Bundesrat
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Er geht: Bundesrat Schneider-Ammann tritt spätestens 2019 zurück

27.04.18, 04:41 27.04.18, 13:41

Nach Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) will auch Johann Schneider-Ammann (FDP) spätestens im Herbst 2019 aus der Landesregierung zurücktreten. Dies kündigte der 66-jährige Wirtschaftsminister in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Freitag an.

«Ich habe einen klaren Orientierungspunkt: Legislaturende 2019», sagte der Berner Bundesrat. Die laufende Legislatur werde sicher seine letzte sein.

Er sei einst als Bundesrat angetreten, um mitzuhelfen, die Vollbeschäftigung im Land zu sichern, die Industrie in der Schweiz zu halten und seine Partei dabei zu unterstützen, die Talsohle zu durchschreiten. Heute sei die Beschäftigung so gut wie noch nie, die Industrie stark und die FDP im Aufwind.

Johann Schneider-Ammann tritt ab. Bild: KEYSTONE

Alles in allem hätte er bereits abtreten können. Aber er wolle in der Agrarpolitik mit den Bauern noch etwas Gutes auf die Beine stellen.

Freihandelsabkommen und Youtube-Hit

Schneider-Ammann ist seit 2010 Bundesrat. Er wurde als Nachfolger des ebenfalls Freisinnigen Hans-Rudolf Merz in die Landesregierung gewählt. Der ETH-Elektroingenieur steht dem Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung vor. 2016 war er Bundespräsident.

Als Meisterstück seiner Amtszeit gilt etwa das Freihandelsabkommen mit China. Daneben hatte er zahlreiche unpopuläre Dossiers anzupacken, darunter die ihn immer noch beschäftigende Landwirtschaftsreform. In den Krisenjahren fiel er mit demonstrativer Distanz zu den Banken und seinem Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz auf.

SP wünscht koordinierten Rückzug von Schneider-Ammann und Leuthard

Bei der SP überrascht die Ankündigung von Schneider-Ammann nicht. Sie wünscht sich, dass der Wirtschaftsminister und Doris Leuthard, die schon 2017 angekündigt hatte, dass die laufende Legislatur ihre letzte sei, ihre Rücktritte koordinieren.
Eine solche Koordination sei zwar nicht zwingend, tue aber dem Kollegium gut, sagte Parteipräsident Christian Levrat. Umgekehrt stehe es aber den Parteien nicht zu, Bundesratsmitgliedern vorzuschreiben, wann sie zu gehen hätten.
Die Ankündigung Schneider-Ammanns nannte der SP-Präsident auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA «No News». Nicht beantwortet habe der Freisinnige die Frage, ob er schon vor dem Ende der Legislatur Ende 2019 gehe. Ein vorzeitiger Rücktritt Schneider-Ammanns würde es in seinen Augen zulassen, den Bundesrat zu «dynamisieren». (sda)

Schon als Unternehmer und Nationalrat hatte er sich eher als Netzwerker denn als Redner hervorgetan. Als Bundesrat verhedderte er sich oft in einen umständlichen Duktus. Die Ansprache des Bundespräsidenten 2016 zum Tag der Kranken missriet derart, dass sie zum Youtube-Hit avancierte.

«Rire, c'est bon pour la santé.»

Video: YouTube/ConvivaPlus.ch

Bevor er in den Bundesrat eintrat, war der zweifache Familienvater und Oberst im Generalstab Nationalrat. Als Präsident des Maschinenbauunternehmens der Familie seiner Frau Katharina Schneider-Ammann galt er als ein respektierter Wirtschaftsführer. Seine Familie gehört zu den reichsten des Landes.

Erneuerung im Bundesrat

Schneider-Ammann ist bereits der zweite amtierende Bundesrat, der seinen Rücktritt auf spätestens Ende der laufenden Legislatur angekündigt hat. CVP-Bundesrätin Doris Leuthard sagte bereits Mitte 2017, die laufende Legislaturperiode werde ihre letzte sein. Einen genauen Zeitpunkt für ihre Amtsniederlegung nannte sie allerdings noch nicht.

