DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Augenzeugen-Video.YouTube/Tages Woche

Randale in Basel: Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Polizei

14.04.2016, 14:0014.04.2016, 14:47

Am vierten Tag nach den Krawallen rund um das Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich herrscht immer noch Aufregung. Nun ermittelt die Basler Staatsanwaltschaft gegen die Polizei – so zumindest interpretiert dies die «Basler Zeitung». «Aufgrund der Informationen wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung eingeleitet», sagt Sprecher Peter Gill gegenüber der «BaZ». 

Konkret geht es um einen Fall: Kurz bevor die Polizei die Eventplattform erlangt, löst sich ein Gummischrot-Schuss. Mutmasslich wurde dabei eine Person schwer verletzt. Wie die «BZ Basel» am Dienstag publik machte, handelt es sich dabei um einen Mann, der am Auge von einer Ladung Gummischrot getroffen wurde. Er wurde durch die Sanität ins Spital gebracht und musste sich einer Notoperation unterziehen. 

Unklar ist, ob dieser Fall wirklich im Zusammenhang steht mit der Untersuchung der Staatsanwaltschaft. An der Pressekonferenz vom Dienstag mit Justizdirektor Baschi Dürr war davon keine Rede, obwohl der Vorfall dort bestätigt wurde. Bei Körperverletzung handelt es sich um ein Offizialdelikt, die Staatsanwaltschaft muss also Ermittlungen aufnehmen, sobald sie von einem Vorfall erfährt. Gegenüber watson bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Gill, dass ein Verfahren eingeleitet worden sei. Allerdings wisse man bisher nicht, wer das Opfer sei. 

21-Jähriger in U-Haft

Von den beiden Männern, die am Sonntag bei den Ausschreitungen nach dem Fussballspiel FC Basel gegen den FC Zürich festgenommen worden waren, sitzt einer weiterhin hinter Gittern. Es handelt sich um einen 21-Jährigen aus Deutschland.

Jetzt auf

Für ihn habe das Zwangsmassnahmengericht eine Untersuchungshaft von acht Wochen verfügt, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Wieder auf freiem Fuss ist dagegen der am Sonntag ebenfalls festgenommene 17-jährige Schweizer. Mit ihm befasst sich nun die Jugendanwaltschaft des Kantons Baselland.

(bro/sda) (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Digital Swiss
14.04.2016 14:11registriert Oktober 2015
Uiuiui. Wenn ein "Unfall" einen Fan das Auge kostet und dieser Unfall die ganzen Tumulte ausgelöst hat... dann dürfen wir auch den Polizeieinsatz in Frage stellen.
5211
Melden
Zum Kommentar
avatar
phreko
14.04.2016 14:42registriert Februar 2014
Keine Ahnung warum man mit Gummischrot auf davonrennende Personen schiessen muss. Kein Wunder brechen danach Tumulte aus, da man wohl kaum nur den Idioten im weissen Pulli (welcher den Polizisten umgerissen hat) trifft.

Was überlegen sich Polizisten bei solchem Vorgehen? Ist es das Ziel, dass aus einer einzelnen Aktion alle herumstehenden hineingezogen werden?
3310
Melden
Zum Kommentar
avatar
samy4me
14.04.2016 16:02registriert Februar 2014
Unabhängig von diesen Ausschreitungen: Gummischrot gehört endlich verboten! Wir leben in der Schweiz und tolerieren diesen Leichtfertigen Einsatz einer absolut gefährlichen Waffe, die Personen nicht nur das Augenlicht sondern auch das Leben kosten könnte. Die Polizei hat keine Skrupel ziellos in einen Haufen zu schiessen, ich hab' den Mist auch schon abbekommen, das Kind und sein Vater neben mir auch... Gopferdammi, das Ganze macht mich echt wütend. Wieder und wieder wird auf den Fans rumgetrampelt, bei diesen elenden Einsätzen wird es über lang oder kurz bald mal kein schönes Ende mehr geben.
3620
Melden
Zum Kommentar
7
Der Elefantenbulle im Basler Zolli, der gern Mikado spielt
An Ostern begeisterte der Elefantenbulle Tusker im Zolli Basel Schaulustige mit einem Balanceakt. Verspielt sei er schon immer gewesen, so Zoo-Kurator Fabian Schmidt.

Spricht Fabian Schmidt über Tusker, gerät er ins Schwärmen. Es fallen viele Adjektive. «Liebenswürdig», «aussergewöhnlich», «geschickt», «verspielt» – um nur ein paar aufzuzählen. Schmidt ist Kurator am Zolli in Basel. Tusker ein Elefant.

Zur Story