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A member of Palestinian security forces loyal to Hamas demonstrates his skills as smoke rises following an explosion during a military graduation ceremony in Gaza City May 21, 2015. REUTERS/Suhaib Salem

Amnesty wirft Hamas vor, Geständnisse unter Folter erwirkt zu haben. Bild: SUHAIB SALEM/REUTERS

Amnesty International wirft Hamas Folter und Entführung vor



Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der radikalislamischen Hamas vor, angebliche Kollaborateure mit Israel während des Gaza-Krieges im Sommer 2014 entführt, gefoltert und auch getötet zu haben.

«Im Chaos des Konflikts hat die faktische Hamas-Regierung ihren Sicherheitskräften freie Hand gegeben, Menschen in Gewahrsam schrecklich zu misshandeln», schrieb Philip Luther, Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms der Organisation. So habe im Gazastreifen Angst verbreitet werden sollen.

Balloons are pictured during a demostration against anti-abortion laws at the congress in San Salvador April 22, 2015. The Amnesty International said that they presented to the salvadoran goverment a petition signed by 300,000 people to decriminalize abortion in El Salvador. REUTERS/Jose Cabezas

Amnesty International setzt sich auf der ganzen Welt für die Rechte von Menschen ein. Bild: STRINGER/EL SALVADOR/REUTERS

Laut Bericht waren mindestens 23 Palästinenser exekutiert und Dutzende gefoltert worden. 16 der später Exekutierten hätten vor dem Ausbruch des Gaza-Krieges im Gefängnis gesessen. Einer der Getöteten sei beispielsweise zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt gewesen – bis er am 22. August 2014 von Hamas-Kräften erschossen wurde. Dem Bruder des Getöteten zufolge war der Mann zuvor gefoltert worden.

Bei acht Getöteten war der Prozess dem Bericht zufolge noch nicht abgeschlossen. In einem anderen Fall berichteten Verwandte, dass sie erst nach der Exekution von dem Tod ihres Angehörigen erfahren hätten. Es habe keine Möglichkeit gegeben, Einspruch gegen das Urteil zu erheben.

Auch seien Geständnisse durch Folter erwirkt worden. Mit ihrem Verhalten habe die Hamas-Führung die «grundlegendsten Regeln des Völkerrechts missachtet», sagte Luther. (feb/sda/dpa)

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