Eismeister Zaugg
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TV-Experte Morgan Samuelsson liegt mit seiner Analyse gründlich daneben. bild: Teleclub

Pap­per­la­papp

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Schwachsinn vom TV-Experten: Braucht Samuelsson eine Brille?

Teleclub-Experte Morgan Samuelsson übt harte Kritik an den Unparteiischen. Zu unrecht. Der Schwede braucht dringend einen Regelkurs – oder sollte einen Optiker besuchen.



Es geht um den Siegestreffer (3:2 n. V.) von Ambrì gegen Zug. Nach einer Videokonsultation wird der Treffer gegeben. Zuvor war im gleichen Spiel ein Tor von Zug ebenfalls nach Videobetrachtung annulliert worden. Dies verleitet Morgan Samuelsson zur Aussage vor laufender Kamera: «Schwachsinn vom Schiedsrichter, das kann ich nicht nachvollziehen.»

Nun, wenn er es nicht nachvollziehen kann, dann kennt er halt die Regeln noch nicht. Im Fall des Zuger Treffers ist ganz klar ersichtlich, dass Zugs Josh Holden Ambrìs Torhüter Sandro Zurkirchen im Torraum berührt. Also kein Tor. Allerdings haben die Schiedsrichter tatsächlich einen Fehler gemacht: Josh Holden hätte für sein Vergehen mit zwei Minuten wegen Behinderung des Torhüters bestraft werden müssen. Der Torraum ist eine Schutzzone für den Goalie. Im Torraum darf er von gegnerischen Spielern nicht berührt werden.

Christian Stucki, von Ambri, rechts, im Kampf um den Puck gegen Samuel Erni, von Zug, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Ambri-Piotta und dem EV Zug, am Freitag, 28. November 2014, in der Pista la Valascia, dem Stadion in Quinto. (KEYSTONE/TI-PRESS/Samuel Golay)

Das Duell zwischen Ambrì und Zug sorgt für viele strittige Szenen. Bild: TI-PRESS

Das Torraum-Offside ist Geschichte

Anders ist es beim Siegtreffer von Ambrì. Die TV-Bilder zeigen zwar tatsächlich, dass Ambrìs Topskorer Adam Hall mit Sicherheit einen Schlittschuh im Torraum hat, bevor der Puck in den Torraum und ins Tor eindringt. Früher wäre es klar gewesen: kein Tor wegen «Torraum-Offside». Auch dann, wenn es keine Berührung des Torhüters gegeben hat.

Doch die Regeln sind geändert worden. «Torraum-Offside» im alten Sinne (also ein passives Torraum-Offside) gibt es nicht mehr. Ein gegnerischer Spieler darf sich dann, wenn die Scheibe ins Tor geht, im Torraum aufhalten (beispielsweise dem Torhüter die Sicht nehmen). Aber er darf den Torhüter nicht berühren. Genau das ist bei Ambrìs Siegestreffer der Fall. Adam Hall nimmt Torhüter Tobias Stephan die Sicht – aber er berührt und behindert ihn nicht während der Schuss von Alexandre Giroux zum 3:2 ins Netz fährt. Der Treffer ist einwandfrei. 

Regelnachhilfe oder eine Brille

Dazu kommt noch etwas: Der Schiedsrichter muss vor der Videokonsultation seinen Entscheid mitteilen. Diesen Entscheid darf er nur dann umstossen, wenn er auf dem Video eindeutig sieht, dass sein Entscheid falsch war. Im Zweifel ist er dazu verpflichtet, an seinem ersten Entscheid festzuhalten. Auf dem Video müsste also ein eindeutiger Körperkontakt zwischen Adam Hall und Tobias Stephan sichtbar sein.

Also im Falle von Ambrìs Siegestreffer nichts mit «Schwachsinn vom Schiedsrichter». Sondern «Schwachsinn vom Experten». Morgan Samuelsson braucht einen Regel-Nachhilfekurs oder eine Brille.