SVP-Bundesrat Ueli Maurer – nach Leuthard der amtsälteste Bundesrat – erklärte derweil in Interviews, dass er 2019 als 69-Jähriger erneut zur Wahl antreten und für eine weitere Legislatur im Amt bleiben wolle. (sda)

SVP kritisch

SVP-Fraktionschef kritisiert Rücktrittsankündigungen ohne DatumSVP-Fraktionschef Thomas Aeschi verweist auf die Frage, ob Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard nach ihren Rücktrittsankündigungen gemeinsam zurücktreten sollten, auf die Entscheidungsfreiheit der Bundesräte. Er kritisiert aber das Vorgehen, Rücktrittsabsichten ohne Datum anzukündigen.
«Das ist etwas zur Unsitte geworden», sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur SDA. Und: «Das führt zu lame-duck-Bundesräten, bei denen alle nur noch darüber spekulieren, wann sie denn nun gehen.» Bei Leuthard sei diese Frage nach der No-Billag-Abstimmung im Raum gestanden, und sie stelle sich erneut vor den Sommerferien.

Video: watson/Renato Kaiser

Das könnte dich auch interessieren:

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
71
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Husar 27.04.2018 13:46
    Highlight Was lange währt, wird endlich gut.
    2 1 Melden
  • Peter Muster 27.04.2018 11:41
    Highlight Johann Schneider-Ammann
    +Als Meisterstück seiner Amtszeit gilt das Freihandelsabkommen mit China+

    hätte zu diesem zeitpunkt jeder geschafft –
    ohne kritik. menschenrechte. totale überwachung.
    totes strafe für politisch anders denkende!

    +In den Krisenjahren fiel er mit demonstrativer Distanz zu den Banken und seinem Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz auf+

    genau. darum hat JSA
    +legal+ fast 300-kisten auf ein offshore-konto geponkt

    Johann Schneider-Ammann
    profilierte sich durchgehend zum schlechtesten bundesrat aller zeiten
    13 6 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 27.04.2018 17:39
      Highlight Widerspruch: Merz hat ihn unterboten. Teurer und das Volk angelogen, hat vor Ihm noch kein anderer Bundesrat! Die USR III bleibt unvergessen!! Ammann hat wenigstens in allen Richtungen wenig bewegt.
      3 0 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 19:21
      Highlight Da kenne ich zwar noch einen Anderen.
      Der wurde sogar abgewählt!
      1 1 Melden
  • rundumeli 27.04.2018 10:31
    Highlight was wird von schneider-ammann zurückbleiben ?
    gute frage !
    17 4 Melden
    • Husar 27.04.2018 13:47
      Highlight nichts wäre eine positive Bilanz
      5 1 Melden
    • Fabio74 27.04.2018 18:19
      Highlight @Husar Woher kommt dieser abartige Hass? Dieses widerwärtige Bashing?
      Warum bist zu feige den Job zu machen?
      0 4 Melden
  • zialo 27.04.2018 10:04
    Highlight Neben all den Defiziten von Johann Schneider en Panne wird mir seine Bewilligungspraxis bei Kriegsmaterial besonders unvergessen bleiben.

    Syrien vergasste 2012 seine Bevölkerung mit Sarin, 2013 erliess die EU ein Exportverbot für hochreines Isopropanol und 2014 bewilligte das SECO unter seiner Leitung just die Lieferung dessen. Mit tragischen Folgen für tausende Menschen.
    17 7 Melden
    • Sophia 27.04.2018 11:54
      Highlight Natürlich auch JSA's "Steueroptimierung" wird uns im Gedächtnis bleiben!
      12 3 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 19:19
      Highlight @ Sophia
      Oder: Freihandel und Export-Förderung mit Syrien.
      2 0 Melden
  • Roterriese 27.04.2018 10:02
    Highlight Bitte noch Sommaruga!
    17 33 Melden
    • Sophia 27.04.2018 11:55
      Highlight Weshalb sollte die ausgerechnet die Beste gehen?
      14 11 Melden
    • Roterriese 27.04.2018 12:16
      Highlight Die Beste? Ernsthaft 😂? Schon nur das Eritreadebakel wäre Grund genug
      7 9 Melden
    • Sophia 27.04.2018 13:59
      Highlight Fehler machen alle Menschen, wenn du jeden gleich zum Teufel schicken wolltest, wärest selbst du beim Kohleschaufeln!
      Allein die Steueroptimierung des JSA oder die Mauresohnvertuschungsmanöver oder der Parmelin Trik mit der Kampfflugzeugbeschaffung wäre Gründe, diese zu entlassen und dabei geht es um Betrug, Beschiss und Bosartigkeit. Die Somma hat wenigstens noch aus Menschlichkeit gehandelt. Sie ist und bleibt weitaus die Beste im BR! Das kannst du lange reden!
      5 3 Melden
  • Marlon Mendieta 27.04.2018 09:45
    Highlight 💤💤💤Das ist für Ammann-Verhältnisse schon fast ein spontaner Sofortrücktritt 💤💤💤
    22 1 Melden
  • Snowy 27.04.2018 09:37
    Highlight Endlich!

