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Waldbrände in Chile ausser Kontrolle – 6 Einsatzkräfte sterben



Bei den schweren Waldbränden im Süden Chiles sind nach jüngsten Angaben mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Vier Feuerwehrleute und zwei Polizisten seien im Einsatz gestorben, sagte Innenminister Mario Fernández am Mittwoch.

Nachdem in den vergangenen Tagen bereits drei Feuerwehrleute getötet worden waren, starben am Mittwoch drei weitere Einsatzkräfte. Die beiden Polizisten wurden demnach tot in einem Fluss gefunden, ein weiterer Feuerwehrmann kam bei dem Versuch ums Leben, eine Familie aus ihrem Haus nahe der Stadt Constitución in Sicherheit zu bringen.

Brandstiftung

In die Verzweiflung wegen der verheerenden Waldbrände in Chile mischt sich nun auch Wut auf mutmassliche Brandstifter. Das Innenministerium hat am Mittwoch in zwei Fällen Anklage gegen mutmassliche Brandstifter erhoben, wie der Sender Radio Bío Bío berichtete.

Das grösste Löschflugzeug der Welt soll jetzt bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände helfen. Das private US-amerikanische Löschflugzeug Supertanker startete von Santiago de Chile aus zu seinem ersten Einsatz in die Region El Maule, wie das Nachrichtenportal «Emol» berichtete.

epa05749921 View of a 'Supertanker' airplane, the biggest tanker plane of the world, at its arrival to the Santiago airport coming from the US, on 25 January 2017. The Supertanker arrived to help fight the wave of wild fires in Chile, with more that 281,000 hectares affected in seven regions of central and south of the country.  EPA/Esteban Garay

Das grösste Löschflugzeug der Welt Bild: EPA/EFE

Eine Chilenin, die in den USA lebt und mit dem wohlhabenden Enkel des Gründers der US-Supermarktkette Walmart verheiratet ist, hatte über eine Stiftung den Einsatz des Löschflugzeugs ermöglicht.

Brände wüten seit einer Woche

Die Waldbrände in Chile wüten seit einer Woche an zahlreichen Orten. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind O'Higgins und El Maule. Den Bränden fielen nach Behördenangaben bislang rund 238'000 Hektar Land zum Opfer, was fast der Fläche des Tessins entspricht. Gut 4000 Bewohner der dünn besiedelten Region mussten ihre Häuser verlassen.

Staatschefin Michelle Bachelet hatte am Dienstag bei einem Besuch im Katastrophengebiet weitere Finanzhilfen für die betroffenen Regionen angekündigt. (whr/sda/afp)

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