DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Islamismus

Nicolas Blancho verurteilt Verhaftung von radikalem Imam im Kosovo

21.09.2014, 13:5621.09.2014, 14:22

Der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), Nicolas Blancho, verurteilt die Verhaftung eines radikalen Imams im Kosovo. Am Mittwoch war Shefqet Krasniqi, Imam der Grossen Moschee in Pristina, zusammen mit drei weiteren Personen wegen Verdachts auf islamischen Extremismus verhaftet worden.

«Ich kenne Herrn Shefqet Krasniqi seit Jahren persönlich und kann mit grosser Gewissheit sagen, dass die Vorwürfe gegen ihn haltlos sind», schreibt Blancho auf der IZRS-Internetseite. Die Verhaftung des Würdenträgers sei eine Schande.

Nicolas Blancho.
Nicolas Blancho.Bild: KEYSTONE

Die strenggläubigen Muslime Blancho und Krasniqi sind beide Mitglied beim internationalen Netzwerk Association des Savants Musulmans (ASM) mit einer Niederlassung in Bern, wie die «SonntagsZeitung» und der «SonntagsBlick» mit Verweis auf einen Eintrag im Handelsregister berichteten. Geld sei zwischen den beiden Vereinen keines geflossen, sagte eine IZRS-Sprecherin auf Anfrage.

Kein Verständnis erntet Blancho mit seinem Solidaritätsbekunden beim Imam von Bern, Mustafa Memeti. «Ich kenne diese Prediger», sagte Memeti in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» über den radikalen Imam aus dem Kosovo, der auch mehrmals Vorträge in der Schweiz hielt. Dessen Botschaften seien gefährlich.

Memeti lehnt jegliche Propaganda für den Dschihadismus ab. Diese jungen Männer, die für den Islamischen Staat (IS) in den Krieg zögen, hätten psychische Probleme, sagte Memeti.

«Und trotzdem: Wir müssen diese Irren leider ernst nehmen.» Deshalb brauche es eine engere Verbindung zwischen den Behörden und den Schweizer Moscheen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Das Problem mit der Flasche – weshalb das Bier bald mehr kostet
Brauer und Winzer versuchen händeringend, Glasflaschen für ihre Getränke aufzutreiben. Dass diese rar geworden sind, liegt am Ende der Coronamassnahmen sowie an den Preisschocks durch den Ukraine-Krieg.

So etwas hat er noch nie erlebt: «Es gibt keine Flaschen mehr», sagt Alois Gmür, Patron der Brauerei Rosengarten in Einsiedeln SZ. Oder jedenfalls fast keine mehr. «Überall muss man die Glaslieferanten fast auf Knien anflehen und gleich den gesamten Jahresbedarf durchgeben.» Lieferungen «just in time» seien nicht mehr möglich.

Zur Story