    Liebenswerte und lustige Schweizer Cliché Opa-Figur hin- oder her: Dieser Mann soll unser Land kompetent vertreten und nicht Clicks auf youtube generieren.
    Kann mir niemand sagen, dass der bei aktuellen Themen wie Netzsperren, Freihandelsabkommen noch den Durchblick hat.
    13 4 Melden
    • Sophia 27.04.2018 11:57
      Highlight Ja, hat er! Am besten blickt er bei Steueroptimierungen durch! Da ist er so richtig gut drin! Man kann ja nicht gleich überall gut sein!
      10 2 Melden
  • rodolofo 27.04.2018 08:44
    Highlight Zeit für ein erleichtertes "Rire de Bon Coeur"...
    20 4 Melden
  • The truth is out there 27.04.2018 08:36
    Highlight Einer der wohl ungeschicktesten rethorischen Bundesräte alles Zeiten. Endlich geht er
    25 26 Melden
    • ubu 27.04.2018 09:09
      Highlight Rhetorische Unbeholfenheit macht Bundesräte oft auch sympathisch. Kritisiere die Leute doch wegen dem, was sie tun, nicht wegen der Art, wie sie sprechen. (Vor allem, wenn Du bei "rhetorisch ungeschickt" selbst sowohl das h, wie auch die Worte verdrehst ...)
      41 6 Melden
    • zialo 27.04.2018 10:34
      Highlight Ich hatte den Eindruck, er sei ein einfach gestrickter Machtmensch mit Komplexen, beschränkten Fähigkeiten und ausschschaltbarem Gewissen. Aber da er schlecht reden kann, findet man ihn in der Deutsschweiz sympathisch??
      5 10 Melden
    • swisskiss 27.04.2018 10:39
      Highlight ubu: Bin nicht der Meinung, dass die seiner Aussage zufolge grösste Leistung seines Wirkens als Bundesrat, dass Freihandelsabkommen mit China so positiv zu bewerten ist.

      Nicht nur aus der Sicht der völligen Ignorierung von Menschenrechts- Arbeitsrechts und Umweltstandards, sondern auch dem freien Zugang zum Schweizer Markt ohne gleichwerige Rechte für Schweizer Firmen in China.

      Die Auswirkungen dieses Abkommens sind auch die massiv gestiegene Anzahl von Uebernahmen Schweizer Firmen durch chinesische Investoren.
      12 5 Melden
    • ubu 27.04.2018 10:59
      Highlight @swisskiss: Fair enough! Inhaltliche, sachliche Kritik. Um unser aller Roschee zu zitieren: "Findi guet!"
      3 2 Melden
  • pun 27.04.2018 08:30
    Highlight Vielleicht haben wir diesmal ja Glück und kriegen wieder einen aufrechten Liberalen wie Burkhalter.
    16 17 Melden
    • Peter Silie (1) 27.04.2018 09:58
      Highlight ..ich dachte die SP hätte nur ein Anrecht auf 2 Bundesräte.. bitte nicht noch mal einen Trojaner.
      6 15 Melden
    • Sophia 27.04.2018 12:02
      Highlight Das ist leider so, Silie (1), 7 SP-Bundesräte wären mir vielleicht auch zu viel, 6 würden mir völlig genügen! Parmi, Maurer, JSA sind doch absolute Nieten, die gibt es zwar bei der SP auch, sind dort aber Exoten, hier die Regel.
      6 6 Melden
    • pun 27.04.2018 12:13
      Highlight Nicht jeder der vernünftig ist, ist in der SP oder ein SP-Trojaner, das wäre ja ein schampares Armutszeugnis. 😘
      6 0 Melden
    • swisskiss 27.04.2018 18:25
      Highlight JEDE Bundesratswahl ist eine Kompromislösung, die den verschiedenen Interessen und Anspüchen gerecht werden muss.

