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Schweizer Skulptur «Snowman» steht im Garten des MoMA



In New York sind bis zu 29 Grad angesagt - im Garten des Museum of Modern Art (MoMA) aber ist am Montag ein etwa 1.80 Meter grosser Schneemann aufgetaucht. Geschaffen haben die Skulptur «Snowman» das Schweizer Künstler-Duo Peter Fischli und David Weiss.

Sie sieht aus wie ein gewöhnlicher Schneemann, wird in einem Kühlkasten aber mit aufwendiger Technik betrieben. Grundlage ist eine mit Kühlflüssigkeit gefüllte Kupfer-Figur. Auf ihr entsteht eine Schneeschicht, wenn die Luftfeuchtigkeit im Kasten erhöht wird. Das Schneemann-Lächeln wird jeden Morgen neu geformt.

Ein Schneemann sei eine Skulptur, die fast jeder bauen könne, erklärte Fischli gemäss MoMA. Der Widerspruch der Arbeit liege darin, dass diese eigentlich gewöhnliche Figur bei Fischli und Weiss nur mit einem komplexen technischen Apparat betrieben werden kann.

Ursprünglich hatten die beiden «Snowman» 1990 für das Heizkraftwerk Römerbrücke in Saarbrücken konzipiert, wo die Skulptur mit Energie aus dem Kraftwerk betrieben wurde.

Ein Symbol für den Klimawandel sei die Arbeit nicht, sagte Fischli dem «New Yorker», denn sie benötige Strom und trage zur Erderwärmung bei. «Das Stück dreht sich darum, sich um etwas zu kümmern und es zu schützen und auf etwas angewiesen zu sein.» Es gehe auch um einen Widerspruch zwischen dem Künstlichen und der Natur, «denn ich erzeuge Schnee aus einer Maschine».

«Snowman» war in den vergangenen Monaten bereits in Chicago und San Francisco zu sehen. Fischers Partner David Weiss ist 2012 an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. (sda/dpa)

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