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epa07220848 Passengers look at delay information on a display board during a warning strike in railway operations in Germany at Cologne Central Railway Station in Cologne, Germany, 10 December 2018. The Railway and Transport Union (EVG) has called its members to a warning strike after the union declared the negotiations with Deutsche Bahn to have failed on 08 December 2018.  EPA/SASCHA STEINBACH

Reisende am Kölner Hauptbahnhof: Erst im Verlauf des Nachmittags wird der Bahnverkehr in Deutschland wieder geregelt ablaufen. Bild: EPA/EPA

Streik in Deutschland: Bahn stellte Fernverkehr ein ++ Auswirkungen auch nach Streik-Ende 



Die Deutsche Bahn hat heute Morgen wegen der Warnstreiks landesweit den Fernverkehr eingestellt. Betroffen seien ICE- und IC-Züge, sagte eine Bahnsprecherin. Im süddeutschen Bundesland Bayern fahren vorerst gar keine Züge mehr. Auch in Nordrhein-Westfalen ist der Zugverkehr komplett eingestellt worden.

Der für 5.00 bis 9.00 Uhr angekündigte bundesweite Warnstreik lief bereits rund eine Stunde früher an. Die Bahn empfahl ihren Kunden, nach Möglichkeit Reisen auf Dienstag zu verlegen.

Mittlerweile ist der Bahnverkehr wieder angelaufen. Es ist aber weiter mit Einschränkungen zu rechnen:

epa07220852 Passengers wait at the railway track during a warning strike in railway operations in Germany at Cologne Central Railway Station in Cologne, Germany, 10 December 2018. The Railway and Transport Union (EVG) has called its members to a warning strike after the union declared the negotiations with Deutsche Bahn to have failed on 08 December 2018.  EPA/SASCHA STEINBACH

Nichts geht mehr im Fernverkehr. Bild: EPA/EPA

Die Eisenbahn- und Transportgewerkschaft (EVG) hatte angekündigt, mit einem Streik S-Bahnen wie auch Regional- und Fernzüge lahmlegen zu wollen. Die Auswirkungen würden sich voraussichtlich über den Tag hinziehen. Auch die Güterbahn sei betroffen. Vom Karlsruher Hauptbahnhof fuhr nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kein Zug mehr. In Berlin sollten ab 6.00 Uhr alle S-Bahnen ausfallen, hiess es von der Deutschen Bahn.

Regionen unterschiedlich betroffen

Besonders betroffen war davon zunächst Bayern: In dem Bundesland wurde der Zugverkehr nahezu vollständig eingestellt. Auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn fuhren aber noch einige wenige Züge, wie ein DB-Sprecher sagte.

Weitere regionale Schwerpunkte des Streiks waren laut Bahn der Grossraum Mannheim und die Strecke Karlsruhe-Pforzheim in Baden-Württemberg, der Grossraum Essen/Dortmund in Nordrhein-Westfalen, die Strecke Schwerin-Rostock in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Norddeutschland die Strecke Hamburg-Harburg-Cuxhaven.

Die Frankfurter S-Bahn stellte den Betrieb ein. Bei der Berliner S-Bahn erwartete die Bahn einen «flächendeckenden Ausfall».

Erst am frühen Nachmittag sei eine Rückkehr zum normalen Fahrplan zu erwarten, sagte ein EVG-Sprecher. «Wenn der Fahrplan erst einmal durcheinander ist, dauert das eine Weile, bis alles wieder läuft.» Er kündigte weitere Warnstreiks für die kommenden Tage an, sollte die Bahn kein verbessertes Angebot vorlegen.

Warten im Dortmunder Hauptbahnhof

Der Streik hat auch Auswirkungen auf den Strassenverkehr: Focus.de meldet mehr als 650 Kilometer Stau in ganz Deutschland. Alleine im Bundesland Nordrhein-Westfalen staut sich der Verkehr gemäss einer Meldung des WDR auf rund 380 Kilometern.  