      So werden kaum die Besten, Fähigsten oder im Sinne der Partei Politisierenden gewählt, sondern die den Ansprüchen der Mehrheit der Parlamentarier an Geschlecht, Sprache, Kanton und Teamfähigkeit gerecht werden.

      Wie es ausgeht, wenn man ein starkes Alphatier wählt, dass nur im Sinne der Partei handelt und sich nicht an die Verfassung hält (Kollegialitätsprinzip Art. 177 BV) hat das Beispiel Blocher deutlich gezeigt!

      0 0 Melden
    • Sophia 27.04.2018 20:18
      Highlight pun, für wen? Und weshalb schreibst du so unmständlich? "Nicht jeder Vernünftige ist in der SP", wäre doch viel verständlicher und ein Komma zwischen Jeder und der hättest du dann gar nicht benötigt.
      Nicht jeder Vernünftige ist in der SP, aber alle oder fast alle in der SP sind vernünftig, das wäre mathematisch und thematisch ziemlich gut formuliert. ;-) Und keinem müsste ein "schampares Armutszeugnis" ausgestellt werden.
      Oh Gott, wie schön ist doch der einfache Gedanke!
      0 1 Melden
    • pun 27.04.2018 20:47
      Highlight Sorry Sophia, ich wusste nicht, dass das hier ein Deutschtest wird!

      Es wäre ein Armutszeugnis für die Gesellschaft, wenn alle Vernünftigen in derselben Partei wären. Dann wirds schnell mal autoritär und blöd.

      Ich steh halt auf Pluralismus, aber der ist zurzeit ziemlich frustrierend, weil bei der bürgerlichen Mehrheit grad echt selten mit Vernunft zu rechnen ist und alles links von der SP praktisch inexistent oder sich ganz schlecht verkaufend.