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • deed 01.12.2014 09:47
    Highlight Highlight Torraumbehinderung, Torraumoffside. Das hatten wir doch schon beim Meistertreffer 2012 der ZSC Lions gegen den SCB 2.5 Sek. vor Spielende. Ambühl steht vor Bührer im Torraum, berührt ihn aber nicht, während McCarthy einschiesst. Nicht wenig Berner lamentieren noch heute, der Treffer sei wegen Torraumoffside (welches Jahre zuvor abgeschafft worden war) irregulär gewesen
  • Horse 29.11.2014 22:33
    Highlight Highlight Samuelsson ist eh kein Experte. Eher ein Quassler, der kaum je was gescheites sagt.
  • goldmandli 29.11.2014 19:40
    Highlight Highlight trotzdem ist es angebracht die schiris zu kritisieren, die bisher eine miserable leistung gezeigt haben diese saison, ich weis natürlich schon, dass es für die schiris nicht einfach ist, jedoch wird durch die bank miserabel gepfiffen und dann kommt ein herr zaug und markiert den experten und spricht über diesen einen entscheid und nicht über die 3-4 anderen fehlentscheide, die auf beiden seiten gepfiffen wurden, aber hauptsache sie sind der hockey experte, der denn match warscheinlich nicht mal gesehen hat.
  • Tikkanen 29.11.2014 18:24
    Highlight Highlight Herrliche Worte Klaus ;-)
  • hcl 29.11.2014 16:40
    Highlight Highlight Herr Zaugg
    Gerade Sie müssen etwas von Brille erzählen. Die meisten Ihrer Artikeln hätten auch dringend eine Brille nötig. Denn alle ausser Berner Clubs werden die meisten, speziell der HC Lugano, von Ihnen lächerlich gemacht.
    • Staal 02.12.2014 18:00
      Highlight Highlight Ist ja auch ein schlimmer, kalabresischer Verein ohne Kultur. Hauptsache la famiglia buttert Geld
  • goldmandli 29.11.2014 14:00
    Highlight Highlight Die schiris waren komplett inkompetent gestern
    dazu kommt noch die ungerechtfertigte 2 minuten straffe gegen josh holden oder die völlig lächerliche 2 minuten straffe gegen fabrice herzog, der von einem tessiner in zurkirchen geschubst wurde und deswegen eine 2 minuten straffe kassiert hat, so konnten die ambrioden 4 gegen 3 spielen in der overtime und nur deswegen haben sie gewonnen. Sie herr Zaug sollten wohl eher die Berner Brille ausziehen und unvoreingenommene, unparteiische berichterstattung liefern.
    Ich gönne Ambri den Sieg, sie konnten nichts für die gestreiffte inkompetenz.
    • tinette 29.11.2014 14:35
      Highlight Highlight Ähm.... es geht hier im Artikel um den Siegestreffer. Der Siegestreffer,der eindeutig gegeben werden musste. Das analysiert Herr Zaugg mit offensichtlich geputzter Brille, nicht die Schiri-Leistung an sich.

      Klar... wenn wir in der blablabla Minute kein Powerplay.... was soll der Schwachsinn? Das steht hier eindeutig NICHT zur Debatte.

    • SimiX91 29.11.2014 17:25
      Highlight Highlight FAKT ist das viele Stadionbesucher keine Ahnung haben wenn es Regeländerungen gibt. FAKT ist auch das viele dieser Ahnungslosen Leute dann immer gleich die Fehler beim Scheidsrichter oder seinen Assistenten suchen. FAKT ist auch das dies nicht richtig ist, denn das Problem sind die Leute die das Gefühl haben sie seien Eishockeygötter, aber nicht bereit sind sich Wissen anzueignen. Ich persönlich bin auch Schiedsrichter, und ich bin mit der Leistung unserer NLA Refs mehr als zufrieden. Daher soll sich Morgan bitte eine Brille kaufen und das Regelbuch anschauen. Den Motzern empfehle ich das auch
    • goldmandli 29.11.2014 19:58
      Highlight Highlight trotzdem ist es angebracht die schiris zu kritisieren, die bisher eine miserable leistung gezeigt haben diese saison, ich weis natürlich schon, dass es für die schiris nicht einfach ist, jedoch wird durch die bank miserabel gepfiffen und dann kommt ein herr zaug und markiert den experten und spricht über diesen einen entscheid und nicht über die 3-4 anderen fehlentscheide, die auf beiden seiten gepfiffen wurden, aber hauptsache sie sind der hockey experte, der denn match warscheinlich nicht mal gesehen hat.

Wie aus dem Titanen Leonardo Genoni auf einmal ein «Lotter-Leo» geworden ist

Leonardo Genoni (32) muss zum ersten Mal in seiner Karriere hinter einer «Lotter-Verteidigung» spielen. Logisch, dass er gegen ein grandioses Langnau zum «Lotter-Leo» geworden ist. Zug kassiert im vierten Spiel bereits die zweite Niederlage. Die SCL Tigers gewinnen 5:3 (2:1, 1:2, 2:0)

Den Zugern können wir hockeytechnisch viel vorwerfen. Nur eines nicht: fehlendes Spektakel. Sie haben bisher am meisten Tore erzielt (17) und am meisten Treffer kassiert (18). Die Unterhaltung ist grossartig. Zum Vergleich: Biel führt die Tabelle mit einem Torverhältnis von 9:5 an.

Es wäre für den legendären Ingenieur Gustaf Eiffel einfacher gewesen, aus Jasskarten einen Eiffel-Turm zu bauen als für Leonardo Genoni in Langnau aus Zugs Abwehr ein Bollwerk zu machen.

In seiner 13. Saison in der …

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