Interview
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Soldaten der Schweizer Armee beim Transport eines Patienten mit Covid-19 am Eingang der Notaufnahme im Kantonsspital ''La Carita'' in Locarno am Freitag, 13. Maerz 2020. Das Krankenhaus ist das Referenzzentrum fuer die Coronavirus-Faelle im Tessin. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Soldaten der Schweizer Armee beim Transport eines Patienten mit Covid-19 am Eingang der Notaufnahme im Kantonsspital «La Carita» in Locarno. Das Tessin verzeichnet bereits 1211 Infizierte. Bild: KEYSTONE

Interview

«Die ganze Lage ist eine Katastrophe»: Tessiner Arzt berichtet von der Situation vor Ort

1211 Infizierte und 53 Verstorbene: Das Tessin ist aktuell am stärksten vom Coronavirus betroffen. Der Hausarzt Hans Leimgruber testet Patienten im italienischsprachigen Kanton auf das Virus und berichtet von desolaten Zuständen. Er fordert mehr Informationen vom Bund – und das Tragen von Schutzmasken.



Herr Leimgruber, Sie sind Hausarzt im Kanton Tessin. Wie ist die Situation aktuell?
Hans Leimgruber: Die ganze Lage ist eine Katastrophe. Ich bin seit 42 Jahren Arzt und das ist das erste Mal, dass ich richtig Angst habe. Ich habe mich einmal vor vielen Jahren mit einer Nadel, mit der ich eine HIV-Patientin behandelt habe, in den Finger gestochen. Doch das war nichts im Vergleich zu jetzt.

Fürchten Sie sich vor einer Ansteckung?
Das tue ich. Wir testen Patienten auf das Coronavirus. Es gibt aktuell sehr viele Unsicherheitsfaktoren, die mit den Tests verbunden sind. Wir testen nicht bei uns in der Praxis, sondern bei den Menschen zuhause.

Wie laufen diese Tests genau ab?
Ich gebe den Patienten genaue Anweisungen und lege ihnen einen Mundschutz vor die Haustüre. Haben sie die Schutzmaske gefasst, ziehe ich mir einen Papierschutzanzug an, drei paar Schutzhandschuhe übereinander und betrete die Wohnung. Medizinische Schutzbrillen für die Augen haben wir aktuell nicht. Ich trage eine Schweisserbrille. Dennoch bleibt das Risiko einer Ansteckung extrem hoch. Kommt hinzu, dass ich mit meinen 67 Jahren selbst zur Risikogruppe gehöre.

Bild

Dr. Hans Leimgruber ist Arzt der Allgemeinen Inneren Medizin in der Tessiner Gemeinde Canobbio. Der 67-Jährige ist seit 42 Jahren als Hausarzt tätig. bild: zvg

Wann haben Sie vom Ausbruch des Virus erfahren?
Ich habe bereits im Januar die Ausbreitung von COVID-19 in Wuhan sehr aufmerksam mitverfolgt. Ich habe früh vorgegriffen und in meiner Praxis Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Patienten mit Symptomen wie Husten oder Halsweh wurden angehalten, nicht die Praxis zu betreten, sondern uns anzurufen. Wir haben alles regelmässig desinfiziert und gereinigt. Dann habe ich systematisch alle meine Patienten in der Risikogruppe angerufen und sie vor den Risiken des Virus gewarnt und sie angehalten, zu Hause zu bleiben. 99 Prozent haben den Ernst der Lage schon relativ früh verstanden.

Seither ist viel passiert. Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage ausgerufen und rigorose Schutzmassnahmen und Einschränkungen getroffen. Wie beurteilen Sie diese Massnahmen?
In meinen Augen war das primär eine Pflästerli-Politik. Bei jeder neuen Massnahme musste man einige Tage warten, um zu schauen, ob sie überhaupt funktioniert. Das ist natürlich auch ein demokratisches Problem. Die Prozesse sind langsamer und wir haben ein anderes Verständnis von individueller Freiheit.

Das Tessin ist mit insgesamt 1211 Infizierten und 53 Verstorbenen (Stand 24. März, Anmerkung d. Redaktion) einer der am stärksten betroffenen Kantone. Kamen die Massnahmen des Bundes zu spät?
Ich denke schon, ja. Das Problem ist auch, dass das Tessin immer wieder vom Bund zurückgepfiffen wird. Das war bei den Schulschliessungen der Fall und nun auch bei der Schliessung der Baustellen. Fakt ist einfach, dass die Situation im Tessin mit der in der Lombardei zu vergleichen ist. Es handelt sich um genau die gleiche Gefährdungslage. Dass die Baustellen nun doch nicht geschlossen werden, wir weiterhin die Grenzgänger aus Industrie und Gewerbe tolerieren, ist einfach der Hammer. Es fühlt sich an, als würde das Tessin den Säuen zum Frass vorgeworfen. Man kann nicht von einem Büro in Bern aus solche Entscheidungen fällen.

Was sind ihre konkreten Forderungen? Braucht es eine Ausgangssperre?
Für eine Ausgangssperre ist es bereits zu spät. Ich glaube nicht, dass das noch viel bringen würde. Aber nicht lebensnotwendige Betriebe sollten geschlossen werden. Wir brauchen transparente Informationen. Ich habe das Gefühl, die Behörden lassen uns im Dunkeln tappen. In Italien wird jeden Tag um 18.00 Uhr über die aktuellen Fallzahlen informiert. Auch wir brauchen eine solch systematische Information. Italien ist wie die Schweiz ein föderalistisch aufgebauter Staat und die schaffen es, die Zahlen zusammenzutragen und adäquat zu informieren.