      1 0 Melden
  • Graustufe Rot 27.04.2018 08:19
    Highlight Welche Talsohle wollte BR Schneider-Ammann denn "durchschreiten"? Seine runden Tische werden mittlerweile boykottiert, weil sie erfahrungsgemäss nichts bringen. Es wird nur den ausländischen Grossinvestoren (die das Personal gleich selber mitbringen und keine Steuern zahlen) und Immo-Spekulanten in die Hände gespielt. Bankenregulierung um den nächsten Zusammenbruch hinauszuzögern? uhuh geht gar nicht, gefährdet Arbeitsplätze. Und das Freihandelsabkommen mit China wird zur schleichenden Bedrohung. Unsere Innovationen, die Früchte unserer Arbeit wandern ab nach Fernost!
    39 15 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 08:49
      Highlight VR China, der Neo-Kommunistische Big Brother - Überwachungsstaat par éxcellence!
      Und Unser JSA ist immer für ein Lächeln zu haben gegenüber dem "Land des (falschen) Lächelns"!
      Ein hauseigenes Beispiel für ein "Rire den Bon Coeur" (falls dieses nicht gelogen ist).
      16 9 Melden
    • Peter Silie (1) 27.04.2018 10:00
      Highlight China und Kommunistisch? Das einzig rote bei den Parteigenossen dürfte wohl der Ferrari in der Garage sein.
      6 3 Melden
    • Sophia 27.04.2018 12:12
      Highlight Nein, China ist nicht kommunistisch, China ist eine Oligarchie, die von ca. 90 Millionen KP-Mitgliedern beherrscht wird, also von so ungefähr 0.9% der Bevölkerung! Aristo- oder Ochlokratie, das kannste dir aussuchen!
      5 1 Melden
    • opwulf 27.04.2018 12:41
      Highlight Sophia: Nenne mir doch bitte einen einzigen kommunistischen Staat in der Geschichte, wo es keine priviligierte Führung (Leitung, Parteioberen oder wie sie alle hiessen) gab. Der heutige Kapitalismus ist auch mehr eine Abwandlung des orthodoxen Ursprungskapitalismus, trotzdem verlangst du hier keine Unterscheidung, weil er nicht mehr der Ursprungsphilosophie entspricht. In Theorie ist es meistens gut gemeint, jedoch korrumpiert die Macht in der Realität immer. Egal welches System, alsbald Wenige über Viele entscheiden dürfen, frisst die Revolution, früher oder später, ihre eigenen Kinder.
      8 1 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 14:28
      Highlight Ich schliesse mich "opwulf" an.
      Der REAL EXISTIERENDE Kommunismus ähnelt einer Kriegswirtschaft mit Verteilmarken durch eine militarisierte Gesellschaft.
      Der "Demokratische Zentralismus" Lenins führte zu einem Kommando-System, bei dem von Oben nach Unten entschieden und ausgewählt wurde, durch die sogenannte "Kommunistische Avant Garde", was wiederum nicht Anderes heisst, als dass im Staat der Gleichen und Gleichmacher einige "gleicher als die gleichen" waren.
      Alle Degenerationen der "Verratenen Revolutionen" waren also im Grunde schon von Beginn weg mit angelegt!
      ...
      2 0 Melden
    • Sophia 27.04.2018 20:00
      Highlight Das haste sehr schön geschrieben, obwulf. Ich habe wo keine Unterscheidung von was verlangt und wie soll ich einen kommunistischen Staat nennen, wenn es doch gar keinen geben kann? Und Sätze, die keinen Sinn ergeben, wie diesen: "Der heutige Kapitalismus ist auch mehr eine Abwandlung des orthodoxen Ursprungskapitalismus, trotzdem verlangst du hier keine Unterscheidung, weil er nicht mehr der Ursprungsphilosophie entspricht." kann ich nicht kommentieren. Was soll denn das heissen: "Der Ursprung entspricht nicht mehr der Ursprungsphilosophie?" Wer nicht lesen kann, kann auch nicht schreiben!
      0 1 Melden
    • Sophia 27.04.2018 20:02
      Highlight Rodolofo, du schreibst doch sonst nicht solchen alten Kaffee... Bist du nicht in Form?
      0 0 Melden
    • Sophia 27.04.2018 20:28
      Highlight opwulf, wie könnte etwas kommunistisch sein, das von einer klitzkleinen Minderheit regiert wird? Kommunismus bedeutet doch, Herrschaft des Proletariats und nicht des Minimalsatzes von 0.9%. Nenne mir bitte einen kommunistischen Staat, der vom Proletariat regiert wird und du erhälst von mir den "Orden für besonders schlaue Fragen".
      1 0 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 22:27
      Highlight @ Sophia
      Als Jung-Revolutionär stellte ich dem Guru unserer lokalen Aktivisten-Gruppe sehr viele Fragen.
      Und er hatte auf alle diese Fragen auch Antworten parat:
      Beispiel:
      Ich: Wie soll denn das funktionieren, wenn die Arbeiter eine Fabrik übernommen haben und sie gemeinsam leiten und organisieren sollen?
