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Syrien: Syrische Rebellen erobern Stadt an Grenze zu Türkei von IS-Miliz



An der Grenze zur Türkei haben syrische Rebellen die Stadt al-Rai erobert. Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) hätten die einstige Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat im Norden der Provinz Aleppo nach schweren Kämpfen unter ihre Kontrolle gebracht.

Einige FSA-Rebellen seien mit türkischen Waffen ausgerüstet gewesen, berichtete die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. «Das ist der Anfang vom Ende von Daesch», sagte Abu Abdullah von der Nur-al-Din-al-Sinki-Brigade und verwendete den arabischen Namen des IS.

Die Nachrichtenagentur Amak, die dem IS nahesteht, räumte ein, «Brigaden der von den USA und der Türkei unterstützten Opposition» hätten al-Rai eingenommen. Dem seien tagelange Angriffe mit US-Bomben und türkischer Artillerie vorausgegangen.

«Es ist ein Sieg der Freien Syrischen Armee», sagte Abu Abdullah. Die FSA werde nun weiter auf Rakka und alle anderen vom IS besetzten Städte vorrücken. Der IS, der noch immer weite Teile Syriens und des Nachbarlandes Irak kontrolliert, hatte Rakka als Hauptstadt auserkoren.

Rückkehr nach Palmyra

Derweil kehren knapp zwei Wochen nach der Rückeroberung Palmyras aus den Händen des IS die ersten geflüchteten Einwohner in die syrische Oasenstadt zurück. Eine erste Gruppe geflohener Einwohner soll nach Angaben der Provinzregierung am Samstag in Bussen aus der Stadt Homs in ihre Heimat gebracht werden.

Syrische Regierungstruppen hatten an Ostersonntag mit der Unterstützung der russischen Luftwaffe Palmyra wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Vor der Besetzung durch den IS im Mai 2015 hatte die wegen ihrer antiken Bauten weltbekannte Stadt rund 70'000 Einwohner.

Der IS sagte nach Angaben von Aktivisten der Freilassung von rund 300 entführten Fabrikarbeitern zu. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, trafen Vertreter der Kleinstadt Dmeir bei Damaskus eine entsprechende Vereinbarung mit den Dschihadisten. Wie viele der entführten Arbeiter der Zementfabrik Badijah bereits freigelassen wurden, war zunächst aber unklar.

Wie ein Militärvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte, trafen am Freitagabend einige Dutzend Fabrikarbeiter an einem von den Regierungstruppen kontrollierten Militärflughafen in der Nähe von Dmeir ein. Wie die IS-nahe Internet-Nachrichtenagentur Amak berichtete, liessen die Dschihadisten rund 300 Arbeiter frei.

20 Arbeiter wurden demnach weiter festgehalten, weil sie einer regierungstreuen Miliz angehören sollen. Vier Arbeiter wurden laut Amak getötet, weil sie der Minderheit der Drusen angehörten.

IS mehr und mehr zurückgedrängt

In den vergangenen Monaten wurden die radikalen Islamisten jedoch zurückgedrängt. So haben die Rebellen in den vergangenen Tagen die Einnahme mehrere Dörfer in der Region verkündet.

Der Vormarsch der nicht dschihadistischen Rebellen gibt der Türkei Auftrieb, die Geländegewinne der syrisch-kurdischen Rebellen an ihrer Grenze verhindern will. Eine Stärkung dieser Aufständischen ist der türkischen Regierung angesichts ihres Konfliktes mit den Kurden im eigenen Land ein Dorn im Auge.

Aber auch die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben mit Unterstützung der russischen Luftwaffe gegen den IS Boden gutgemacht und unlängst unter anderem Palmyra erobert. (sda/reu)

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