Interview
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Michelle Gisin, left, of Switzerland, celebrates her third-place finish as she walks to the podium while winner Mikaela Shiffrin, of the United States, looks on following the women's World Cup downhill skiing action in Lake Louise, Alberta, Saturday, Dec. 2, 2017. (Jeff McIntosh/The Canadian Press via AP)

Michelle Gisin tritt in die Fussstapfen ihrer Schwesten Dominique und besteigt das Abfahrtspodest. Bild: AP/The Canadian Press

«Völlig crazy, unglaublich!» Gisins Freude über ihren ersten Speed-Podestplatz

Michelle Gisin stand am Samstag bei der zweiten Weltcup-Abfahrt von Lake Louise als Dritte auf dem Podest. «Wenn mir das vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, hätte ich ihn ausgelacht», sagte die 23-Jährige nach dem Erfolg.

03.12.17, 14:33 03.12.17, 14:46


Michelle Gisin, Sie schafften es in Ihrer erst sechsten Spezial-Abfahrt unter die ersten drei. Was fühlen Sie?
Das ist völlig crazy – unglaublich. So ganz begreife ich es noch nicht. Bisher stand ich in einer Weltcup- und in einer WM-Kombination auf dem Podest. In einer Spezialdisziplin ist es noch etwas spezieller. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich 2017 in einer Abfahrt auf dem Podest stehe, und dann noch in Lake Louise, hätte ich ihn ausgelacht. Dass Marc (ihr Bruder - d. Red.) in Beaver Creek in die Top 30 gefahren ist, freut mich zusätzlich. Sich nach einem Schädel-Hirn-Trauma zurückzukämpfen, ist alles andere als einfach.

Der Top-10-Platz am Freitag trotz eines grossen Umwegs zeigte, dass im zweiten Anlauf etwas möglich ist.
Auf jeden Fall. Die Trainings im Sommer waren gut gelaufen, aber diese sind etwas ganz anderes. Ich kam ohne grosse Erwartungen nach Lake Louise, auch weil ich zum ersten Mal hier fuhr. Ich wollte nur die Strecke kennenlernen und später in Val d'Isère und St. Moritz bereit sein. In den ersten beiden Trainings war ich ausserhalb der Top 30, auch deshalb war ich mit dem Top-10-Platz im ersten Rennen schon überglücklich. Die Steigerung, die mir dann gelungen ist, ist unglaublich. Sicher ist sie auch mit etwas Glück verbunden. Dass ich den Lauf so gut herunterbringe, ist alles andere als selbstverständlich.

Gisin und der «Song der Woche»:

Worauf führen Sie die Fortschritte zurück?
Luca (De Aliprandini, ihr Freund und ebenfalls Skirennfahrer - d. Red.) und Marc haben mich über den Sommer gepusht. Mit so fitten Jungs zu trainieren, hilft massiv. Auch dank ihnen fühle ich mich fit und bereit für den Winter. Während der Saison helfen mir Dominique (die Schwester – d. Red.) und die Familie, indem sie oft an den Rennen vor Ort sind.

Gisin mit Freund Luca De Aliprandini

Vor den ersten Speedrennen der Saison nannten sie mit dem Startnummern-Reglement im Hinterkopf die 500-Punkte-Marke als Ziel. Dieses ist nun bereits erreicht.
Die Marke ist wichtig und bedeutet mir auch viel. Man muss sie sich aber erhalten. Vor allem in der Kombination habe ich einige Punkte zu verlieren. Nun hoffe ich, dass ich im Riesenslalom ein paar Mal mit der Nummer 31 starten kann; der «Riesen» ist für mich das Herzstück des Skisports. Abfahrten und Slaloms geniessen aber weiter die volle Priorität. (pre/sda)

Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

Unvergessene Ski-Geschichten

Wie der Ski-Salto zu Didier Cuches Markenzeichen wurde: «Fans glaubten, es war geplant»

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Das sind die 15 Schweizer Olympia-Medaillen von Pyeongchang

Nach einem harzigen Beginn löste sich der Knoten – und die Schweiz holte so viele Medaillen wie erst einmal, vor 30 Jahren in Calgary. 5x Gold, 6x Silber und 4x Bronze: Schweizer Athleten sorgten für erwartete, unerwartete und sogar sensationelle Podestplätze.

Jenny Perret und Martin Rios gehen auf dem Eis nicht zimperlich miteinander um. Auf den Erfolg des Duos, das einst auch privat ein Paar war, hat der raue Umgangston keinen Einfluss. Der Glarner und die Seeländerin gewannen bei der olympischen Premiere des Mixed-Curlings Silber und bescherten der Schweiz die erste Medaille an diesen Spielen.

Beat Feuz war in der Abfahrt als Favorit angetreten und hatte sich selber Gold zum Ziel gesetzt. Entsprechend kam die Freude über die Bronzemedaille beim …

Artikel lesen