      Er: Du bist halt so ein richtiger Schüler, nicht wie wir Arbeiter-Lehrlinge!
      Das sehen wir ja dann!
      (Probieren geht über studieren)
      Heute würde ich sagen:
      Zu viel hin und her überlegen kann tatsächlich lähmen.
      Aber wenigstens ein wenig überlegen sollte man schon, vor einer Revolution...
      2 0 Melden
    • Sophia 28.04.2018 08:49
      Highlight Lieber Rodolofo, es gibt sie, die Unternehmen, die in der Hand ihrer Angestellten und Mitarbeiter sind und bestens funktionieren. Z.B. die Mondragón Corporación Cooperativa im Baskenland, oder die Bank für Gemeinwirtschaft in Frankfurt, die auch in der grössten Bankenkriese nie ins Wanken geriet. Aber das will man nicht, da man mit solchen Unternehmen kein Dividenden, und keine Heuschrecken-Geschäfte und keine Abgasskandale machen kann, weil sie vor Augen führen, wie man auch auf ehrliche Weise gutes Geld verdienen kann. Als Einzelerscheinungen lässt man sie am Leben.
      1 0 Melden
    • opwulf 28.04.2018 12:59
      Highlight Sophia: Danke für die Blumen. Gibt es in deinen Augen in dem Fall auch keine Demokratie? Die Volksherrschaft (altgriech.Bedeutung) ist nur in repres. Form durch Wenige Realität. Betreffs des Kapitalismus, war meine Moral diese, dass nicht der freie Markt spielt, sondern die Verbindungen & Seilschaften zwischen Finanz & Politik über Erfolg entscheiden. Die sogenannten Kommunistischen Republiken hatten evtl mehr mit dem Blanquismus zu tun als mit den Grundsätzen von Marx&Engels. Der puritane Kommunismus a la Sophia hingegen, würde mit Kleinstkommunen, jedoch nicht mit Staaten funktionieren.
      1 1 Melden
    • rodolofo 28.04.2018 14:10
      Highlight @ Sophia
      Auch die Spatz Camping AG in Zürich ist ein gelungenes Beispiel für einen selbstverwalteten Betrieb!
      Die Genossenschaft, in der ich engagiert bin, ist hingegen ein Beispiel für eine "Verratene Revolution" im Kleinen.
      Schon in den Gründerzeiten, als noch das Kollektiv mit den gleichen Löhnen idealistisch Pionierarbeit leistete, waren gewisse Mitglieder dieses Kollektivs besser mit anderen erzieherischen Machtmenschen der Genossenschaft vernetzt. Sie setzten sich an die Spitze einer sogenannten "Professionalisierung".
      Und heute bieten sie neue Anteilscheine mit Dividende an...
      2 0 Melden
    • Sophia 29.04.2018 02:50
      Highlight rodolofo, man kann die Gesellschaftsordnung nicht einfach an ein paar gelungenen oder misslungenen Beispielen rechtfertigen oder ablehnen, es endet meistens so, wie in Orwells Farm der Tiere. Auch der reinste Kollektivbetrieb braucht eine Hierachie, nur sollte diese von der Belegschaft selbst kommen. Meine Vorstellung von einer Gesellschaft ist eine humane und gerechte und vor allem eine, die nicht sinnlos Resourcen verschleudert und die Umwelt zerstört. Die Flüchtlingsproblematik z. b. ensteht exakt aus unseren kapitalistischen Fehlern.
      1 0 Melden
    • rodolofo 29.04.2018 07:32
      Highlight @ Sophia
      Gute Überlegungen stellt diesbezüglich Cédrique Wermuth an:
      im Tages Anzeiger von gestern:
      "Wir brauchen eine Revolution"
      SP-Nationalrat Cédrique Wermuth glaubt wie Marx, dass der Sozialismus die Zukunft ist. Er glaubt auch, dass die Digitalisierung mehr Gerechtigkeit schaffen kann: mit einer SRG fürs Internet.
      In der Schweiz sind wir mit einer MISCHUNG aus Service Publique, Privatwirtschaft, Vereinen, Genossenschaften, etc. und Direkter Demokratie sehr vielversprechend unterwegs!
      Die besten Vorbilder finden wir in der Natur!
      Darum ist mein Fixstern der "ÖKO-Sozialismus".
      1 0 Melden
    • opwulf 29.04.2018 16:10
      Highlight Kennt ihr Jaque Frescos Venus Projekt? Kommt dies dem Öko-Sozialismus nahe, der dir vorschwebt Rodolofo? Wenn wir wirklich eine gerechtere Welt für Alle erschaffen wollen, dann müssen wir sehr vieles in dieser Welt verändern, dies beinhaltet auch unsere Privilegien und dass wir bei vielen aus unseren Komfortzonen heraus kommen. Es hätte genug Ressourcen für Alle, wenn wir sie endlich verantwortungsvoll nutzen würden.
      2 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 27.04.2018 07:58
    Highlight Johann Schneider-Ammann ist ein wesentlich besserer Bundesrat, als es seine «Redekünste» erahnen lassen. Und er war und ist auch einer, der sich im Bundesrat - anders als in der Öffentlichkeit - gut zu verkaufen weiss und mit Argumenten nicht nur überzeugt, sondern sich bei den BR-Sitzungen auch durchsetzen kann.

