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Bereits sechs Tote bei Protesten im Iran



Bei den seit Donnerstag andauernden regierungskritischen Protesten im Iran hat es bereits sechs Tote gegeben. In der Kleinstadt Iseh im Südwesten des Landes wurden am Sonntagabend zwei Menschen erschossen.

Das sagte der Lokalpolitiker Hedajatollah Chademi am Montag der Nachrichtenagentur Ilna, die den reformorientierten Kräften nahe steht. Der Abgeordnete fügte hinzu, er wisse nicht, ob Polizisten oder Demonstranten die Schüsse abfeuerten.

Ungeachtet eines Aufrufs von Staatschef Hassan Ruhani zur Ruhe fanden in der Nacht zum Montag weitere Demonstrationen statt. In der Hauptstadt Teheran setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen eine kleine Protestgruppe im Universitätsviertel ein.

Berichte über Proteste gab es auch aus den Städten Kermanschah im Westen, Schahinschahr bei Isfahan sowie Takestan und Sandschan im Norden. Von Medien und in sozialen Netzwerken veröffentlichte Videos aus Iseh zeigten Angriffe auf öffentliche Gebäude, religiöse Zentren, Banken und Büros der islamischen Bassidsch-Miliz. Einige Gebäude sowie Polizeifahrzeuge wurden in Brand gesetzt.

Von Feuerwehrauto überrollt

Ähnliche Angriffe wurden aus der im Westen gelegenen Stadt Dorud gemeldet. Dort wurden nach Behördenangaben bei Zusammenstössen am Rande von «illegalen Protesten» am Samstagabend zwei Menschen getötet, am Sonntagabend kamen zwei weitere Menschen ums Leben.

Der Präfekt der Stadt sagte im Staatsfernsehen, Demonstranten hätten sich eines Feuerwehrwagens bemächtigt und ihn eine abschüssige Strasse herunterrollen lassen. Dabei seien ein älterer Mann und ein Jugendlicher tödlich verletzt worden.

Der Vize-Provinzgouverneur von Lorestan, Habibollah Chodschastehpur, sagte der Nachrichtenagentur Mehr zufolge, ausser in Dorud habe es auch in Nurabad und Choramabad Unruhen gegeben. In der nordwestlichen Stadt Orumieh wurden laut Behörden zehn «Unruhestifter» festgenommen.

Zunehmend regimekritisch

Die regierungskritischen Proteste sind die grössten seit der gewaltsam unterdrückten Bewegung gegen die Wiederwahl des damaligen ultrakonservativen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2009.

Die aktuellen Demonstrationen begannen in der zweitgrössten iranischen Stadt Maschhad. Sie richteten sich anfangs vor allem gegen die hohe Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen, bald aber auch gegen die Führung des Landes. Allein in Teheran wurden zuletzt rund 200 Menschen festgenommen. (sda/dpa)

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