Daniel Koch vom BAG wies an einer Pressekonferenz darauf hin, dass die Gesamtbevölkerung keine Schutzmasken tragen soll. Stimmen Sie dem zu?
Meiner Meinung nach würden auch die kleinsten Schutzvorkehrungen helfen, die Übertragung des Virus zu stoppen. Der Bund rät davon ab, Schutzmasken zu tragen, weil wir aktuell viel zu wenig davon haben. Es herrscht ein Mangel. In Singapur, Taiwan, China, Hongkong oder gar Tschechien, dort, wo es entweder Pflicht ist oder zur Kultur gehört, Schutzmasken zu tragen, hat man die Ausbreitung des Virus, soweit ich informiert bin, wieder im Griff. Auch müsste es meiner Meinung nach obligatorisch sein, beim Einkaufen Schutzhandschuhe zu tragen. Es gibt Studien, die zeigen, dass das Virus beispielsweise auf Plastik bis zu 72 Stunden überleben kann. Auch so kann man sich anstecken. Es sind viele kleine Faktoren, die uns davor schützen können, dass sich das Virus weiterverbreitet.

Blick auf die geschlossene Baustelle entlang der A2 bei Grancia, am Montag, 23. Maerz 2020. Das Tessin hat alle Baustellen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Der Bund kritisierte am Montag, dass die Massnahmen nicht vereinbar mit Bundesrecht seien. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Die Tessiner Regierung beschloss die Schliessung der Baustellen – wurde dann aber vom Bund zurückgepfiffen. Bild: TI-PRESS

Wie hoch ist ihre aktuelle Arbeitsbelastung?
Nebst den Corona-Tests, die sehr belastend sind, sind es Unmengen an Telefonanrufen, die mich erreichen. Ich mache sehr viele Beratungen am Telefon oder über FaceTime. Wird jemand positiv getestet, muss ich ihnen die Anweisungen für eine Quarantäne des Bundes schicken. Es gibt viele Patienten im Graubereich, die nur leichte Symptome haben und bei denen das Risiko gross ist, dass sie Familienmitglieder oder Freunde infizieren. Hier ist auch die Solidarität des Einzelnen gefragt. Diese Personen dürfen nun auf keinen Fall weitere Menschen anstecken.

Können Sie sich vorstellen, dass die Belastung zu hoch wird? Sie gehören zur Risikogruppe und testen trotzdem weiter?
Ja. Ich werde das sinkende Schiff sicherlich nicht verlassen. Aufzuhören fände ich feige. Ich fühle mich meinen Patienten gegenüber verpflichtet.

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124Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Akzent 26.03.2020 09:02
    Highlight Highlight Noch gestern hatte das Forum den Bundesrat für seinen vorausschauenden Umgang mit dem Virus auf ganzer Linie in den höchsten Tönen gelobt. Sämtliche begründete Kritik wurde bös abgestraft. Hier zeigt der Arzt auf, wo die Schwachstellen im Szenario des BR sind. Vielleicht sorgt der Bericht für etwas mehr Verständnis, wenn man Zweifel hegt oder die Massnahmen des BR für ungenügend hält. Normalerwiese hat doch jeder ein Recht, seine Meinung frei zu äussern.
  • So und nöd andersch 25.03.2020 12:40
    Highlight Highlight Alles klar ?!?

    Der Arzt hat Angst, was nicht gerade ein guter Berater ist.

    Er ist Betroffener und hat das recht dazu, dennoch sollte man sich fragen ob den gerade er für eine Headline taugt.

    Es ist bekannt, dass wenn wir nicht auf ca. 60% Immunität in der Bevölkerung kommen, dass das Virus wieder kommen wird.

    Die Schulschliessung kostet uns demnach vor allem Zeit im Aufbau der Immunität in der Bevölkerung und sonst blockt er Eltern zu Hause die vielleicht noch arbeiten könnten.

    Man sollte immer auch die Stimmen der Vernunft prüfen.

    Play Icon
    • MasterPain 25.03.2020 13:23
      Highlight Highlight KenFM und Stimme der Vernunft 😂
    • nöd ganz. klar #161! 25.03.2020 13:51
      Highlight Highlight Stimmen der Vernunft - KenFM?!?

      Schoklar. 🤷🏾‍♀️
    • blueberry muffin 25.03.2020 15:36
      Highlight Highlight KenFM ist ein Nazi und keine Stimme der Vernunft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • feuseltier 25.03.2020 12:16
    Highlight Highlight Hat was
    Benutzer Bild
  • feuseltier 25.03.2020 12:16
    Highlight Highlight Amen
    Benutzer Bild
  • adeli 25.03.2020 11:42
    Highlight Highlight Tessiner Kantonsarzt Merlani: Das kommt auch bei euch. Das kommt schnell. Vergeudet die Zeit nicht. Handelt jetzt.
    https://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/tessiner-kantonsarzt-merlani-appelliert-an-den-rest-der-schweiz

    An alle: bleibt zu Hause
    An Ärzte und Spitäler: bereitet euch vor
    An Bundesbehörden: Unterstützt stricktere Regionale Massnahmen und behindert sie nicht
  • adeli 25.03.2020 11:37
    Highlight Highlight Ergänzung aus dem Civid19 Spital La Carità in Locarno (telefonischer Bericht einer Ärztin am 23.3.2020):
    Die Betten auf den neu erstellen Intensivstationen sind besetzt. Es können nicht mehr alle behandelt werden.
    Es ist wie im Krieg. Material und Medikamente müssen rationiert werden. Es wird improvisiert. Es wird Personal von anderen Fachrichtungen und Spitälern eingesetzt, die nicht für die Intensivpflege ausgebildet sind und die Infrastruktur nicht kennen.
    Auch jüngere sind schwer erkrankt.

