Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fed auf Weg zu höheren Zinsen



Kurz vor der nächsten Zinsentscheidung in den USA mehren sich die Signale für eine vierte Erhöhung in diesem Jahr. Laut Notenbankchef Jerome Powell läuft die Wirtschaft «insgesamt sehr gut».

Besonders der Arbeitsmarkt sei stark, sagte er in der Nacht zum Freitag (MEZ) in Washington.

Er verwies darauf, dass die Erwerbslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit 50 Jahren gesunken ist. Experten erwarten, dass sich der Trend fortsetzt und im November 200'000 neue Stellen geschaffen wurden. Obwohl Powell nicht konkret auf die Geldpolitik einging, gilt das von ihm gezeichnete rosige Konjunkturbild als Hinweis, dass einer weiteren Zinserhöhung wohl nichts im Weg steht.

Der US-Währungshüter Raphael Bostic wurde noch deutlicher als Powell: Er ist dafür, dass die Fed die Zügel weiter anzieht. Die Notenbank sollte ein «neutrales Niveau» erreichen, bei dem die Wirtschaft weder angeschoben noch gebremst werde, sagte der Chef der Fed von Atlanta. Es gebe momentan keine Anzeichen für eine spürbare Verschlechterung der Wirtschaft.

Bostic sieht das neutrale Niveau bei rund 2.75 Prozent. Das würde gegenüber der aktuellen Spanne zwei weitere Zinserhöhungen bedeuten. Dies deckt sich weitgehend mit den Erwartungen der Finanzmärkte. Die meisten Experten rechnen aber damit, dass die Fed am 19. Dezember nochmals nachlegt - zum Leidwesen von US-Präsident Donald Trump, der die Zinserhöhungen mehrfach als potenziellen Konjunkturkiller kritisiert hat. Die Fed will mit ihrem Kurs eine Überhitzung der Wirtschaft verhindern, die durch die von Trump angestossene radikale Steuerreform befeuert wird. Zugleich sind aber auch Befürchtungen aufgekommen, der von ihm angezettelte Handelsstreit könnte der US-Konjunktur schaden.

Doch die verhängten Sonderzölle wirken sich laut Währungshüter John Williams bislang auf die Wirtschaft nur in «relativ geringem» Mass aus. Das gelte sowohl für Wachstum als auch für die Inflation, sagte der Chef des New Yorker Fed-Ablegers. Der wichtigere Effekt sei aber die höhere Unsicherheit für Unternehmen, von denen einige Investitionen aufschieben wollten. Auf kurze Sicht sei dies schlecht für Jobs «und ein Faktor, der die Wirtschaft im Verhältnis zu dem, was sie sein könnte, verlangsamt». (sda/awp/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen