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epa04207970 Turkish riot police clash with protestors during a demonstration for the victims of the Soma mine explosion, in Istanbul, Turkey, 15 May 2014. The corporate owner of the Soma coalmine, the scene of Turkey's worst mining disaster, said 450 workers had been saved and 80 of them were still in hospital. Turkish trade unionists in a range of industries held a one-day strike, protesting at the country's poor record on mining safety and charging that safety regulations had gone unenforced since the formerly state-run Soma mine was leased to a private company.  EPA/ULAS YUNUS TOSUN

Bild: EPA/EPA

Grubenunglück in Türkei

Polizei feuert Tränengas auf Demonstranten in Soma

Der Konflikt zwischen Demonstranten und Polizei in der türkischen Bergbaustadt Soma wird schärfer: Mit Tränengas und Wasserwerfern treiben die Einsatzkräfte Tausende Protestierende auseinander.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Soma - In der türkischen Bergbaustadt Soma eskaliert der Konflikt zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften: Die Polizei feuerte Tränengas auf mehrere tausend Demonstranten und setzte massiv Wasserwerfer ein. Die Nachrichtenagentur AFP meldet zudem den Einsatz von Gummimantelgeschossen.

Die Demonstranten zogen laut Reuters gerade durch eine Einkaufsstraße in Soma, als die Polizei sie attackierte. Hunderte flüchteten vor dem Beschuss in Seitenstrassen.

Seit dem Einsturz eines Kohlebergwerks, bei dem bislang 284 Arbeiter getötet wurden, steht die türkische Regierung und insbesondere Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in heftiger Kritik.

Erdogan wird ein arroganter Umgang mit dem Unglück und der Kritik an seinem Verhalten vorgeworfen. Zuletzt gab es Vorwürfe, er habe einen jungen Mann im Unglücksort Soma geohrfeigt. Türkische Oppositionspolitiker und Internetaktivisten empörten sich. Die Szene soll auf einem Video festgehalten sein - allerdings ist die Sequenz verwackelt, so dass Erdogans Verhalten nur undeutlich zu erkennen ist. Zuvor war einer seiner Berater fotografiert worden, wie er auf einen am Boden liegenden Demonstranten eintrat.

Erdogan war bei seinem Auftritt in Soma von einer Menschenmenge ausgebuht und ausgepfiffen worden. Sicherheitskräfte bahnten ihm den Weg durch Demonstranten in ein Geschäft. Dort kam es zur Konfrontation mit einem jungen Mann.

Dieser sagte, der Ministerpräsident habe ihn unbeabsichtigt geschlagen, weil dieser wütend auf die Demonstranten gewesen und die Kontrolle verloren habe. «Ich werde den Herrn Ministerpräsidenten nicht anzeigen. Ich erwarte nur eine Entschuldigung», sagte Taner Kuruca. Oppositionspolitiker kritisierten Erdogan scharf.



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