    Bleibt einfach zu Hause.
    Bitte!
  • Burkis 25.03.2020 11:15
    Highlight Highlight Eines meiner Horrorszenarien ist, dass man zukünftig nur noch mit Mundschutz das Haus verlassen darf, die Kinder mit Handschuhen und Mundschutz auf dem Spielplatz spielen, usw.
    Bei allen Schutzmassnahmen zum Trotz, wir sollten endlich verstehen das sich ein grosser Teil der Bevölkerung infizieren muss damit wir immun werden. Es geht primär darum dies zu verlangsamen und somit die Spitäler nicht zu überlasten und Zeit für Medis und Impfung zu gewinnen. Wer Angst hat soll sich in Selbsquarantäne begeben.
    • DiniMuetter 25.03.2020 11:40
      Highlight Highlight Die Massnahmen zielen nicht darauf ab, Ansteckungen "für immer" zu verhindern, sondern sie zeitlich besser zu verteilen, damit die schweren Verläufe, sowie andere Patienten (schwere Krankheiten, Unfälle, Entbindungen) behandelt werden können und nicht an mangelden Spitalplätzen sterben. Wir werden uns ALLE früher oder später anstecken, aber eben idealerweise nicht alle innerhalb von 2 Wochen.
    • blueberry muffin 25.03.2020 15:39
      Highlight Highlight Nein, dafür gibts eine Impfung. Und ja, auch junge ohne Vorerkrankung können sterben.
    • Burkis 25.03.2020 19:20
      Highlight Highlight Danke “dini Mueter”, genau das hab ich gemeint mit verlangsamen. Du hast es aber klarer ausgedrückt.
  • Conradinho 25.03.2020 10:54
    Highlight Highlight Ich bin ganz der Meinung dieses Arztes. Masken dienen nicht v.a. dem Schutz des Trägers, sonder schützen die Mitmenschen, weil der Aerosolaustoss beim Husten, Niesen und auch beim Sprechen eingedämmt wird. Aber es nützt nur etwas, wenn jetzt ALLE in der Öffentlichkeit Masken tragen müssten! Dass dieselben Verantwortlichen, die es versäumt haben, für genügend grosse Lager von medizinischem Schutzmaterial vorzusorgen, uns jetzt einreden, das Maskentragen nütze überhaupt nichts, ist ein Skandal, der nach dieser Krise nicht nur politisch sondern auch juristisch aufgearbeitet werden muss.
    • Kastigator 25.03.2020 13:23
      Highlight Highlight Was mich hingegen freut, ist, dass die dumme Burka-Initiative der SVP nun hinfällig wird. Die ist ein allgemeines Vermummungsverbot - und Schutzmasken werden nie verboten werden können.
      Wenn man nun noch bedenkt, dass diese Politsekte vor drei Jahren noch den Handschlagzwang einführen wollte ...
    • The Destiny // Team Telegram 25.03.2020 16:53
      Highlight Highlight Die Schafe Blitzen fröhlich.
  • Follower 25.03.2020 10:38
    Highlight Highlight Ein leidenschaftlicher Arzt, der mit dem, was er hat, sein bestes gibt. Es gibt vermutlich sehr wenige Menschen, die, obwohl gefährdet, stoische Ruhe bewahren. Wir tun oft so, als könnten wir das und stempeln Unvermögende schnell als unprofessionell ab. Wir sind und funktionieren eben doch nicht wie Maschinen. Es lässt sich leicht über jemand anders vom Schreibtisch aus urteilen. Danke für alle, die mit Engagement und Menschlichkeit versuchen ihr bestes zu geben!
  • Qui-Gon 25.03.2020 10:16
    Highlight Highlight Wieviele Tausend Hausärzte gibt es? Jeder hat eine Meinumg und jeder ist derzeit Experte. Zum Interview bestellt man dann natürlich einen, der viele Clicks verspricht.
    • The Destiny // Team Telegram 25.03.2020 16:54
      Highlight Highlight Klar doch, es gibt online eine Datenbank welche den Angstfaktor anzeigt, damit findet man den optimalen Interview Partner zum Panik verbreiten. /s
  • veriberi 25.03.2020 10:00
    Highlight Highlight Ein Held!
  • Fairness 25.03.2020 09:56
    Highlight Highlight Italienischsprechendem Kanton .... meinten sie wohl. Einen italienischen Kanton gibt es nicht.
    • Krakoki 25.03.2020 11:47
      Highlight Highlight Mein Gott was haben Sie nur für ein Problem. Nationalisten wie Sie sind jetzt wirklich out, die werden ihre Rechnung schon noch bekommen für das verhindern von wichtigen Massnahmen, siehe Trump in den USA, siehe Brasilien... siehe auch die zwei SVP Bundesräte, die dies so herunterspielten. Man kürzt vieles ab im Alltag, dieser Virus ist auch keine Krone dennoch sprechen viel von Corona, obwohl es das Coronavirus wäre.
  • Antichrist 25.03.2020 09:50
    Highlight Highlight Wo bleibt eigentlich ein nationales Register der Infizierten. Alle Behörden und Firmen halten ihre Infizierten geheim. So kann niemand beurteilen, ob er mit ihnen in Kontakt getreten ist und ansteckend ist und sich selber isolieren müssten? Mittlerweile ist auch klar, dass die 2m Abstand nicht ausreichend sind.
    • Swen Goldpreis 25.03.2020 12:10
      Highlight Highlight Schau mal, hier gibt es noch weitere Vorschläge, um die Persönlichkeitsrechte der Menschen nicht zu respektieren:

      Play Icon


      Spannendes Video darüber, wie das in einer chinesischen Stadt funktioniert. Diktatur kann man sich wünschen, muss man aber nicht.
    • Lami23 25.03.2020 13:13
      Highlight Highlight Mittlerweile klar? Eher mittlerweile bist du trotz fehlender Evidenz der Überzeugung.
  • landre 25.03.2020 09:48
    Highlight Highlight In dieser Phase des Notstandes Schweiz hat und verbringt ein erhöhter Anteil der Bevölkerung mehr Zeit sich via Medien zu informieren als normalerweise...

