Zürich
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ZUR ABSCHAFFUNG DES SCHIFFSZUSCHLAGS, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 29. MAERZ 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Der Fuenfliber als Schiffszuschlag, am Freitag, 22. September 2017, in Zuerich. Die Zuerichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) ist seit Tagen in den medialen Schlagzeilen. Die Einfuehrung des Schiffsfuenflibers Ende 2016 hat der Zuerichsee-Schifffahrtsgesellschaft einen schlechen Sommer beschert. Im Juli und August betrug der Passagierrueckgang fast 35 Prozent im Vergleich zum Fuenfjahresschnitt. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der Zürcher Schiffsfünfliber ist Geschichte. Bild: KEYSTONE

Das Gerangel um den Zürcher Schiffsfünfliber hat ein Ende, er wird wieder abgeschafft



Der umstrittene Zürcher Schiffszuschlag ist bereits wieder Geschichte: Auf das Osterwochenende wird der sogenannte Schiffsfünfliber abgeschafft. Das haben die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion und der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) am Donnerstag bekannt gegeben.

Für eine Fahrt auf dem Zürichsee und der Limmat reicht damit wieder ein reguläres Ticket des ZVV aus. Das zusätzliche Herausklauben eines Fünflibers für den Zuschlag entfällt. Der Zuschlag sei zwar wirkungsvoll gewesen, sagte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) vor den Medien. Er sei aber von Beginn an auch «nicht beliebt» gewesen.

Gilt ab Karfreitag

Dass der Schiffsfünfliber nun überraschend abgeschafft wird, wird mit der auf 1. Januar 2018 erfolgten Mehrwertsteuersenkung begründet, dank der der ZVV jährlich rund 2,5 Millionen Franken mehr einnimmt. Diese Senkung kann der ZVV nicht direkt seinen Fahrgästen weitergeben - bei den meisten Einzeltickets würden sich bloss Preisreduktionen von einzelnen Rappen ergeben. Die Aufhebung des Schiffsfünflibers sei da «eine passende und praktikable Massnahme».

