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«Ich identifiziere mich als koreanisch» – sagt britische Person und erntet einen Shitstorm

Oli London sorgte im Internet für einen Shitstorm, nachdem London sich als non-binär und «koreanisch» outete. Der K-Pop-Fan unternahm damit den nächsten Schritt, noch mehr wie das Idol Park Jimin auszusehen und zu sein.
28.06.2021, 11:2729.06.2021, 11:09

Die Social Media Persönlichkeit Oli London löste im Netz einen Shitstorm aus, nachdem London sich letzte Woche als non-binäre Person geoutet hat, die sich als koreanisch identifiziert. Oli London, in Grossbritannien geboren und aufgewachsen, möchte fortan mit den Pronomen they/them/Korean/Jimin angesprochen werden.

Wieso Jimin? Bei Park Jimin handelt es sich um einen Sänger der K-Pop-Gruppe «BTS» und das grösste Idol Londons.

Schon vor einigen Jahren hatte London damit begonnen, sich Schönheitsoperationen zu unterziehen, um immer mehr wie Jimin auszusehen. Für die diversen Eingriffe hat London umgerechnet bereits 130'000 Franken ausgegeben.

Links: So sah Oli London vor all den Schönheitseingriffen aus.

Alleine dafür erlangte die 31-jährige Persönlichkeit einen berüchtigten Ruf in Südkorea. Auf Social Media konnte London bereits eine grosse Anhängerschaft mobilisieren: Auf TikTok hat London fast eine halbe Million Follower, auf Instagram sind es fast 300'000.

Mit der Verkündung der neuen Pronomen hat London nun erneut Debatten entfacht. Dabei sorgte nicht das «Outing» als non-binär, sondern vor allem die Identifikation mit der koreanischen Ethnie bzw. Nationalität für rote Köpfe.

London erntete dafür hauptsächlich Unverständnis. Die Identifikation mit einer Nationalität sei vor allem eine Beleidigung, findet diese Person:

«Ich bin eine Person, die dem non-binären Dach angehört, und das beleidigt mich sehr. Koreanisch zu sein, ist eine Nationalität und kein Gender. Du machst dich lustig über Non-Binäre, die Neopronomen und die ganze LGBTQA+ Gemeinschaft. Bitte hör' einfach auf.»

Auch Londons Fabrikation der Flagge für «non-binäre Personen, die sich als koreanisch identifizieren» kam alles andere als gut an:

Es sei in Ordnung, eine neue Flagge zu kreieren, um die LGBTQ+ Gemeinschaft zu unterstützen, schreibt diese Person auf Twitter. Aber sie betont: «Verändere NICHT eine Flagge, welche ein ganzes existierendes Land repräsentiert, und zerstöre die Bedeutung der Flagge. Eine Flagge, die ein Land repräsentiert, beinhaltete deren Seelen und Geister. Ich bin sehr verletzt und wütend. VERÄNDERE NICHT UNSERE FLAGGE.»

Dieser User zeigt mit einem eigenen Beispiel auf, dass er eine solche Identifizierung problematisch findet:

«Im Ernst? Okay, wenn wir dabei sind. Hey Leute, ich hatte bisher immer Identitätsprobleme und ich habe versucht, herauszufinden, wer ich wirklich bin. Mein ganzes Leben war es schwer, ich wurde Affe genannt und das schmerzt, mann. Also werde ich mich von Schwarz zu Weiss angleichen. Es war eine harte Entscheidung.»

London verteidigt sich zwar auf Social Media, doch wie Aufnahmen aus der Vergangenheit zeigen, teilte der Jimin-Superfan vor einigen Jahren selbst noch die Auffassung seiner Kritiker:

«Ich wechsle nicht meine ethnische Zugehörigkeit, ich habe einen tiefen Respekt für die koreanische Kultur. Es ist ‹cultural appreciation› und nicht ‹cultural appropriation›.»

Damals wurde London für die Sendung «Hooked on the Look» von einem Filmteam begleitet und der Prozess der Schönheitsoperationen dokumentiert. Dort sagte London auch:

«Ich sage nicht, dass ich asiatisch sein möchte, ich werde immer britisch-kaukasisch sein, aber ich möchte so ähnlich wie möglich wie koreanische Popstars und wie Jimin aussehen.»

Die Geschichten über Londons Besessenheit von BTS-Star Jim-in gelangten schliesslich auch zu «Dr. Phil», der das Jimin Double in seine Sendung einlud. Dort zeigt sich London von der Ähnlichkeit mit Jimin absolut überzeugt, was bei «Dr. Phil» vor allem für Stirnrunzeln sorgte.

Doch die kritischen Stimmen kümmern London nicht. Vor wenigen Stunden teilte der Jimin-Fan die neusten Ergebnisse einer Schönheitsoperation, welche die Augen asiatischer erscheinen lassen soll.

(saw)

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