    ...Dass der Kanton Tessin sich in einer markant heiklen bis prekären Situation befindet, ist allgemein bekannt und soll von allen Entitäten ernst genommen, respektiert und unterstützt werden.

    Artikel bzw Antworten aus einer subjektiven Wahrnehmung eines Arztes wie hier oben, die mehr Sorgen gar Ängste schüren als sachlich nützliche Informationen zu gewährleisten, tragen aber medial nun wirklich nicht viel effektiv konstruktives bei.
  • Zeit_Genosse 25.03.2020 09:45
    Highlight Highlight ◾️Die Krisenfenster oder Interventionsbereiche lassen auf sich warten.

    ◾️Das Tessin hat man nicht mal sich überlassen, sondern behindert.

    ◾️Im BAG sollte jetzt ein Krisenverantwortlicher ins Tessin und zu anderen Herden delegiert werden.

    ◾️Wer vor Ort ist, trifft möglicherweise adäquatere Entscheide als im entfernten Bern vom „sicheren“ Büro oder Homeoffice aus.

    ◾️Angst ist natürlich und nicht immer der beste Ratgeber. Doch Angst macht wach und vorsichtig.

    ◾️Bitte helft dem Tessin.

    ◾️Und watson, haltet das Tessin medial präsent, denn die Politik braucht Druck.
  • Plan B 25.03.2020 09:43
    Highlight Highlight Es stimmt, wir müssen den Virus ernst nehmen. Doch die Leute einzuschüchtern bringt überhaupt nichts. Genau das wird mit diesem Bericht gemacht. Genau wegen solchen Berichten kommt es zu Hamsterkäufen etc. Mich würde mal ein Bericht über die Bereits geheilten. Diese Zahlen bleiben 2 Wochen gleich. Warum kann jedes andere Land aktuelle Zahlen liefern. Aber wir in der Schweiz bleiben 2 Wochen bei 131.
    Ich würde mir von den Medien auch etwas mehr Feingefühl in dieser Situation wünschen. Es ist wichtig, dass man die Zahl der Kranken sieht, aber die Gegenseite auch.
  • icewolf 25.03.2020 09:42
    Highlight Highlight Abgesehen davon, dass seinem Einsatz natürlich Respekt zu zollen ist, scheinen mir doch viele seiner Aussagen etwas unqualifiziert und unprofessionell zu sein. Er mag bestimmt in einigen Punkten Recht haben, aber das Interview hat irgendwie einen falen Beigeschmack.
  • Mirischgliich 25.03.2020 09:39
    Highlight Highlight Diejenigen, die dem Tessiner Arzt vorwerfen, er würde übertreiben, die sollen sich als Freiwillige in einem Tessiner Spital melden!

    Es fehlt auch an Reinigungskräften, habe ich wo gelesen.
    • R. Peter 25.03.2020 12:23
      Highlight Highlight Weisst du, warum so viele Fachkräfte fehlen? Weil sie wegen der massiven Vorsichtsmassnahmen lange ausfallen...
  • Bratansauce 25.03.2020 09:29
    Highlight Highlight Ich habe natürlich Verständnis für den Arzt und bin auch seiner Meinung, dass man die Baustellen im Tessin wohl hätte geschlossen lassen sollen.

