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Champions League, Final in Cardiff

Juventus Turin – Real Madrid 1:4 (1:1)

epa06008879 Real Madrid captain Sergio Ramos lifts the trophy after the team won the UEFA Champions League final between Juventus FC and Real Madrid at the National Stadium of Wales in Cardiff, Britain, 03 June 2017.  EPA/PETER POWELL

Sergio Ramos präsentiert den Real-Fans den Henkelpott. Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

«Die Herren des Universums»: So titelt die Sonntagspresse nach dem historischen Finalsieg

Real Madrid bleibt Europas Nummer 1. Der spanische Meister und Vorjahressieger verteidigte den Champions-League-Titel im Final von Cardiff gegen Juventus Turin mit einem 4:1 als erstes Team erfolgreich.



Die Pressestimmen nach dem historischen Titel

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Die Pressestimmen nach dem historischen Titel
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Ein Doppelschlag innert dreier Minuten entschied die Partie nach einer Stunde, und einmal mehr konnte sich Real Madrid in einem Schlüsselspiel auf Cristiano Ronaldo verlassen. Der Portugiese erzielte zwei der drei ersten Tore für die Spanier und entschied die Partie damit mit. Es waren seine Champions-League-Treffer 11 und 12 der Saison.

«Wir hatten ein Date mit der Geschichte. Ich bin so stolz auf dieses Team, dass wir es geschafft haben.»

Sergio Ramos

Die Pokalübergabe

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Sergio Ramos stemmt den Henkelpott. Video: streamable

Das wichtige 2:1 gelang mit Casemiro einem, der beim Weissen Ballett ansonsten eher für das Grobe zuständig ist: Der 25-jährige Mittelfeldspieler, mit vollem Namen Carlos Henrique José Francisco Venancio Casimiro, war nach einer Stunde mit einem von Sami Khedira abgelenkten Weitschuss erfolgreich, drei Minuten bevor Ronaldo die Partie mit dem 3:1 vorentschied.

Der Real-Doppelschlag

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Abgefälscht! Der Weitschuss von Casemiro zum 2:1. Video: streamable

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Doppelpack! Ronaldo steht beim 3:1 mal wieder goldrichtig. Video: streamable

«Unfassbar, der Kerl hat uns seit dem Viertelfinal durch alle Runden geschossen. Du brauchst einen, der vorne das Tor macht.»

Toni Kroos über Cristiano Ronaldo

Marco Asensio, kurz zuvor eingewechselt, setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt. Für Juventus hatte Mario Mandzukic nach einer knappen halben Stunde zwischenzeitlich ausgeglichen.

Ronaldos erster Streich

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Abgefälscht! Ronaldo trifft zum 1:0 für Real. Video: streamable

Traumtor ohne Happy End

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Der sensationelle Seitfallzieher von Mandzukic Video: streamable

Die endgültige Enscheidung

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Asensio setzt mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Video: streamable

Für Real ist es der zwölfte Triumph im bedeutendsten europäischen Wettbewerb. Der spanische Rekordmeister führt die Siegerliste damit klar vor Milan (7), dem FC Barcelona, Bayern München, Liverpool und Ajax Amsterdam an (je 5). Drei der zwölf Titel holte Real in den letzten vier Jahren; zweimal in Folge triumphierte zuletzt die AC Milan 1989 und 1990, damals noch im «Meistercup».

Wende nach der Pause

37 Seiten hatte die «Gazzetta dello Sport» dem Final in ihrer Samstagsausgabe gewidmet, alle erdenklichen Themen aufgegriffen, natürlich auch über Gianluigi Buffon geschrieben, der mit 39 Jahren nun auch seinen dritten und womöglich letzten Champions-League-Final nach 2003 und 2015 verlor. Sie wog Reals Schnelligkeit mit Juves taktischem Geschick auf, suchte nach Nuancen, die für Juventus oder für Real sprechen. «Juventus gegen Real ist Ali gegen Foreman, Borg gegen McEnroe – das Derby der Welt», schrieb die Zeitung.

Juventus goalkeeper Gianluigi Buffon grimaces during the Champions League final soccer match between Juventus and Real Madrid at the Millennium Stadium in Cardiff, Wales, Saturday June 3, 2017. (AP Photo/Tim Ireland)

Buffon verpasst den CL-Titel erneut: Kopf hoch, Gigi! Bild: Tim Ireland/AP/KEYSTONE

Tatsächlich lieferten sich die beiden Mannschaften vor 66'000 Zuschauern unter dem verschlossenen Dach in Cardiffs Millennium-Stadion zunächst ein hochstehendes Duell. Juventus begann klar besser, scheiterte aber zunächst mitunter an einer starken Parade von Reals nicht über alle Zweifel erhabenen Keeper Keylor Navas nach einem Weitschuss von Miralem Pjanic (7. Minute) und verlor in der zweiten Halbzeit urplötzlich den Faden. Waren die Italiener in den ersten 45 Minuten die überlegene Mannschaft mit den besseren Torchancen, trat Real nach der Pause auf einmal dominant auf.

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Gareth Bale nach dem Spiel im Interview. Video: streamable

Am Ende resultierte ein nicht unverdientes 1:4 und reichlich Stoff für die Gazzetta für eine Aufarbeitung einer weiteren Finalniederlage, der fünften in Folge in der Champions League und der siebten im neunten Meistercup-Final. Italiens Meister und Cupsieger verpasste das Triple, Gigi Buffon den Rekord, zum ältesten Champions zu avancieren. Auf der Gegenseite bejubelte Cristiano Ronaldo seinen vierten Champions-League-Sieg.

Den ersten Knick, das 0:1 von Real mit dem ersten Torschuss, hatte Juventus noch innert sieben Minuten weggesteckt. Mario Mandzukic glich in der 27. Minute auf akrobatische Weise aus. Mit dem Rücken zum Tor schoss er volley aus der Drehung, der Ball segelte über Navas hinweg ins lange Eck. Davor hatte Cristiano Ronaldo, klar, er, nach einem Doppelpass mit Dani Carvajal getroffen, Leonardo Bonucci die Direktabnahme noch leicht abgelenkt. Es war Reals 500. Champions-League-Tor, zum dritten Mal traf Ronaldo in einem Final

Das Telegramm

Juventus Turin – Real Madrid 1:4 (1:1)
Millennium Stadium, Cardiff. - 66'000 Zuschauer. - SR Brych (GER).
Tore: 20. Ronaldo (Carvajal) 0:1. 27. Mandzukic (Higuain) 1:1. 61. Casemiro 1:2. 64. Ronaldo (Modric) 1:3. 90. Asensio (Marcelo) 1:4.
Juventus Turin: Buffon; Barzagli (66. Cuadrado), Chiellini, Bonucci; Dani Alves, Khedira, Pjanic (71. Marchisio), Alex Sandro; Dybala (78. Lemina), Mandzukic; Higuain.
Real Madrid: Navas; Carvajal, Varane, Ramos, Marcelo; Casemiro, Modric, Kroos (89. Morata); Isco (82. Asensio); Benzema (77. Bale), Ronaldo.
Bemerkungen: Juventus Turin ohne Lichtsteiner (Ersatz), Pjaca und Sturaro (beide verletzt). Real Madrid ohne Pepe (verletzt). 84. Gelb-Rote Karte Cuadrado (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 12. Dybala (Foul). 31. Ramos (Foul). 42. Carvajal (Foul). 53. Kroos (Foul). 66. Pjanic (Unsportlichkeit). 70. Alex Sandro (Foul). 72. Cuadrado (Foul). (pre/sda)

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