Perfektes Timing in Berlin: Auf dem S-Bahn-Netz sind heute Morgen die Lautsprecher-Anlagen ausgefallen:

Auch Verbindungen in die Schweiz betroffen

Die SBB rechnen damit, dass auch die Verbindungen mit der Schweiz betroffen sind. Im Onlinefahrplan weist sie bei den betroffenen Zügen darauf hin, dass aufgrund des Streiks mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen ist.

Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will damit im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen. Am Samstag hatte die EVG die Tarifverhandlungen für rund 160'000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen. Die Gewerkschaft fordert 7.5 Prozent mehr Geld. Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben ein «7-Prozent-Paket» vorgelegt. Lokführergewerkschaft GDL.

Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, wie die Bahn mitteilte. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant. (sda/dpa/afp)

Ein Werbespot spaltet Deutschland:

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 10.12.2018 10:36
    Highlight Highlight Früher war dies nicht möglich, als die Bahn noch komplett in Staatshänden war. Beamte dürfen nicht streiken.
    Tja, es lebe die Privatisierung...
  • sherpa 10.12.2018 10:06
    Highlight Highlight Deutschland, das Norditalien Europas
    • Juliet Bravo 10.12.2018 14:50
      Highlight Highlight Und ich dachte, Norditalien sei das Norditalien Europas? Oder das Deutschland Italiens?
  • Leckerbissen 10.12.2018 09:33
    Highlight Highlight Zum Glück baut Deutschland tolle Autos!
  • öpfeli 10.12.2018 09:31
    Highlight Highlight Neues Tool der Deutschen Bahn
    Ab heute kann jeder schauen, ob sein Zug pünktlich ist.
    Die Bahn hat heute eine neue Seite freigeschaltet:
    http://www.istmeinzugpünktlich.de/
  • khargor 10.12.2018 09:15
    Highlight Highlight Angebot der DB war:
    5.1% Lohnerhöhung in zwei Tranchen, davon kann man die zweite Tranche auch als Freizeitguthaben auszahlen lassen.
    500€ einmaliges Entgeld und 1.1% mehr Geld in die PK der DB.