    Aber so richtig viel hat er von den Massnahmen und Erläuterungen des BAG wohl nicht verstanden. Eine Ausgangssperre ist nichts anderes als eine gezwungene Abschottung, die eingehalten wird oder nicht. Es ist völlig ausreichend, die Social Distancing-Regeln einzuhalten und darauf zu achten, dass man selbst niemanden anstecken kann (was gleichzeitig bedeutet das man sich selbst nicht ansteckt). Und natürlich Händewaschen - z.B. eben nach dem Einkaufen
  • regen 25.03.2020 09:18
    Highlight Highlight ...als würde das tessin den säuen zum frass vorgeworfen". sorry, herr leimgruber, dieses gefühl haben einige tessinerinnen und tessiner leider sehr schnell, aber nicht alle. vielleicht weil das ti bis 1803 ein spielball europäischer machtpolitik war, zwischen den medicis/sforzas und den landvogtis, was nicht nur förderlich für ein kollektives selbstbewusstsein ist. zwischen bern und bellinzona befindet sich auch noch das gotthardmassiv als kulturelle barriere. ich bin tessiner, wir ticken vielleicht schon etwas anders, aber ich habe nicht das gefühl, den säuen vorgeworfen zu werden.
  • Flims 25.03.2020 09:10
    Highlight Highlight An alle die, die es hier besser wissen & denunzieren:
    Keiner von Euch würde sich tagtäglich mit Infizierten umgeben
    Keiner von Euch wäre im Tessin geblieben als die Grenzen noch offen waren
    Alle habt Ihr das Leben noch genossen & gedacht, dass das alkes weit weg ist & nie in die Deutsche Schweiz kommt
    Seit einfach dankbar, dass Menschen sich einsetzen
  • CalibriLight 25.03.2020 09:08
    Highlight Highlight Und wieder mal melden sich in den Kommentarspalten viele ausgebildete EpidemiologInnen und ÄrztInnen, die es besser wissen als ein Arzt vor Ort.
    Der Arzt hat Angst, schildert wie er es erlebt und hat somit vermutlich eine etwas grössere Ahnung als die meisten hier. Und trotzdem praktiziert er weiter.
    Das Interview ist gewiss subjektiv, aber das sind alle Interviews. Auch die mit Herrn Koch, letztendlich.
    • The Destiny // Team Telegram 25.03.2020 16:58
      Highlight Highlight Besser könnte man es nicht sagen.
  • P. Meier 25.03.2020 09:03
    Highlight Highlight Langsam bin ich auch überzeugt, dass es eine Ausgangssperre ab 20 Uhr braucht. Dies weniger im Kampf gegen Corona-Ansteckungen, sondern zum Schutz unterbeschäftigter Pubertiere, Abchiller und Partymacher. Ihnen fehlt die gewohnte "Beschäftigung" in der Freizeit und kommen daher auf dumme Ideen. Das sie diese auch noch versuchen umzusetzen gefährden sie sich und andere Personen.
    • Thadic 25.03.2020 10:22
      Highlight Highlight Was spielt denn die Tageszeit für eine Rolle. Warum soll jemand nicht um 21:00 einen Spaziergang machen dürfen? Es geht doch darum sich mit möglichst wenig Leuten zu treffen. Das ist irrational nun alle Leute in ihren Häusern einzupferchen und vor allem nicht nachhaltig.
    • P. Meier 25.03.2020 14:34
      Highlight Highlight Tagsüber wird wesentlich weniger Unfug angestellt, als im Schutz der Dunkelheit.
  • tTurbø 25.03.2020 08:37
    Highlight Highlight Mit allem respekt an den Arzt und seine Arbeit, aber ih verstehe den Mehrwert des Artikels auch nicht...
    "Für eine Ausgangssperre ist es bereits zu spät. Ich glaube nicht, dass das noch viel bringen würde. Aber nicht lebensnotwendige Betriebe sollten geschlossen werden" und kann mir jemand die Logik erklären? Warum sollte das einte helfen und das andere nicht? Betriebe schliessen, damit alle Leute (ohne Ausgangssperre) auf die Strasse gehen? 🤔
    • Kyle C. 25.03.2020 16:48
      Highlight Highlight Weil du draussen noch spazieren kannst, joggen oder sonst was. Das geht bei einer Ausgangssperre nicht mehr, obwohl da das Risiko eigentlich gering ist, wenn man gewisse Regeln einhält. In den Betrieben arbeitet man aber oft auf engerem Raum als draussen. Man benutzt gemeinsam Drucker, WC, Lift, Türfallen etc. Alles potentielle Virenherde. Teilweise sogar in Grossraumbüros. Also ich sehe da schon einen grossen Unterschied.
  • offgrid 25.03.2020 08:35
    Highlight Highlight Lasst doch einfach die Kantone entscheiden. Das macht doch genau die Stärke der Schweiz aus und man würde sehen wer am schnellsten und mit dem geringsten Schaden aus dem Schlamassel kommt. Entscheide aus Bern à la "Einheitsgrösse für alle" sind einfach der grösstmögliche Blödsinn den wir in einer solchen Krise machen können. Parlament zurück an die Arbeit! Notstandsgesetze haben geschichtlich gesehen den Notstand selten verkürzt...
    • Theageti 25.03.2020 09:21
      Highlight Highlight Dann entscheiden alle Kantone irgendwelche Massnahme und alle jammern wieso alles unterschiedlich ist und nicht einer zentral entscheidet? Semsem...
    • Liselote Meier 25.03.2020 09:22
      Highlight Highlight Nein das wäre totaler Unsinn weil die Kantonen nicht Autark sind und die Menschen Kantonsübergreiffend Arbeiten. Ja mei wenn man in Luzern wohnt in Basel arbeitet, müsste man 3 verschiedene Gesetze beachten, das vom Kanton Luzern, das vom Aargau (Transit) und Basel. Die können im Widerspruch stehen und dann haste den Salat.


  • schicht_im_schacht 25.03.2020 08:30
    Highlight Highlight Leseverständnis für Anfänger: Keine der Aussagen des Doktors lassen auf Panik seinerseits schliessen. Im Gegenteil artikuliert er sich sehr sachlich und weitsichtig.

    Je länger die Massnahmen anhalten und sich noch gefühlt niemand ansteckt, niemand den ihr kennt (wobei wie weit kann ein derart begrenzter Horizont schon sein), desto mehr wittert ihr eine Finte, eine Farce, ein Phantom gar. Schreibt doch dies auf die Kondolenzkarten; ging dem Phantom auf den Leim und hat so sehr daran geglaubt, dass er sogar davon starb. So geschehen in Italien jeden Tag an die hunderte Male. Phantomtot
  • Angelino 25.03.2020 08:07
    Highlight Highlight Es wäre schön, wenn Herr Leimgruber sich auch ein bisschen weiterbilden würde, bevor er im Zusammenhang mit Masken einfach unwissenschaftlichen Blödsinn erzählt (vgl.:
    Play Icon
    )
    • Donald 25.03.2020 09:44
      Highlight Highlight Er sagt, wenn alle Masken tragen, würden bereits infiziert Leute den Virus nicht weiterverbreiten. Zudem haben diese Masken auch eine Filterleistung beim Einatmen, welche je nach Standard einen Virus abhalten.

      Was spricht in deinem Video dagegen? Sorry, habe keine Stunde Zeit um das ganze zu schauen, falls du das erwartet hast.
    • Satan Claws 25.03.2020 10:25
      Highlight Highlight @Angelino

      Das Video ist zu alt und darum die Datengrundlage zu ungenau, auch wenn es ausnahmsweise gut ist.

