Interview
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epa06780837 Swiss national soccer team head coach Vladimir Petkovic (L) and Michael Lang (R) attend their team's training session at La Ceramica stadium in Villarreal, Spain, 02 June 2018. The Swiss team will face Spain in their International Friendly soccer match in Villarreal on 03 June 2018.  EPA/LAURENT GILLIERON

Auch als Super-League-Spieler geniesst Michael Lang das Vertrauen von Natitrainer Vladimir Petkovic. Bild: EPA/KEYSTONE

Interview

Lang vertritt die Super League in der Nati: «Es war nicht einfach, akzeptiert zu werden»

Michael Lang (27) ist der einzige Super-League-Spieler im WM-Kader des Nationalteams. Was das bedeutet, wie man als solcher aufgenommen wird und was er mit Brasilien verbindet.

céline feller / Aargauer Zeitung



Michael Lang, Sie haben den Cut geschafft. Wie schwer ist es, Teil dieses 23-Mann-Kaders zu sein?
Michael Lang: Sehr schwierig, wenn man die Konkurrenz sieht. Dass ich der einzige Super-League-Spieler bin, spricht ebenfalls dafür. Es gibt ganz sicher sehr viele Spieler, die auf so einen Platz brennen. Daher muss man das ganze Jahr über gute Leistungen bringen. Es gibt nie einen Freifahrtschein, um im Kader der Nati zu sein.

«Spieler vom FCB oder von YB müssen sich nicht verstecken.»

Michael Lang

Sie sprechen es an: Sie sind der einzige Super-League-Spieler im Nationalteam. Wie beurteilen Sie das?
Das ist eine spezielle Auszeichnung für mich. Jetzt muss ich die Liga so gut wie möglich vertreten. Dass ich der Einzige bin, zeigt auch, dass der Schweizer Fussballer sehr gut ausgebildet und daher im Ausland sehr gefragt ist. Aber Spieler vom FCB oder von YB müssen sich nicht verstecken. Wir haben gute Leute in der Super League, ein paar davon hätten jetzt auch hier sein können. Machen wir uns in der Super League nicht kleiner, als wir sind.

Bern's Christian Fassnacht, right, fights for the ball against Basel's Fabian Frei, during a Super League match between BSC Young Boys Bern and FC Basel, Monday, April 2, 2018 at the Stade de Suisse in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Andere Spieler von Basel oder YB haben es nicht in die Nati geschafft. Bild: KEYSTONE

Sie sind in Ihrer dritten Vorbereitung mit der Nati. Was hat sich für Sie, vor allem neben dem Platz, verändert?
Der grösste Unterschied ist die Akzeptanz im Team. Ich kann mich erinnern, dass es vor vier Jahren als einer, der nur in der Schweiz spielt, nicht so einfach war, von jedem sofort akzeptiert zu werden. In der Zwischenzeit ist die Akzeptanz meiner Person bei jedem Spieler da.

«Ein Gefühl von Frustration hatte ich noch nie.»

Michael Lang

Gehen Sie anders auf die Mitspieler zu als vor zwei oder vier Jahren?
Ja, schon auch. Ich bin etwas älter geworden, habe etwas erlebt. Und man kennt sich ja auch besser, gerade im aktuellen Team.

Sie gehören dazu, aber nie zum Stamm. Herrscht da Frustration?
Nein, nein, das Gefühl von Frustration hatte ich noch nie und werde ich – denke ich – auch nie haben. Wenn man dabei ist, ist man glücklich und stolz. Schliesslich geht es um die Nati.

Im Klub haben Sie stark gespielt und zehn Tore erzielt. Wissen Sie, welche Nati-Kollegen öfter trafen als Sie?
Gavranovic sicher. Und Shaqiri auch, oder?

Nein, nur Gavranovic. Was heisst das?
Natürlich ist das schön für mich, aber Statistiken sind das eine, eine Form an einem Turnier ist noch mal etwas anderes.

epa06632910 Switzerland's Mario Gavranovic, left, fights for the ball against Panama's Harold Cummings, right, during the International Friendly soccer match between Switzerland and Panama in Lucerne, Switzerland, 27 March 2018.  EPA/WALTER BIERI

Mario Gavranovic ist der einzige Natispieler, der dieses Jahr für seinen Klub mehr Tore geschossen hat, als Michael Lang. Bild: EPA/KEYSTONE

Los geht es am 17. Juni gegen Brasilien. Der Einstieg könnte einfacher sein.
Wenn man so denkt, dass das Spiel eh in die Hosen geht, dann können wir auch gleich mit dem zweiten Spiel starten.

Ihr letztes Spiel gegen Brasilien war gleichzeitig Ihr Nati-Debüt. Ein Highlight, bei dem man sogar mit 1:0 gewinnen konnte. Wie sorgt die Schweiz dafür, dass es ein erneutes Highlight gibt?
Wir müssen gleich frech und mutig auftreten wie damals. Sie sind zwar der grosse Favorit, aber auch sie sind schlagbar. Das hat sich vor vier Jahren eindrücklich gezeigt.

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