    Ich gehe mit, dass das Lohnnniveau für die Lf in Deutschland höher werden soll, aber wenn man vom Arbeitgeber alle geforderten Punkte zugesagt kriegt und dann trotzdem in den Streik geht, ist einem nicht mehr zu helfen.
  • rudfudkud 10.12.2018 08:43
    Highlight Highlight Der Streik ist und bleibt nun mal die letzte Waffe der lohnabhängigen Arbeitenden. Natürlich ist es unangenehm, wenn der Montag damit beginnt, dass man sich ein alternatives Transportmittel suchen muss. Löhne für ManagerInnen (die notabene meist kein persönliches finanzielles Risiko für internationale Konzerne tragen) stiegen in den letzten Jahren teilweise ins Unermessliche (bei der DB sind es 900'000€/J. + Zusatzleistungen) - in diesem Kontext ist ein Verhandlungsabbruch auch als Zeichen gegen die immer weiter auseinanderklaffende Lohnschere zu werten und in meinen Augen berechtigt.
  • victoriaaaaa 10.12.2018 08:42
    Highlight Highlight mich würde mal interessieren was sich in der Vergangenheit so gezeigt hat - führen solche streiks beim bahnverkehr wirklich zu den gewünschten verbesserungen oder ist es eh nur völlig sinnlos zu streiken?
  • teha drey 10.12.2018 08:33
    Highlight Highlight Mir wird übel: Ein Streik - wie dieser hier - hat nichts mehr mit Verhandlungen oder Arbeitskampf zu tun. Das ist nichts anderes als eine miese Erpressung. Ich denke an einen Vater, der zum Geburtstag seiner Tochter zu Hause sein will oder an einen Sohn, der zu seiner Mutter, die im Sterbe liegt, nach Hause muss oder der Geschäftsmann, der zu seinem "Letzte-Chance"-Gespräch muss. Und all dies wird durch solche Aktionen kaputt gemacht. Das wird alles mal auf die Bähnler zurück fallen. Hoffe ich.
    • Dr. Zoidberg 10.12.2018 09:00
      Highlight Highlight hm, wann sollen die bahnangestellten denn sonst streiken? früher (damals, als alles besser war) waren die mal verbeamtet und durften nicht streiken. paradiesische zeiten für väter, söhne und pleitiers. blöderweise hat man halt die bahnbeamten irgendwann mal abgeschafft, seitdem sind das normale angestellte, die zudem noch scheisse bezahlt werden (ein schaffner verdient weniger als ein kassierer beim aldi und hat miesere arbeitszeiten). wenn ich so dramatische, wichtige termine habe, werde ich wohl eine andere reisemöglichkeit finden. ansonsten wars wohl doch nicht so wichtig.
    • JimKnopf666 10.12.2018 09:17
      Highlight Highlight Ich denke an Rechnungen, welche die Bähnler nicht mehr bezahlen können, betrieben werden und die Kinder von den Bähnler darum von weniger sorgenfreien Weihnachten "profitieren".
    • ingmarbergman 10.12.2018 09:30
      Highlight Highlight Das ist ja genau der Sinn von Streik - dass es wehtut.
      Ein Streik von 3-4 Uhr Nachts würde niemandem wehtun und entsprechend auch nichts bewirken..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bits_and_More 10.12.2018 08:25
    Highlight Highlight 7% mehr Lohn ist deutlich über der Inflationsrate in DE. Auch deutlich über dem durchschnittlichen Anstieg der Reallöhne.
    Die Ticketpreise wurde auch um viel weniger erhöht, als 7%. Wenn also nicht mehr Geld eingenommen werden kann, muss mehr Geld eingespart werden, z.B. durch Entlassung von Personal oder weniger Wartung / Inventionen. Ob das Langfristige eine bessere Zukunft bringen soll, wage ich mal stark zu bezweifeln.
    • Kieran Murphy 10.12.2018 09:06
      Highlight Highlight Blödsinn. Hier die Fakten:

      Der Konzerngewinn der Deutschen Bahn betrug 2017 2.15 Milliarden (!!!) Euro. Würde der auf die 320'000 Mitarbeitenden verteilt, wären das 6'700.- Euro pro Mitarbeiter.

      Der Durchschnittslohn bei der DB wird bei rund 50'000.- Euro liegen (sehr grosszügig geschätzt). 7.5% Lohnerhöhung wären also 3'750.- pro Person, das wäre knapp die Hälfte des Gewinns.

      Der Rest, also rund eine Milliarde (!!!) könnten immer noch an Aktionäre und Management verteilt werden, ohne dass Einsparungen bei Personal oder Wartung notwendig sind.
    • Dr. Zoidberg 10.12.2018 09:16
      Highlight Highlight jaja, bla. neoliberaler dummschwatz.

      die db hat 2017 kaum gewinn (nur gut 2 milliarden €) gemacht und erwartet auch nicht, dass selbiger im 2018 um rd. 10% wächst. die db zahlt überdurchschnittliche gehälter (natürlich nicht ganz so viel, wie spitzenverdiener wie "kassierer im einzelhandel" bekommen) und es ist auch nicht so, dass überzeit ans gehalt gekoppelt sind (wenn dein gehalt steigt, wird deine überzeit automatisch entsprechend weniger. würde niemand machen!)

      die db spart seit jahren auf kosten der mitarbeiter und der infrastruktur. hat natürlich nichts mit vorstandsboni zu tun,
    • Bits_and_More 10.12.2018 09:58
      Highlight Highlight Und die Schulden der DB liegen bei rund 20 Mia. Euro, der Steuerzahler musste die DB 2016 stützen.
      So rosig geht es der DB also nun auch wieder nicht als das sie mit Geld um sich werfen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 10.12.2018 07:56
    Highlight Highlight es fährt kein Zug nach Irgendwo....