      Grundsätzlich:

      Verhaltet euch so als hättet ihr den Erreger, dann ist allen geholfen.
    • Conradinho 25.03.2020 12:34
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis auf das Video. Es ist aber kaum ein Argument gegen eine Maskentragpflicht. Solange davon ausgegangen wird, dass viele Menschen, die das Virus bereits haben, gar keine Symptome zeigen oder erst etwas später krank werden, aber bereits ansteckend sind, kann eine allgmeine Maskentragpflicht immerhin die Verbreitung etwas verlangsamen. Insofern ist die Aufforderung von Peter Juni, erst eine Maske zu tragen, wenn man sich krank fühlt, für mich widersprüchlich. Klar ist: eine Maske schützt nicht mich, sondern andere. Nur wenn alle Masken tragen, hätte dies einen gewissen Effekt.
  • Ohniznachtisbett 25.03.2020 08:01
    Highlight Highlight Im Lead: "...Leimgruber testet Patienten im italienischen Kanton...". Bitte italienisch sprachigem Kanton. südschweizer Kanton oder irgendwas, aber nicht "italienischer Kanton". Das Tessin ist nicht Italien...
    • Baba 25.03.2020 08:24
      Highlight Highlight Danke ohniznacht, das wollte ich auch gerade schreiben. Das Tessin gehört zur Schweiz ❤

      Forza Ticino 💪🏼 andrà tutto bene 🍀
  • malu 64 25.03.2020 07:56
    Highlight Highlight Ich begreife nicht, warum muss ein Arzt vor Ort diesen Test ausführen? Es ist doch einfacher, wenn Leute vom Zivilschutz den Test an die Haustüre bringen. Beiliegend eine Anleitung wie der Abstrich zu vollführen ist. Bebildert, damit keine sprachlichen oder anderweitige Probleme bestehen. Falls nötig kann ein telefonischer Support angerufen werden. Anschließend wird der Abstrich vom Zivilschutz ins Labor gefahren, ausgewertet und das Resultat dem zuständigen Arzt mitgeteilt. Ich finde es sehr Schade, dass Ärzte so ihre Ressourcen verschwenden und so ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.
    • genauleser 25.03.2020 08:40
      Highlight Highlight Die Leute aus der Risikogruppe sind evtl. schneller überfordert mit der Durchführung des Tests - grad, wenn sie schon krank sind.

      Dass sich immer wieder Ärzte und Pflegende auch in Gegenden anstecken, wo die Situation noch im Griff ist, finde ich ebenfalls beunruhigend.

      Wenn er sich ansteckt, hat er nicht nur sein persönliches Risiko - er will für seine Patienten nicht ausfallen.
    • dontknow 25.03.2020 08:45
      Highlight Highlight Versteh das jetzt nicht falsch aber als Zivilschutzangehöriger und aktuell Dienstleistender liest sich das als obs halb so schlimm wäre wenn sich jmnd von uns ansteckt, gibt ja ZSler wie Sand am Meer. Auch unsere Ressourcen sind begrenzt.

      Dass ein Arzt den Test durchführen sollte und nicht der Patient liegt wohl daran dass man sichergehen will dass die Abstriche korrekt gemacht werden und nicht negativ ausfallen weil die Probe nicht korrekt genommen wurde. Einfach ein bisschen "rumwursteln" im Mund führt nicht zum Ziel m.W.n. Das kann jmnd mit med. Background aber sicher noch präzisieren.
    • ulmo 25.03.2020 13:06
      Highlight Highlight @dontknow. Das ist ein guter Hinweis betreffen dem korrekten Abstrich.

      Klar habt ihr auch begrenzte Ressourcen, aber ihr seid jünger und wahrscheinlich fitter als zum Beispiel dieser 67-jähriger Arzt.

      Auch wenn von malu 64 ziemlich drastisch tönt, so kann ich ihm nicht ganz widersprechen:

      Für das Gesundheitssystem ist es wohl besser, wenn ein paar ZSler 2 Wochen zuhause sind, als die gleiche Anzahl Ärzte über 65 am Beatmungsgerät.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 25.03.2020 07:53
    Highlight Highlight Mit dem Thema Mundschutz hat sich das BAG in fahrlässiger Weise in die Sackgasse begeben. Auch wenn es nicht VOR dem Virus schützen soll, dann verhindert es wenigstens, dass die Menschen den Virus ausatmen, husten etc. und damit verteiln. Das BAG soll endlich sofort ein paar Flieger nehmen und die Mundschütze selber in China abholen. Handelt jetzt.
  • Hoci 25.03.2020 07:47
    Highlight Highlight Toller Arzt. Sehe es wie er, statt endlich letzte Woche Susgagssperre zu verhängen wird das Ganze mit den lächerlichen Massnahmen runtergespielt und wir dem Virus zum Frass vorgeworfen. Wirtschaft vor Leben.
    Dabei ist das Gegenteil der Fall, mit shutdown hätten wir die Ausbreitung gestoppt und das ganze in 3 Monaten überwunden, so werden oder haben wir die kritische Schwelle der Anzahl Angesteckten wohl überschritten, und das Virus wird hier monatelang wüten und auch zurück nach Asien gehen bis es fertig ist. Und das ohne Schutzausrüstung.
    Ich fühle mich definitiv zum Frass vorgeworfen.
  • WatDaughter (aka häxxebäse) 25.03.2020 07:42
    Highlight Highlight Ein riskopatient hat angst vor einer ansteckung - wer hätte das gedacht 🙈
  • wydy 25.03.2020 07:40
    Highlight Highlight Von mir ein grosses Danke an Herr Leimgruber für den Einsatz in der aktuellen Lage.
    Ich versuche meinen Teil beizutragen und arbeite seit zwei Wochen von zuhause aus und gehe nur noch für den Einkauf nach draussen.
    Auch werde ich in den nächsten Abstimmungen für bessere Konditionen im Gesundheitswesen stimmen. Mehr kann ich leider nicht tun.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.03.2020 07:31
    Highlight Highlight Keine Ahnung wer wirklich noch stolz auf das BAG sein kann. Pflästeri-politik ist eine gutenBeschreibung.
  • d10 25.03.2020 07:31
    Highlight Highlight Ich kann die Tessiner verstehen, dass sie sich den Säuen zum Frass vorgworfen und wiedermal von der Deutschschweiz im Stich gelassen fühlen! Dass sie die Baustellen nicht schliessen dürfen ist nicht nachvollziehbar.
    • Sstarline86 25.03.2020 07:48
      Highlight Highlight Die Baustellen, sowie alle nicht lebensnotwendigen Betriebe sind geschlossen. Und wir bleiben dabei! Da kann der BR uns noch so lange zurück pfeiffen! #forzaticino
  • Honolulu1 25.03.2020 07:29
    Highlight Highlight So tragisch das auch ist im TI. Das gibt der Migros +Coop nicht das Recht, Personen ab zu weisen, die über 65 sind. Und noch den Ausweis vorzeigen müssen...noch nicht mal im 2. Weltkrieg war das der Fall..,
    • Hamudi Dudi 25.03.2020 08:08
      Highlight Highlight Du erkennst den Unterschied zwischen dem 2. Weltkrieg und einer Pandemie schon, oder?
    • Raffy 25.03.2020 08:25
      Highlight Highlight Der Ausweis muss nicht gezeigt werden. Vor den Läden stehen Security und diese empfehlen dem sichtlich älteren Semester nicht einkaufen zu gehen und zeigen die Alternativen auf (z.bsp. Einkauf und Lieferung durch die Gemeinde). Eine Befugnis den Ausweis zu verlangen hat die Security nicht.
    • Nkoch 25.03.2020 08:53
      Highlight Highlight Nein, erkennt er oder sie wie so viele andere wahrsch. nicht.
  • buonaventura 25.03.2020 07:24
    Highlight Highlight Meine Eltern leben in Emilia-Romagnia, Norditalien.