Die Aufhebung des Zuschlags erfolgt auf die am Karfreitag beginnende Sommersaison der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Der Verkehrsrat hat dies vorerst als provisorische Tarifmassnahme verfügt. Der ordentliche Beschluss erfolgt nach einer Vernehmlassung zu einem späteren Zeitpunkt. (whr/sda)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RETO1 30.03.2018 21:17
    Highlight Highlight ..und jetzt haben wir dann auf dem See wieder das gleiche Gedränge wie in der S-Bahn
  • Zap Brannigan 29.03.2018 19:43
    Highlight Highlight Das Problem ergibt sich aus der Abrechnungsmethode des ZVV: Viele Leute mit Wohnort am See fahren im Sommer bei schönem Wetter manchmal mit dem Schiff nach Hause. Einfach weil schön ist. Die Schiffahrt bekommt dann die Fahrt gut geschrieben. Kostet es 5 Fr extra, tun sie das nicht mehr, wodurch die S-Bahn die Fahrt gut geschrieben bekommt. Ähnliches gilt für Vergnügungsfahrten am WE. Schifffahren auf dem Zürichs ist hauptsächlich Freizeitvergnügen und wird viel weniger gemacht, wenn es extra kostet. Das kann man entweder akzeptieren, oder die Konsequenzen tragen und die Schiffahrt einstellen.
  • Pet R. Pan 29.03.2018 19:06
    Highlight Highlight Die Begründung mit der Mehrwertsteuer das Witzigste an der Storry. 😂
    • Töfflifahrer 30.03.2018 07:52
      Highlight Highlight Na ja eine Ausrede mussten die ja suchen, ansonsten hätten die ja eingestehen müssen, dass weniger Kunden gekommen sind. So kann man das Ganze ja irgendwie als Erfolg ausgeben.
      Da stellt sich dann die Frage was ist Etfolgreich, mehr Einnahmen aber weniger Kunden? Auf die Dauer eher nicht.
  • mikel 29.03.2018 14:49
    Highlight Highlight yeah, wir können wir gratis Schiffli fahren!
  • Alterssturheit 29.03.2018 13:26
    Highlight Highlight Mir scheint das ein weiteres Beispiel zu sein, welches sich heutzutage konstant in vielen Bereichen wiederholt. Alle wollen möglichst alle Dienstleistungen in guter Qualität, zu jeder Tages- und Nachtzeit, mit Rücksicht auf zig-tausend Einzelwünsche, etc.
    Und dann wundern wir uns, wenn die Rechnung am Schluss nicht mehr aufgeht.
    • dorfne 29.03.2018 15:45
      Highlight Highlight Stellen Sie sich vor: Das Grosi möchte mit ihren beiden Enkeln mit dem Limmatschiff vom Landesmuseum bis Zürichhorn fahren und wieder zurück. Das sind je 4 Stationen! Mit dem Schiffsfünfliber müsste das Grosi zu den regulären Billetpreisen noch zusätzlich 30 Franken zahlen! Das ist reine Abzocke. Die Rechnung geht nicht auf wegen Steuersenkungen von denen nur die Reichen profitieren und wegen teuren, überrissenen Infrastrukturprojekten, zu denen das Volk nur ja gesagt hat, weil es jeweils nicht wählen kann zwischen mindestens zwei Möglichkeiten.
    • Don Huber 30.03.2018 06:20
      Highlight Highlight Nicht ganz. Der Schiffszuschlag war 24 Stunden gültig. Also müsste das Grosi 15.-- bezahlen. Aber bin auch froh, dass der Mist abgeschafft wurde. Nur die Erklärung warum, ist bisschen komisch :-) Gebt doch einfach zu, dass das eine Schnapsidee war.
    • dorfne 30.03.2018 19:53
      Highlight Highlight @Don. Danke für die Korrektur.
  • Pano 29.03.2018 12:35
    Highlight Highlight Das Defizit bleibt und wird jetzt einfach wieder umverteilt...Dabei wäre es so einfach: GASTRONOMIE! Diese sollte auf den Schiffen innovativen Gastronomen überlassen werden, welche sehr schnell für Umsatz und Gewinn sorgen. Zur Zeit ist das Essen auf den Schiffen eine reine Zumutung.
    • Zap Brannigan 29.03.2018 19:31
      Highlight Highlight Bis auf wenige Ausnahmen gehen die Leute da ins Restaurant, weil sie Schiff fahren. Nicht umgekehrt. Mit den 5 Fr gingen die Frequenzen derart zurück, das die Mehreinnahmen vom Defizit der Gastronomie aufgefressen wurden. Bei einem guten Restaurant gehen vielleicht ein paar Leute bei schönem Wetter extra zum Essen aufs Schiff, aber davon kann kein Wirt Leben.
  • 45rpm 29.03.2018 12:17
    Highlight Highlight Sehr kundenfreundliche Aktion!
    Ich fahre gerne mit ausländischen Besuch auf der Limmat und dem Zürisee, dank der Tageskarte ist das preiswert und man kommt doch viel herum.
    Beim letzten Mal waren wir doch überrascht gewesen, dass man da noch zusätzlich einen Fünflieber dazu zahlen muss, was ja den Sinn und Zweck eines ÖV-Verbundes widerspricht.
  • Frances Ryder 29.03.2018 11:39
    Highlight Highlight Sehr gut, als nächstes bitte den bescheuerten Nachtzuschlag.
    • Tornado 29.03.2018 12:33
      Highlight Highlight Ich finde den Nachtzuschlag ok, handelt es sich doch um ein zusätzliches Angebot welches genutzt werden kann. Der Schiffsfünfliber war einfach eine Verteuerung für gar null Mehrleistung.
    • Frances Ryder 29.03.2018 12:51
      Highlight Highlight Nachtzüge sind kein zusätzliches Angebot sondern fester Bestandteil des ZVV seit X Jahren.
    • El Vals del Obrero 29.03.2018 13:38
      Highlight Highlight In Basel geht es schon seit Jahren ohne diesen Nachtzuschlag.

      Die Nachtzüge sind ja oftmals besser ausgelastet als jene am Sonntagmorgen, für die es keinen Zuschlag gibt.

      Und jedes Angebot war irgendwann mal "zusätzlich". Bei dieser Argumentation könnte man ja sagen, alles was über das Angebot von vor 100 Jahren ausgeht ist "zusätzlich".
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