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Nirgends in Europa sind weniger Jugendliche ohne Arbeit als in der Schweiz

17.08.2017, 11:0317.08.2017, 13:50

5,015 Millionen Erwerbstätige

Im zweiten Quartal 2017 ist die Erwerbslosigkeit in der Schweiz insgesamt zurückgegangen. Zugenommen hat allerdings der Anteil der 50-Jährigen und älteren ohne Stelle. Gleichzeitig ist die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent auf 5,015 Millionen angestiegen.

6,9 Prozent der Jugendlichen erwerbslos

Die Jugenderwerbslosenquote blieb im zweiten Quartal stabil bei 6,9 Prozent. Damit steht die Schweiz europaweit am besten da. In der Europäischen Union waren 16,6 Prozent der 15-24-Jährigen ohne Stelle, im Vergleich zu 18,7 Prozent im zweiten Quartal 2016.

213'000 Personen erwerbslos

Gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) waren in der Schweiz im zweiten Quartal 213'000 Personen erwerbslos, 9000 weniger als ein Jahr zuvor.

Anstieg bei ausländischen Arbeitskräften

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg dabei die Zahl der Arbeitskräfte mit ausländischem Pass (+2,6 Prozent) mehr als doppelt so stark wie jene der schweizerischen Erwerbstätigen (+0,7 Prozent). Das zeigen am Donnerstag veröffentlichte Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS).

Mehr über 50-Jährige ohne Arbeit

Angestiegen ist allerdings der Anteil der 50- bis 64-Jährigen ohne Arbeit (von 3,8 auf 4,2 Prozent). Von den 25- bis 49-Jährigen sind ebenfalls 4,2 Prozent erwerbslos; allerdings ist dieser Anteil gesunken: im Vorjahresquartal waren es noch 4,8 Prozent.

Weniger Langzeiterwerbslose

Die Zahl der Langzeiterwerbslosen, also derjenigen, die seit mindestens einem Jahr erwerbslos sind, reduzierte sich von 91'000 auf 83'000 Personen.

Die Erwerbslosenquote ist deutlich höher als die vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO berechnete Arbeitslosenquote, bei welcher lediglich die gemeldeten Arbeitslosen mit einbezogen werden. Diese lag im Juli bei 3,0 Prozent. (whr/sda)

So schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich ab

Video: srf
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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Homelander
17.08.2017 12:19registriert Oktober 2014
«Nirgends in Europa sind weniger Jugendliche ohne Arbeit wie in der Schweiz»

... als in der Schweiz.

Schöner wäre allerdings: Nirgends in Europa ist die Jugendarbeitslosigkeit tiefer als in der Schweiz.
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Wirtschaftsexperte Tobias Straumann: «Die Löhne müssen auf jeden Fall erhöht werden»
Der Professor für Wirtschaftsgeschichte fordert den Bau neuer AKW gegen die drohende Stromknappheit. Den Ausschluss der Schweiz aus EU-Forschungsprogrammen findet Straumann «nicht dramatisch.»

Die Wirtschaft wächst stark, die Arbeitslosigkeit liegt bei nur zwei Prozent – aber es könnte sein, dass die Schweiz im Winter in eine Rezession rutscht. Teilen Sie die Befürchtung?
Tobias Straumann:
Wir haben eine überhitzte Konjunktur und darum Vollbeschäftigung; in manchen Branchen können die Unternehmen Stellen nicht besetzen. Das geht auf das Ende der Pandemie zurück. Es gab einen extremen Einbruch 2020 - im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft in der Schweiz aber um mehr als drei Prozent, was sehr viel ist. Die Erholung kam schneller und stärker, als erwartet worden war. Eine gewisse Abflachung wäre normal. Nun gibt es einen grossen Unsicherheitsfaktor.

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