    Kunden Anzahl:
    Kleine laden haben Anschlag-Blätter am Eingang, darauf steht wie viele Kunden rein dürfen. Zum Teil auch nur eine Person.
    Bei grösseren Läden wird gezählt.

    Eintritt:
    Bei kleinen Läden ist es übersichtlich.
    Grössere haben ein fix postiertes Personal am Eingang, die Kunden müssen sich die Hände desinfizieren plus die vor Ort zur verfügung gestellten Handschuhe anziehen. Kunden müssen einen Mundschutz tragen. Weigert sich jemand, kommt man nicht rein, ganz einfach.

    Es sind viele kleine Faktoren,die zur Verbesserung beitragen.
  • Big ol'joe 25.03.2020 07:16
    Highlight Highlight Der kommt mir mit ziemlich irrationalen Ängsten rein... als hättet ihr einfach den panischsten Arzt im ganzen Tessin gesucht, und der kann jetzt mit seiner ärztlichen Kompetenz über die Sache reden...
    Sowieso wird hier ein Bild geschürt als wäre das ganze Pflegepersonal einer einzigen Meinung. Dabei kenne ich viele Menschen die in Spitäler und Notaufnahmen arbeiten, und nicht so ein Drama veranstalten. Dort gehen die Haltungen zu Massnahmen auch weit auseinander... Das ist das Problem in der mom. Krise. Irgendwelche Meinungen werden ungefiltert verbreitet und geben ein diffuses Bild.
    • Kruk 25.03.2020 09:47
      Highlight Highlight Was man in der Schweiz viel zu schnell aufgegeben hat, ist den Virus bzw. Seine Träger zu suchen und zu isolieren.
      Nicht einmal bei bestätigten Fällen werden nahe Kontakte unter Quarantäne gestellt. In diesem Punkt weigert sich die Schweiz dem Rat der WHO nachzukommen.
      Ich denke die reiche & kleine Schweiz hätte das Pontential gehabt dem Virus mit sehr wenig Opfer beizukommen.
  • rodolofo 25.03.2020 07:13
    Highlight Highlight Dass "Südländer" emotional dramatisieren, wissen wir, und das macht sie ja auch so sympathisch!
    Aber es ist nun mal so, dass ein totaler Schutz die Kehrseite hat, dass dann auch keine natürliche Immunisierung der grossen Mehrheit der Bevölkerung stattfinden kann, für den diese Corona-Viren nicht gefährlich sind.
    Eine solche Immunisierung der Bevölkerung, zu der ZUM GLÜCK alle Kinder und jungen Menschen gehören, ist nämlich eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Leben wieder "normal" und SOZIAL weitergehen kann.
    Das Abwägen zwischen zu wenig Schutz und zu viel Schutz ist nicht leicht...
    • Kruk 25.03.2020 16:00
      Highlight Highlight Hans Leimgruber der typische "Südländer" :)
  • swilly 25.03.2020 07:04
    Highlight Highlight Teil 2:

    - Wie können wir unsere Grenzkantone besser schützen? Das was in Tessin passiert, darf nie mehr wieder passieren.
    Wir hätten soviele Leben retten können, hätten wir nur früher reagiert => So interepretiere ich das jedenfalls, als Laie.
    - Bedingungsloses Grundeinkommen => Pro/Contro während einer Pandemie.
    - Was können wir sonst noch von den Asiaten lernen (Unsere Einstellung zu Schutzmasken, Impfungen, Händeschütteln etc)
    - Lohnverhältnisse der Spitalmitarbeiter

    P.S Good Job liebe Freunde mit dem zu Hause bleiben!
  • swilly 25.03.2020 07:04
    Highlight Highlight Teil 1:

    Fragen die uns wohl nach/während dieser COVID19 Zeit beschäfftigen sollte:

