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Microsoft warnt vor neuem WannaCry – was Windows-User jetzt wissen müssen

Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Ausbruch der Computerwurm-Epidemie könnte sich die Geschichte wiederholen.



Die am Mittwoch veröffentlichte Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, lässt nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Für das Microsoft-Betriebssystem Windows bestehe eine kritische Schwachstelle, die «aus der Ferne und ohne Zutun des Nutzers ausnutzbar» sei. Sie ermögliche einen Angriff mit Schadsoftware, die sich wurmartig selbstständig weiterverbreite.

Die deutschen IT-Sicherheitsexperten:

«Diese kritische Schwachstelle kann zu ähnlich verheerenden Angriffen führen, wie wir sie 2017 mit WannaCry erleben mussten. Windows-Anwender sollten daher die vorhandenen Updates umgehend installieren, bevor es zu grösseren Schäden kommt.»

quelle: bsi.bund.de

Microsoft hat Sicherheitsupdates für unterschiedliche Windows-Versionen veröffentlicht. Server-Administratoren und PC-Nutzer sollten diese sofort installieren.

Microsoft warnt:

«Zwar haben wir noch nicht beobachtet, dass die Schwachstelle ausgenutzt wird. Aber es ist höchstwahrscheinlich, dass bösartige Akteure das noch tun werden.»

quelle: blogs.technet.microsoft.com

Und die gute Nachricht?

Neuere Windows-Systeme seien nicht gefährdet.

Betroffen seien alle Windows- und Windows-Server-Versionen bis einschliesslich Windows 7 und Windows-Server 2008.

Wegen der grossen Gefahr gibt es auch Sicherheits-Updates für Windows-Versionen, die grundsätzlich nicht mehr von Microsoft unterstützt werden, so etwa für Windows XP.

Das deutsche BSI hat auch bereits eine Cyber-Sicherheitswarnung mit detaillierten Handlungsempfehlungen an die Betreiber sogenannt Kritischer Infrastrukturen geschickt.

Auch das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab gehe davon aus, dass es bereits innerhalb der kommenden Tage einen Exploit geben werde, schreibt Spiegel Online. Also einen Code, mit dem sich die Schwachstelle ausnutzen lasse.

Schätzungen zufolge seien derzeit zwischen drei und 16 Millionen Geräte verwundbar, so lange sie nicht gepatcht werden.

Wichtiger als «ZombieLoad»

Wie ebenfalls am Mittwoch publik wurde, haben Sicherheitsforscher zudem mehrere Schwachstellen in Intel-Chips gefunden. Die Schwachstellen werden «ZombieLoad» genannt und erinnern an die Sicherheitslücken «Spectre» und «Meltdown», die 2017 für Aufregung sorgten. Diese ermöglichten, durch sogenannte Seitenkanalattacken auf heikle Informationen zuzugreifen, die der Prozessor verarbeitet.

Für IT-Sicherheitsexperten sei es ein denkwürdiger Dienstag gewesen, kommentiert Spiegel Online:

(dsc)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 15.05.2019 20:23
    Highlight Highlight Solange Hersteller für solche angebliche "Fehler" nicht haften müssen, und solange Staatstrojaner und Massenüberwachung legal sind, solange wird es solche "Schwachstellen" geben.

    Ich vermute, dass diese Hintertürchen mutwillig von den Herstellern, resp. einzelner ihrer Entwickler programmiert wurden. Es sind keine Fehler.

    Fener ist bemerkenswerte: Solche Sicherheitslücken tauchen regelmässig in amerikanischer und europäischer Hard- und Software auf. Die extrem verrufenen Chinesen scheinen diesbezüglich brave Chorknaben zu sein. Sind sie schlauer als die Amis, oder einfach nur anständiger?
    • Avenarius 16.05.2019 08:57
      Highlight Highlight Lieber Ueli
      Die Chinesen sind massiv schlauer als die Amis, dank guter Schulen, die alle Klugen besuchen dürfen - und anständiger, dank 4000 Jahren Kultur und Kampf/Verteidigungskunst. Den Amis ist das Bekriegen der Welt wichtiger als ihre schwache Bildungskultur, wo nur noch Wohlhabende sich das College/Uni leisten können, ohne Schulden zu machen. Also: Dumme Amis – Gescheite Chinesen!
    • werther 16.05.2019 14:31
      Highlight Highlight - gute schulen/unis ja!
      - die alle klugen besuchen dürfen:
      KLAR NEIN!

      vorteil eines klaren TOP-DOWN-REGIMES:
      die regeln sind klar und die konsequenzen bei nicht-befolgung derselben ebenso,...wennt weish, wasi mein.

      somit sind grosse "würfe"/projekte mit gebündelter kraft schnell und effektiv umsetzbar.

      Disclaimer:
      meine aussagen sind auf arbeits- und lebenserfahrung beruhende fakten und sollen keinerlei politische einstellungen meinerseits widerspiegeln.

      'nuff said. ☮️ out.
  • The Snitcher 15.05.2019 18:23
    Highlight Highlight naja.. Zombieload finde ich schon sehr bedenklich... Naja, eh Zeit das Desktop ARM CPUs salonfähig werden.
    • Earc1000 15.05.2019 19:15
      Highlight Highlight Ich bin nicht so begeistert von der Idee ARM noch mehr Macht zu geben. Hoffe eher auf eine RISC V Zukunft.
  • DrFreeze 15.05.2019 18:05
    Highlight Highlight Mann Leute, ich kriege hier eine halbe Herz Baracke und weiter unten liest man, dass die Lücke nur auf älteren Systemen vorhanden ist.
  • Bangarang 15.05.2019 16:13
    Highlight Highlight "Neuere Windows-Systeme seien nicht gefährdet." jaja

    Das nennt man Marketing. Zeitlich passend nach dem neuen Windows-10-Update.
    • Electric Elefant 15.05.2019 18:55
      Highlight Highlight Ehm, hat nichts mit dem aktuellen Update zu tun. Win10-Geräte und sogar Win8 ist offenbar nicht betroffen... Die neusten der aufgelisteten Systeme (Win7 und Server 2008) sind beide schon über 10 Jahre alt. Also mit Marketing hat das wohl kaum was zu tun. Aber ist natürlich gerade für viele kleinere Spezialapplikationen, die noch auf alten Systemen laufen und nur schwer zu portieren sind, trotzdem ein großes Problem...

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