    Irgendwann ist aber für jeden die Zeit gekommen, um zu gehen. Bei Johann Schneider-Ammann ist dies jetzt der Fall. Er zählt für mich aber definitiv zu den guten Bundesräten.
    36 25 Melden
    • Graustufe Rot 27.04.2018 08:23
      Highlight Er sei als Bundesrat angetreten, um die Industrie in der Schweiz zu halten. Getan hat er dann allerdings das Gegenteil davon! Beschwichtigungen, Ankündigungen in Richtung Wahlvolk. Hintenrum eine knallharte neoliberale Politik! Diktiert zum Teil von seinem Generalsekretär.
      30 9 Melden
    • Sophia 27.04.2018 20:21
      Highlight Gut Graustufe, dazu kommt aber noch der Verkauf CH- Knowhow's an die Chinesen des kurzfristigen Erfolges wegen. Nein, beim JSA bin ich mir ganz sicher, so wie er redet, so ist er auch: schlicht.
      0 0 Melden
  • N. Y. P. 27.04.2018 07:33
    Highlight Ist das zufällig im Bild ?
    Jemand in Jubelpose, während unten der Titel

    Er geht: Bundesrat Schneider-Ammann tritt spätestens 2019 zurück

    steht.

    Item.

    Herr Bundesrat Schneider - Amman, recht herzlichen Dank für die bisher geleistete Arbeit. Bleiben Sie gesund und schreiten Sie weiterhin voller Tatendrang vorwärts.
    62 30 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 27.04.2018 17:35
      Highlight Gesund ja. Den Rest, nein. Viel hat er nicht für die Schweiz getan. Blass blieb er die ganze Zeit.
      1 0 Melden
  • G-Man 27.04.2018 07:30
    Highlight Habe mich heute morgen schon im Radio gefragt ob die Bezeichnung "Das Video missriet dermassen" wirklich die korrekte Aussage ist. Das war doch so gewollt und hatte genau den Effekt den man erreichen wollte. Kann man hier von missriet sprechen? Oder Missriet es weil es eigentlich lustig war aber das viele Leute nicht checkten?
    8 6 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 08:50
      Highlight Bist Du ein Politiker?
      5 4 Melden
    • G-Man 27.04.2018 09:31
      Highlight Nein. Ich sehe es nur realistisch oder von der Marketing Seite her. Wenn er die Ansprache ganz normal gehalten hätte wäre es unlustig und langweilig gewesen. Nach 1 Minute vergessen. Wie soll man sowas also verpacken, damit die Leute drüber reden? Man konnte darüber Lachen (C'est bon pour la sante) und redet noch immer darüber. Medienpräsenz Top. Aus meiner Sicht war es ein voller Erfolg.
      2 2 Melden
    • rodolofo 27.04.2018 14:40
      Highlight Du willst mir also sagen, Johann Schneider-Amann spiele nur den Belämmerten, der mühsam in seinem unaufgeräumten Hirnkasten herumsucht, nach anderen Worten fürs Gleiche, und dass Johann Schneider dabei absichtlich züngelt, um komisch rüberzukommen?
      Erzähl das doch einem FDP'ler!
      1 0 Melden
  • Clife 27.04.2018 07:27
    Highlight Sehr volksrepräsentantisch, wenn nur 65+-jährige den Bundesrat ausmachen.
    34 16 Melden
  • lily.mcbean 27.04.2018 07:26
    Highlight Herr Ueli Maurer: treten Sie zurück, wir brauchen junge und frische Kräfte im BR. Nicht noch mehr Greise.
    127 19 Melden
    • Graustufe Rot 27.04.2018 08:27
      Highlight Dann sollen sie aber vorher das "Ruhegeld" für zurückgetretene Bundesräte streichen! Sonst hätten wir bald ein Heer von 50-Jährigen Altbundesräten, die fürs Nichtstun 200'000 Fr. p.a. kassieren. Für die Altbundesräte ist das bedingungslose Grundeinkommen somit schon Wirklichkeit.
      15 6 Melden
    • lily.mcbean 27.04.2018 09:10
      Highlight Wenn die Ruhegeld kriegen will ich auch! *aufdenbodenstampf*
      11 3 Melden
    • Luca Brasi 27.04.2018 09:56
      Highlight Also ich bin für alte Leute in der Politik. Die haben etwas, was die Grünschnäbel nicht haben: Nämlich Lebenserfahrung. Zudem liebäugeln Leute, die im Bereich des Rentenalters liegen, nicht so sehr mit Managerposten nach ihrer Bundesratskarriere. Ausserdem wird unsere Gesellschaft sowieso immer älter, weswegen gerade darum im Sinne der Repräsentation der Bevölkerung die Bundesräte auch älter sein müssten. Zudem ist das heutige 65 nicht mehr das gleiche wie vor 30 Jahren. ;P
      5 4 Melden
    • lily.mcbean 27.04.2018 12:28
      Highlight Ich wünschte mir das möglichst alle Altersklassen und Geschlechter vertreten wären. Wenn man mal 70 ist sollte man für frisches Blut platz machen.
      Aber ja Herr Brasi der Bunga Bunga Chef ist ja sooooo weise und voller Lebenserfahrung :)
      2 0 Melden
    • Luca Brasi 27.04.2018 13:30
      Highlight @lily.mcbean: Ich hoffe aber nicht, dass Sie mit allen Altersklassen auch völlig unerfahrene frische Schulabgänger meinen, die ihren Lebensunterhalt momentan noch mit dem Verkauf von Tacos bestreiten. :P
      2 0 Melden
    • lily.mcbean 27.04.2018 16:02
      Highlight Nur weil wir in dem Alter doof waren sind es doch noch lange nicht alle ;)
      Aber nein ich dachte hier achon eher an ü20.
      1 0 Melden
  • Randreeh 27.04.2018 07:17
    Highlight Der stille "Schaffer", auch so kann man Politik machen. ich denke er jetzt vieles sehr professionell erledigt und viel Gutes getan für die Schweiz als innovatives Land. Einziges Manko bleibt seine Berner schläfrigkeit.
    18 15 Melden
  • T-Room 27.04.2018 07:13
    Highlight Ueli sollte auch gehen! Die Schweiz hätte einen frischen Wind nötig!
    91 16 Melden
    • cada momento 27.04.2018 08:15
      Highlight Ja genau, Magdalena isch ready, you driimer!
      26 3 Melden
  • Bombenjunge 27.04.2018 06:29
    Highlight "Er sei einst als Bundesrat angetreten, um mitzuhelfen, die Vollbeschäftigung im Land zu sichern, die Industrie in der Schweiz zu halten und seine Partei dabei zu unterstützen, die Talsohle zu durchschreiten. Heute sei die Beschäftigung so gut wie noch nie, die Industrie stark und die FDP im Aufwind."