    - Wie Souverän sind wir wirklich?
    - Frühe Isolation der Bevölkerung zu einem Zeitpunkt X (Kompletter Ausgangsverbot für 21 Tage)=> Pro/Contra
    - Komplette Einreise Stop aus Risiko-Regionen zu einem Zeitpunk X (aktuell z.B im Januar Einreise aus Asien) => Pro/Contra
    - Gremium von NICHT-Politikern (Ärtzte, Virologen, Sozialarbeiter, KMU-Vertretter) welche die Koordination übernehmen => Pro/Contra
    - Unsere Beziehung zu unseren Nachbarländern
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.03.2020 07:01
    Highlight Highlight Also mal ehrlich, wurde hier jemand positiv getestet? Ich kenne niemanden. Und mir ist auch niemand bekannt, der oder die Symptome hätte. Auch die umtriebigen Personen nicht und auch niemand mit bekannten Vorerkrankungen oder Alte. Irgendwie haben wir es hier doch mit einem Phantom zu tun. Der Dr. Leimgruber scheint mir schon ein bisschen paranoid geworden zu sein. Wenn er Angst hat, sollte er mit den Tests aufhören. Denn wer Angst hat, macht eher Fehler.
    • Eau Rouge 25.03.2020 08:32
      Highlight Highlight Dann sei glücklich! Ich jedenfalls kenne welche! Vermutlich werden es noch immer mehr, weil (zu) viele dein Denken manifestieren und den Ernst noch immer nicht begriffen haben!😡😡
    • Aglaya 25.03.2020 08:34
      Highlight Highlight Ich sitze seit 10 Tagen mit milden Symptomen zu Hause. Getestet wurde ich allerdings nicht, ich gehöre nicht zu einer Risikogruppe, habe wie erwähnt nur milde Symptome und sitze es daher ohne Arzt aus.
    • Pumba 25.03.2020 08:35
      Highlight Highlight Gehen Sie in die Spitäler und melden sie sich freiwillig die Abstriche zu machen. Ah und denken sie nicht daran, sich eine Maske, Brille oder Schutzanzug anzuziehen, es ist ja eh nur ein Phantom.. 🤦‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 25.03.2020 06:59
    Highlight Highlight Ud was genau ist der Mehrwert von diesem Interview, ausser dass wir jetzt wissen dass er panische Angst hat?
  • lilie 25.03.2020 06:53
    Highlight Highlight Ein sehr engagierter, leidenschaftlicher Arzt, Hut ab! 👍

    Dass die Grenzgänger weiterhin ins Tessin durften, als in Italien die Lage eskalierte, habe ich auch befremdlich gefunden.

    Trotzdem finde ich, dass Herr Leimgruber etwas gar hart urteilt. Ob das Tragen von Schutzmasken der entscheidende Punkt bei der Eindämmung der Seuche war in Asien, wird sich erst in ein paar Wochen zeigen.

    Das Tragen von Handschuhen in Läden finde ich auch keine gute Idee, man kann auch mit Handschuhen Krankheitskeime verteilen. Desinfektionsmittel am Eingang halte ich für viel effektiver. Das fände ich sehr gut.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 25.03.2020 07:15
      Highlight Highlight Und am besten auch noch neben der Gemüsewaage mit dem Touchscreen ... 😝
      #virenschleuder
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.03.2020 07:33
      Highlight Highlight Schutzmasken helfen, damit infizierte den Virus weniger verbreiten. Wenn alle Schutzmasken hätten würde das die Ansteckungsrate massiv kleiner machen.
    • lilie 25.03.2020 07:46
      Highlight Highlight @Zepheros: Naja, du könntest gleich neben jedem Touchscreen Desinfektionsmittel stellen - Ticketautomaten, Kartenterminals, Bankomaten, Infoscreens und und und...

      Wo ich immer noch keine Lösung gefunden habe, sind Türklinken. Ach doch, wir brauchen flächendeckend selbstöffnende Türen mit Sensoren.

      Solche die sagen: "Vielen Dank, dass Sie diese Tür benutzt haben! Sie haben mich dadurch sehr glücklich gemacht und zudem auch noch etwas zur Eindämmung von Krankheitserregern getan! Schauen Sie bald wieder herein (oder heraus), wir, ich und meine Freunde, freuen uns auf Sie!". 😄
    Weitere Antworten anzeigen
  • leverage 25.03.2020 06:52
    Highlight Highlight Ich habe an sich nichts gegen einen solchen Bericht, er ist auch spannend aber er scheurt doch die Angst bei den Lesern. Könntet ihr nicht auch einen Arzt interviewen der keine Angst hat? Die gibt es sicher, auch im Tessin.

    Und wenn ein Artzt von einer Übertragung nach 72h über Plastik hat, dann hat er eher irrationale Angst. Ich habe ein Auszug der Studie gelesen und die Viren waren solange Nachweisbar aber im Bericht wurde bereits erwähnt, dass die Ansteckgefahr sehr schnell stark abnimmt und nach wenigen Minuten bereits sogut wie unmöglich ist.
    • lilie 25.03.2020 07:04
      Highlight Highlight @Normal: Danke dir für den Hinweis auf die Studien! Tatsächlich habe ich mich genau das auch gefragt, ob der Virus denn überhaupt noch krankmachend ist oder einfach noch nachgewiesen werden kann.

      Könntest du die Studie oder den Hinweis darauf noch posten? Ich würde das gerne nachlesen. 🙂
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.03.2020 07:44
      Highlight Highlight Die Angst ist meines Erachtens berechtigt. Unsere Ärzte sind schlecht geschützt, andere Länder haben drive-through Tests und das BAG lügt uns an, weil wir nicht genug Schutzmasken haben.

      Wir sind ein Pflästeri-Drittweltland wenn es zum Thema Pandemie kommt.
    • atmo 25.03.2020 07:48
      Highlight Highlight Danke für deinen Kommentar. Habe ich mir beim Lesen auch gedacht.
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