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Evergrande: «Keine schlaflosen Nächte» für UBS-Chef

24.09.2021, 09:2024.09.2021, 09:33

Die Exposition der UBS gegenüber dem kriselnden chinesischen Immobilienkonzern Evergrande ist laut CEO Ralph Hamers «unwesentlich». Die Grossbank musste aber einige Nachforderungen an Kunden mit besicherten Krediten stellen – sogenannte Margin-Calls.

Evergrande raubt dem UBS-CEO Ralph Hamers nicht den Schlaf.
Evergrande raubt dem UBS-CEO Ralph Hamers nicht den Schlaf. Bild: keystone

Dies erklärte Hamers gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg an einer Konferenz der «Bank of America»: Die Schwierigkeiten von Evergrande bereiteten ihm «keine schlaflosen Nächte». Die Margin-Calls mit Bezug auf Evergrande sind gemäss dem CEO zudem «gut ausgeführt» worden.

Das Engagement gegenüber dem gesamten chinesischen Bausektor über Evergrande hinaus liege vor allem auf der Kundenseite mit breit diversifizierten Fonds, sagte Hamers gemäss dem Bloomberg-Bericht. «Selbst dort wird das nicht zu wirklichen Problemen führen.»

Banken wollen beruhigen

Europas Währungshüter halten die Auswirkungen der Krise des chinesischen Immobiliengiganten Evergrande für Europa derzeit für begrenzt: «Im Moment sehen wir das auf China konzentriert», sagte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Freitag in einem Interview mit dem US-TV-Sender CNBC.

So betonten an der Finanzkonferenz der Bank of America laut Bloomberg auch Vertreter weiterer Grossbanken, dass die Risiken aus einem allfälligen Evergrande-Zusammenbruch für ihr Institut nur gering seien. So erklärte etwa der Finanzchef der Deutschen Bank, dass die deutsche Grossbank von den Ereignissen «nicht wirklich direkt betroffen» sei.

Die Credit Suisse hatte Mitte Woche Aussagen zum Exposition ihrer Fondskunden gegenüber Evergrande gemacht: Demnach hält sich das Engagement der CS-Fonds in engen Grenzen. Nur ein CS-Fonds halte Anleihen von Evergrande in Höhe von gerade 0.6 Prozent des Fondsvermögens.

Allerdings hätten auch weitere Emerging-Markets- und Asien-Fonds in den chinesischen Immobilienmarkt investiert, so die CS weiter. Die entsprechenden Anteile am jeweiligen Fondsvermögen machten dabei zwischen 0.2 und 28.8 Prozent aus.

Etwas nachdenklichere Worte kommen dagegen von der Schweizer Nationalbank (SNB), denn es sei zu früh, eine abschliessende Beurteilung abzugeben. «Ich glaube es wäre falsch, in Alarmismus zu verfallen, gleichzeitig wäre es falsch, die ganze Entwicklung zu ignorieren und sie als ein lokales Problem abzutun», sagte SNB-Präsident Thomas Jordan.

Die Krise beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande sorgt seit Wochen für Verunsicherung auch an den Finanzmärkten. Der chinesische Konzern hat Schulden von umgerechnet mehr als 300 Milliarden Dollar. Anleger befürchten einen Zahlungsausfall. Für etwas Beruhigung hatte zuletzt eine Ankündigung gesorgt, wonach der Konzern eine fällige Zinszahlung für seine Anleihen bedienen werde. (yam/sda/dpa/awp/reu)

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quelle: keystone / walter bieri
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