    Danke Herr Bundesrat, ohne sie wäre dies alles definitiv niemals und nie und nimmer eingetroffen. Allein Ihr Verdienst. Hoffe es gibt dafür einen FDP Orden...
    17 20 Melden
    • Graustufe Rot 27.04.2018 08:29
      Highlight Bei soviel Selbstbeweihräucherung braucht es nicht noch einen Orden vom Steuerzahler.
      9 2 Melden
    • Snowy 27.04.2018 09:39
      Highlight Meinst Du das ironisch?

      Was hat Schneider Deiner Meinung nach Gutes für die CH getan?
      4 0 Melden
    • Bombenjunge 27.04.2018 11:27
      Highlight Das war ja wohl offensichtlich Ironie Leute!
      7 0 Melden
  • Francis Begbie 27.04.2018 04:45
    Highlight 👍🏼
    11 3 Melden

Cassis in Jordanien: «Ich will wissen, was den Friedensprozess hemmt»

Den Bundesrat interessierte sich auf seiner Reise nach Jordanien für die Palästinenser-Frage. Im Interview erklärt er wieso, welche Pläne er im Aussendepartement hat und wie es in der Europafrage weitergeht.

Mit 140 Kilometern pro Stunde brettert der Konvoi von Bundesrat Ignazio Cassis über die Strassen der jordanischen Wüste – von Petra nach Aqaba, wo der Bundesratsjet für die Rückreise in die Schweiz wartet. Der Aussenminister hat auf seiner dreitägigen Reise die neue Botschaft in der jordanischen Hauptstadt eröffnet, er hat mit Aussenminister Ayman Safadi diniert, eine Ausbildungsstätte für palästinensische Flüchtlinge besucht und sich vom Schweizer Archäologen Ueli Bellwald durch …

Artikel lesen