DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Le gardien Genevois Tobias Stephan, centre, assailli de toute part, lors du match de Hockey sur glace de ligue nationale A, LNA, saison 2013-2014, entre Geneve Sevette et HC Lugano, ce vendredi 24 janvier 2014 a la patinoire des des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Christian Brun)

Bild: KEYSTONE

Servette (4.) – Lugano (5.) 

Das beste Servette aller Zeiten

Nach dem Spengler Cup kann Servette erstmals auch die Meisterschaft gewinnen. Auf dem Weg ins Finale ist Lugano mit ziemlicher Sicherheit der härteste Gegner. 



Servette stand schon zweimal im Finale: 2008 verloren die Genfer gegen die ZSC Lions in sechs und 2010 gegen den SC Bern in sieben Spielen. Doch das beste Servette aller Zeiten haben wir in den letzten Wochen gesehen. Wie gut die Balance in diesem Team ist, lässt sich an der Statistik ablesen: Servette hat den Liga-Topskorer (Matthew Lombardi) und den «bösesten» Spieler der Liga (Alexandre Picard). Die Mischung aus Talent, Tempo, Härte und Taktik war noch nie so gut. 

Seit dem letzten Titelgewinn von 2006 hat Lugano schätzungsweise 100 Millionen in den Spielbetrieb der ersten Mannschaft investiert, mehr als zehn Trainer beschäftigt und ist sportlich doch stehen geblieben: Seit 2006 haben die Tessiner nie mehr eine Playoffserie gewonnen. 

Der Laker Cyrill Geyer, rechts, gegen die Genfer Matthew Lombardi, links, und Alexandre Picard, Mitte, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem Geneve-Servette HC am Dienstag, 4. Maerz 2014, in der Diners Club Arena Rapperswil. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der Topskorer Matthew Lombardi und der böse Bube Alexandre Picard. Bild: KEYSTONE

Fast unbemerkt gab es in Lugano eine Revolution

Im Laufe dieser Saison hat fast unbemerkt von der Konkurrenz eine Revolution stattgefunden: Geist statt Geld. Es ist nicht eine so tiefgreifende Revolution wie zu Beginn der 1980er Jahre unter John Slettvoll, die schliesslich in vier Titel und zwei Finals in sechs Jahren mündete. Aber es eine kleine Revolution ist es schon: Der charismatische Trainer-Neuling Patrick Fischer (38) hat im Laufe der Saison mit dem bedingungslosen Rückhalt von Präsidentin Vicky Mantegazza ein «neues» Lugano aufgebaut und die Mannschaft endlich auch defensiv stabilisiert (25 Gegentreffer weniger als letzte Saison).

Ganz nebenbei hat Luganos Sportchef Roland Habisreutinger mit Hnat Domenichelli (38) und Glen Metropolit (39) auch noch zwei trojanische Pferde nach Bern geschickt und so seinen Teil zum Untergang des Meisters beigetragen. 

Luganos Head Coach Patrick Fischer beim Eishockeyspiel Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano am Samstag, 7. Dezember 2013, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Patrick Fischer weist den Weg und Präsidentin Vicky Mantegazza hält ihm den Rücken frei. Bild: KEYSTONE

Packende Serie, bei der Wohl die Goalies entscheiden

Servette hat zwar drei von vier Partien in der Qualifikation gewonnen – aber Lugano ist im Laufe der Saison immer stärker geworden. Die Leidenschaft ist so gross wie nie mehr seit 2006 - und das macht Lugano so gefährlich. Alles spricht für eine «Rumpelserie», die uns die intensivste Viertelfinalserie bescheren wird. Es dürfte Arbeit für Einzelrichter Reto Steinmann geben. 

Wahrscheinlich gibt es am Ende einer grossen, dramatischen Serie eine ganz simple Analyse: Die Torhüter haben entscheiden. Servettes (und bald Zugs) Tobias Stephan ist besser als Luganos Goalies. Ein Scheitern in der ersten Runde hat weder für Lugano noch für Servette Folgen. In Lugano ist schon jetzt klar, dass es nächste Saison so oder so noch besser wird. Das einzige Problem für Servettes grossen Zampano Chris McSorley: Wenn er in der ersten Runde scheitert, dann kann er dafür nicht eine Verschwörung der Deutschschweizer verantwortlich machen.

Wer wird Schweizer Eishockey-Meister 2014?

TIPP: Servette macht den Schritt in die Halbfinals. Es werden aber mindestens sechs Partien dafür benötigt.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Das sind die besten Spieler der laufenden National-League-Saison – Rang 10 bis 1

Wer war in dieser Saison der beste Eishockey-Spieler der National League? Wer könnte dies besser wissen als einer der grössten Eishockey-Experten und mehrfacher «Sportjournalist des Jahres» Klaus Zaugg? Eben. Drum hier seine Liste.

Wer ist gut? Wer ist wichtig? Wir können wochenlange Seminare veranstalten und doch finden wir in dieser Frage keine Einigkeit. Tore, Assists, Strafminuten und die Plus-/Minus-Statistik sagen zwar viel. Aber bei weitem nicht alles. Wäre die Beurteilung von Spielern so einfach, dann hätten die Sportchefs ein geruhsames Leben.

Die Statistiken sagen zum Beispiel nicht, welche Bedeutung ein Spieler für die Chemie einer Mannschaft hat. Welche Verdienste aus der Historie. Welche Ausstrahlung auf die …

Artikel lesen
Link zum Artikel