viele Attentate und Angriffe in der Region verantwortlich gemacht. 

Schätzungen gehen davon aus, dass dabei seit 2009 mehr als 13'000 Menschen getötet wurden. Die Gewalttaten haben mehr als eine Million Menschen in die Flucht gezwungen. (feb/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Nigerias Armee holt sich ihren Schweizer Panzer zurück – Boko Haram hatte ihn «ausgeliehen»

Vor 30 Jahren durfte man das noch: Schweizer Panzer nach Nigeria liefern. Die gute Nachricht für den Rüstungshersteller Mowag aus Kreuzlingen TG: Die Dinger fahren offenbar immer noch. Die weniger gute: Zeitweise sassen Terroristen von Boko Haram am Steuer.

Seit mehreren Jahren tauchen immer wieder Bilder auf, die belegen sollen, dass die Terrororganisation, die in mehreren afrikanischen Staaten aktiv ist, von der nigerianischen Armee unter anderen Panzer aus Schweizer Produktion ergattert hat. …

Artikel lesen
Link zum Artikel