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«Kritische Fehler»: E-Voting-System der Post wird am 19. Mai nicht eingesetzt



Für die Abstimmungen vom 19. Mai steht das E-Voting-System der Post nicht zur Verfügung. Grund dafür seien «kritische Fehler», die beim öffentlichen Intrusionstest festgestellt wurden, teilten die Bundeskanzlei und die Schweizerische Post am Freitag mit.

Zuvor hatten eine Forschergruppe sowie die Post die Bundeskanzlei über einen weiteren Mangel in ihrem neuen E-Voting-System informiert. Der Mangel betrifft die individuelle Verifizierbarkeit. Diese erlaubt es den Stimmenden zu überprüfen, ob das System ihre Stimme korrekt registriert hat.

Die individuelle Verifizierbarkeit ist auch eine Schlüsselkomponente des bisherigen E-Voting-Systems der Post, das in vier Kantonen (BS, FR, NE, TG) bereits im Einsatz war. Es wird deshalb beim Urnengang vom 19. Mai nicht genutzt. Laut Bundeskanzlei gibt es aber keine Hinweise, dass dieser Mangel bei bisherigen Abstimmungen zur Verfälschung von Stimmen geführt hat.

Nicht betroffen von der Massnahme ist das E-Voting-System des Kantons Genf. Es wird am 19 Mai eingesetzt werden. Sechs Kantone (AG, BE, GE, LU, SG, VD) haben dafür die Zulassung erhalten.

Die Bundeskanzlei wird nun eine Standortbestimmung vornehmen. Diese soll den Ergebnissen des Tests ebenso Rechnung tragen wie den Mängeln, die Forschende anhand der Dokumentation und des Quelltextes festgestellt haben. (sda/mlu)

Hacker finden Schwachstelle im E-Voting-System

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sörbeee 29.03.2019 13:28
    Highlight Highlight Ich bin absolut gegen die digitale abstimmung. Jedoch: wer sagt,dass nicht jetzt schon fremde stimmzettel eingeworfen werden? Läuft man hald schnell mit dem couvert des nachbars ein zweites mal rein nach etwas frischer luft. Oder füllt für die ganze familie aus und verschickt per post? Besser hätte man das bestehende system verbessert.
    • Tavares 29.03.2019 14:12
      Highlight Highlight Briefliche Wahl kann relativ einfach gefälscht werden, das stimmt. Jedoch ist es sehr schwer, eine kritische Grösse zu Fälschen, ohne dass es auffällt.
      Bei der Masseneinwanderungsimitiative gaben rund 19'000 stimmen den Unterschied. Dass eine solche Menge an Stimmen gefälscht werden kann, ohne dass es auffällt ist fast ausgeschlossen. Da müsste es zu viele Involvierte Personen geben, in mehreren Gemeinden und Kantonen.
      Bei eVoting reicht einer, und der kann potenziell 100'000 Stimmen fälschen.
    • El Vals del Obrero 29.03.2019 14:16
      Highlight Highlight Der Unterschied ist wohl einfach, dass man auf diese Weise vielleicht 2-3 Stimmen fälscht. Ausserdem müssen materielle Gegenstände bewegt werden und nicht nur Bytes.

      Und den physikalischen Zugriff auf alle Wahlzettel in der Schweiz hat aber niemand.
    • Sörbeee 29.03.2019 14:38
      Highlight Highlight Alles klar. 10000 familien. Nur papa interessierts. Papa füllt für frau und zwei kinder aus. 30000 verfälschte stimmen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 29.03.2019 12:59
    Highlight Highlight Der Mangel betrifft die individuelle Verifizierbarkeit. Diese erlaubt es den Stimmenden zu überprüfen, ob das System ihre Stimme korrekt registriert hat.

    Soso, und wenn gerade "das System" manipulirt ist ?
    Das manipulierte System sagt mir dann also : Hey, Armleuchter, deine Stimme wurde korrekt verbucht ! Und ich dann so : Ah toll, dann ist ja alles gut. Ich bin ein Honigkuchenpferd.
  • Tavares 29.03.2019 12:39
    Highlight Highlight Zitat: "Laut Bundeskanzlei gibt es aber keine Hinweise, dass dieser Mangel bei bisherigen Abstimmungen zur Verfälschung von Stimmen geführt hat."

    Das IST genau das Problem des Fehlers! Man kann Manipulationen vornehmen und diese können NICHT nachgewiesenen werden. Also kann die Post / Bundeskanzlei auch nicht sagen, ob es Manipulationen gab!
  • Rechthaberwoman 29.03.2019 12:36
    Highlight Highlight Warum haben die es so eilig mit dem e-Voting? Mal abgesehen davon, dass das eh kaum einer haben will, wäre es nicht sinnvoller, dieses System zu verbessern und zu verbessern, bis es perfekt ist? Anstatt es auf Biegen und Brechen in 2 Monaten schon nutzen zu wollen. Also ich werde weiterhin brieflich abstimmen, mir ist das zu unsauber.
    • w'ever 29.03.2019 12:57
      Highlight Highlight @sjthecat
      und wer sagt ihnen, dass die briefliche abstimmung/zählung sauber funktioniert?
      betrogen werden kann immer. es gibt keine 100%ige sicherheit
    • kusi24 29.03.2019 14:25
      Highlight Highlight @w'ever der Unterschied ist halt, dass man, hat man das System einmal gehackt nicht nur einzelne Stimmen fälschen kann sondern eine sehr grosse Anzahl. Das Verfälschen von Abstimmungen wird so viel einfacher möglich.
    • Aurum 29.03.2019 15:31
      Highlight Highlight Betrüg du mal in der brieflichen abstimmung eine kritische anzahl stimmen. Vereinzelt ist es natürlich möglich, aber so viele zu fälschen oder betrügen, dass das ergebnis beeinflusst wird ist nahezu unmöglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chriguchris 29.03.2019 12:36
    Highlight Highlight Nun ja wäre es eingesetzt worden, wäre dies ein Bankrotterklärung gewesen. Schon alleine die Überprüfung auf Fehler aber bloss nach vorgegebenen Parametern war *sry für die Wortwahl" dumm und peinlich.
    Es ist aber erschreckend wie uneinheitlich die kantonale Landschaft diesbezüglich ist.
    • Hierundjetzt 29.03.2019 12:48
      Highlight Highlight Weil Föderalismus ❤️

      (Wir sind immer noch ein Staatenbund und kein Bundesstaat)
    • Chriguchris 29.03.2019 12:53
      Highlight Highlight Du hast Recht aber trotzdem kann ich manchmal nur den Kopf schütteln :-D
    • Hierundjetzt 29.03.2019 13:19
      Highlight Highlight Da bin ich mit Dir absolut einverstanden ☺️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tentin Quarantino 29.03.2019 12:24
    Highlight Highlight Nach diesen Test-Bedingungen werde ich weiterhin brieflich abstimmen.
    Alle Macht dem Papier😉
    • kusi24 29.03.2019 14:28
      Highlight Highlight Meine einzelne Stimme ist mir zwar nicht ganz egal, aber wenn man mittels Hacken eine Abstimmung so manipulieren kann, dass das Resultat nicht mehr dem Willen der Mehrheit entspricht ist das ein grosses Problem. Wenn ich dann per Brief anstelle digital abstimme, macht das auch keinen Unterschied.

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