    das Vertrauen in die Deutsche Bahn wird nicht gerade gestärkt. wohl wieder einige Tausend, die aufs Auto umsteigen...
    • Gopfridsenkel 10.12.2018 10:23
      Highlight Highlight Mein Vertrauen in die Deutsche Bahn wird von einer solchen Aktion nicht mal ansatzweise in Mitleidenschaft gezogen. Wie im Artikel zu lesen ist, wurden die Verhandlungen seitens DB auf normalem Niveau geführt (ihr wollt 7.5%, wir geben euch 7%). Wenn das Anlass für einen Streik gibt, geht eher mein Vertrauen in die Gewerkschaft flöten, die das Prinzip von Verhandlungen wohl nicht verstanden haben.
  • Quecksalber 10.12.2018 07:55
    Highlight Highlight Von 7,5% mehr Lohn können die meisten nur träumen. Dafür muss man schon ein Verkehrssystem als Druckmittel haben. Wieso dürfen die überhaupt streiken?
    • Kanih 10.12.2018 09:09
      Highlight Highlight Weils keine Beamten sind?
    • Kieran Murphy 10.12.2018 09:09
      Highlight Highlight Streik ist gesetzlich geregelt. Die Löhne in Deutschland sind im Vergleich zur Produktivität lächerlich tief, die negativen Folgen davon spürt ganz Europa (auch die Schweiz), da Deutschland dadurch seine Wettbewerbsfähigkeit künstlich hoch hält.
  • MaskedGaijin 10.12.2018 07:48
    Highlight Highlight Ein Warnstreik von 5.00 bis 9.00 Uhr. Dafür hat die SNCF nur ein müdes lächeln übrig.
  • zettie94 10.12.2018 07:46
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, die streiken wegen einem halben Prozent weniger Lohnerhöhung?
    • Lord_Curdin 10.12.2018 08:13
      Highlight Highlight Höchstwarscheinlich war im 7% Packet noch eine Stunde mehr Jahresarbeitszeit, und das stört dann ja vielleicht genung
    • therationalist 10.12.2018 08:20
      Highlight Highlight Ich glaube es geht um rund ein Prozent, da die DB den Vertrag über 29 Monate statt geforderten 24 Monaten seitens EVG angeboten hat. (Quelle: Spiegel)
    • loquito 10.12.2018 08:22
      Highlight Highlight 10-20 Euro mehr oder weniger entscheidet oft darüber obs für eine Woche Ferien im Jahr reicht oder nicht... Können sie vielleicht nicht vwrstehen, iat aber so...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Muselbert Qrate 10.12.2018 07:06
    Highlight Highlight Zum Glück haben wir in der Schweiz die Gewerkschaften im Griff!
    • Purscht 10.12.2018 08:52
      Highlight Highlight Falsch. Zum Glück haben in der Schweiz die Gewerkschaften im Öffentlichen Verkehr einen brauchbaren GAV ausgehandelt. Wer soll den deiner Meinung nach die Arbeitnehmer vertreten?
    • Kieran Murphy 10.12.2018 09:12
      Highlight Highlight Ich nehme an, dass Sie entweder Inhaber einer Firma oder gegen eigene Lohnerhöhungen sind.
  • LarsBoom 10.12.2018 06:45
    Highlight Highlight Immer diese SBB 😡
    • sunnigs Türkis 10.12.2018 07:16
      Highlight Highlight Warum SBB? Es geht im Artikel um die Deutsche Bahn!!!
    • öpfeli 10.12.2018 07:40
      Highlight Highlight Ja, die liebe SBB hat wirklich nichts im Griff.
      Immer diese Verspätungen, Störungen und und und.
      Kaum auszuhalten! Da hätte ich viel lieber die deutsche, streikende Bahn!

    • Ueli_DeSchwert 10.12.2018 07:48
      Highlight Highlight Not sure if sarcasm or dumb... 🤔
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