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Waadtländer Parlamentarier zurück aus dem Exil



Nach jahrelangem Exil sind die Mitglieder des Waadtländer Kantonsparlaments zurück im Halbrund, am historischen Sitz des Grossen Rates in Lausanne. Am Freitag feierten Politik und Bevölkerung das Gebäude, das bereits eine lange Baugeschichte hinter sich hat.

Am Vormittag trafen sich die 150 Grossrätinnen und Grossräte zur ersten Sitzung im neuen Saal. «Willkommen zurück», begrüsste Staatsrat Pascal Broulis am Freitag die Parlamentsmitglieder.

Die Kantonsbehörden hatten für die Einweihung den Karfreitag gewählt, weil am 14. April 1803 der Kanton Waadt der Eidgenossenschaft beigetreten war. 15 Jahre hatte der Waadtländer Grosse Rat ohne Parlamentsgebäude auskommen müssen, nachdem ein Feuer 2002 das alte Parlamentsgebäude zerstört hatte.

Parmelin erwartet

Zur Einweihung wurde am Freitag auch Bundesrat Guy Parmelin erwartet, der einst selbst im alten Parlament als Grossrat tätig gewesen war. Auf dem Programm stand ausserdem eine Zeremonie mit 1000 Gästen in der Kathedrale von Lausanne, bevor die Türen des Parlaments am Nachmittag für die Bevölkerung geöffnet werden sollten.

Der Eröffnung war ein langes Seilziehen vorausgegangen. Zunächst wurde das pyramidenförmige Dach des geplanten Grossratsgebäudes als zu gross kritisiert. Die geplante Metallfläche störe im Bild der Altstadt mit der historischen Kathedrale, wurde ausserdem bemängelt.

Die Gegner gingen bis vor Bundesgericht und lancierten ein Referendum. Der Kanton konnte die Volksabstimmung jedoch verhindern, indem er das Dach weniger voluminös gestaltete und für die Dachfläche rote Ziegel einsetzte.

Blick auf den See

Herausgekommen ist nun ein modernes Gebäude mit einer Glasfront zum Genfersee und zur Stadt hin und mit viel Holz. Die hohe Decke und die Holzverkleidung sorgen für eine gute Akustik.

Gestritten worden war auch über die Arbeitsplätze für Medienschaffende. Zunächst waren sie im Parlamentssaal vorgesehen - wie bereits im Provisorium im Palais de Rumine. Danach wurden die Journalistenplätze auf die Tribüne verlegt, trotz Protests eines Kollektivs von rund 40 Waadtländer Journalisten.

Für den Bau waren 25 Millionen Franken budgetiert, was nicht ganz ausreichte. Ein Nachtragskredit von 2.4 Millionen Franken war notwendig. (sda)

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