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Russlands Aussenminister sieht Aufständische in Syrien am Zug



Bei der Umsetzung der Waffenruhe in Syrien sieht Russlands Aussenminister Sergej Lawrow die Rebellen am Zug. Russland und die syrische Regierung hätten «humanitäre Korridore» für Ost-Ghuta geschaffen, sagte Lawrow am Mittwoch vor dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf.

Nun sei es an den Aufständischen und ihren Unterstützern zu «handeln», um die vom Uno-Sicherheitsrat geforderte 30-tägige Feuerpause umzusetzen.

Lawrow kritisierte, dass Rebellen in Ost-Ghuta noch immer Damaskus beschiessen, Hilfslieferungen blockieren und die Bergung von Verletzten verhindern würden. Russland und die syrische Regierung würden auch weiterhin gegen «Terroristen» vorgehen, betonte er. Ost-Ghuta ist seit Wochen unter Beschuss der Regierungstruppen, die offenbar eine Bodenoffensive auf die Rebellenenklave bei Damaskus vorbereiten.

Der Uno-Sicherheitsrat hatte nach langen Verhandlungen am Samstag eine Resolution beschlossen, die eine landesweite 30-tägige Waffenruhe fordert, um Hilfslieferungen zu ermöglichen und Verletzte zu bergen. Auf Betreiben Russlands wurden von der Feuerpause aber die Dschihadistengruppen Al-Kaida, Islamischer Staat (IS) und verbündete Gruppierungen ausgenommen. Wer genau darunter fällt, ist umstritten.

Russland kündigte am Montag eine tägliche «humanitäre Pause» für Ost-Ghuta sowie die Schaffung von «humanitären Korridoren» an, um den Zivilisten die Flucht zu erlauben. Beide Seiten hielten sich am Dienstag aber nicht an die Feuerpause. Am Mittwochvormittag hörten zwar die Luftangriffe in Ost-Ghuta auf, doch dauerten die Kämpfe am Boden weiter an, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. (sda/afp)

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