Islam

Burka, Burkini, Niqab, Hidschab – hast du den Überblick verloren? Hier findest du ihn wieder

16.08.16, 15:01 17.08.16, 21:03

«Eine verschleierte Frau ist wie eine Perle in ihrer Muschel», sagt ein islamisches Sprichwort. In den westlichen Gesellschaften lösen die strikteren Formen der islamischen Verschleierung allerdings Befremden und den Ruf nach einem Verbot aus; dies gilt besonders für die Burka und den Niqab – der übrigens oft irrtümlich als Burka bezeichnet wird.

Die unterschiedlichen Arten der Verschleierung führen in der Tat schnell zu Verwechslungen. Deshalb folgt hier ein Überblick über die wichtigsten traditionellen Verhüllungsformen im Islam: 

Hidschab

Bild: Shutterstock

Der Hidschab – das Wort bedeutet eigentlich «Vorhang» – wird vor allem als Bezeichnung für ein Kopftuch verwendet, das Haar und Ohren vollständig bedeckt, das Gesicht indes frei lässt. Meist werden zusätzlich die Halsregion, der Ausschnitt und eventuell die Schultern bedeckt. Ob die Stirn, die Wangen und das Kinn bedeckt sein müssen, ist umstritten. Je nach Gesellschaft und Mode kann er auch als dünner Schal leger um den Kopf getragen werden. 

Der Hidschab ist in verschiedenen Farben und in unterschiedlichen Formen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt verbreitet. In vielen muslimischen Ländern ist es Pflicht, einen Hidschab zu tragen.

Al-Amira

Bild: Shutterstock

Die Al-Amira ist ein zweiteiliger Schleier. Der eine Teil – eine Art eng anliegender Kapuze – umhüllt den Kopf, der andere – ein röhrenförmiger Schal – wird eng um die Schulter gelegt. Die Farbe kann variieren. 

Chimar

Bild: Shutterstock

Der Chimar (von chammara = «bedecken») stammt aus vorislamischer Zeit, wurde damals aber offenbar auf andere Weise getragen. Das Tuch diente als Kopfschmuck und fiel vom Kopf über den Rücken; die Brustregion blieb dagegen frei. In islamischer Zeit musste auch diese bedeckt werden. Der mantelartige Kopfüberwurf bedeckt Haar, Hals und Schultern vollständig, lässt aber das Gesicht frei. Der Chimar reicht bis zur Taille und kann in verschiedenen Farben getragen werden. 

Abaja

Die Abaja ist ein mantelartiges Übergewand, das vom Hals bis zu den Füssen reicht. In der Regel tragen Frauen die Abaja, die traditionell aus Schafwolle oder Kamelhaar besteht, zusammen mit einem Hidschab oder einem Niqab. Die Abaja dominiert in den arabischen Ländern, während im Iran der Tschador weiter verbreitet ist. 

Tschador

Bild: Shutterstock

Der Tschador ähnelt der Burka, wird aber vor allem im Iran getragen (das Wort bedeutet im Persischen «Zelt»). Er besteht aus einem grossen, in aller Regel dunklen Tuch, das die Form eines Halbkreises hat. Das Tuch wird über den Kopf und um den Rumpf geschlungen, so dass lediglich das Gesicht – oder auch nur ein Teil davon – frei bleibt. Der Tschador bedeckt den Körper bis zu den Füssen und wird in der Öffentlichkeit über der eigentlichen Kleidung getragen.

Niqab

Bild: shutterstock

Beim Niqab handelt es sich um eine Gesichtsverhüllung. Der meist schwarze Schleier wird in Kombination mit einer Abaja oder einem Tschador getragen, also mit einem langen, dunkel gefärbten Ganzkörpergewand. Es gibt unterschiedliche Formen; manchmal wird das Gesicht total verhüllt, wobei der Stoff blickdurchlässig ist, sodass die Trägerin ihre Umgebung sehen kann. Andere Formen lassen einen Sehschlitz frei, sind ansonsten aber blickdicht. Der Niqab ist vor allem in Saudi-Arabien, im Jemen und in anderen Regionen der Arabischen Halbinsel verbreitet, wird aber auch von Frauen im Irak, in Syrien, Jordanien und in nordafrikanischen Ländern getragen.

Burka

Bild: Shutterstock

Die Burka ist ein Ganzkörpergewand, das den weiblichen Körper vom Kopf bis zu den Zehenspitzen vollständig verhüllt. Sie wird vor allem in Afghanistan und in einigen Teilen Pakistans getragen und besteht aus einem grossen, meist blauen Stofftuch, in dessen Kopfbereich eine Art von flacher Kappe eingenäht ist. Die Augenpartie weist eine Aussparung auf, die quasi als Sichtfenster dient und mit einem feinmaschigen Gitter aus Stoff oder Rosshaar versehen ist. Das Sichtfeld ist daher bei der Burka stark eingeschränkt und das Gesicht ist vollständig bedeckt. In der pakistanischen Variante lässt die Burka die Augen frei.

Burkini

Der Burkini – ein Kofferwort aus Burka und Bikini – ist kein traditionelles muslimisches Kleidungsstück, sondern eine moderne Erfindung, die es Muslimas erlaubt, beim Baden auch strengen religiösen Vorschriften zu genügen. Der aus Elastan gefertigte Schwimmanzug besteht aus zwei Teilen mit integrierter Kopfbedeckung und nimmt weniger Wasser auf als Baumwoll-Gewebe. Das Design ist so gewählt, dass die Konturen des Körpers möglichst verborgen werden. 

Hidschab & Co. – islamische Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

Alle sunnitischen und schiitischen Rechtsschulen stimmen darin überein, dass die Verhüllung für Frauen verpflichtenden Charakter hat. Wie weit diese Bedeckung gehen soll, ist dagegen umstritten. Massgeblich sind vor allem drei Koranstellen: 

«O ihr, die ihr glaubt, tretet nicht ein in die Häuser des Propheten – es sei denn, dass er es euch erlaubt – für ein Mahl, ohne auf die rechte Zeit zu warten. Wenn ihr jedoch eingeladen seid, dann tretet ein. (...) Und wenn ihr sie (seine Frauen) um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang (Hidschab); solches ist reiner für eure und ihre Herzen. (...)»

Koransure 33 Vers 53

Dieser sogenannte «Hidschab-Erlass» betrifft eigentlich nur die Frauen des Propheten. Im Laufe der Zeit erweiterte sich der Geltungsbereich des Verses – heute ist er die Grundlage für die Geschlechtertrennung in islamischen Gesellschaften. 

«Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (dschilbâb) (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden. (...)»

Koransure 33 Vers 59

«(...) Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blösse der Frauen keine Beachtung schenken. (...)»

Koransure 24 Vers 30-31

Diese Stelle legt fest, welche Familienangehörigen die Frau unverschleiert sehen dürfen. 

Auf der Grundlage dieser Koranverse und der Hadithen regelten die islamischen Gesellschaften die Kleidung der Frauen und schränkten deren Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum ein.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • wasdroht 18.08.2016 00:39
    Highlight Wenn man das Gesicht sieht ist das O.K.
    6 2 Melden
  • Jhn 17.08.2016 11:41
    Highlight ...wie wärs wenn man mal anstatt ÜBER Muslime MIT Muslimen reden würde?

    Watson, könnt Ihr nicht mal ein paar Interviews mit normalen Muslimen machen und die fragen was sie so denken? So Leute auf der Strasse, Frauen die Burka / Hijab / wasauchimmer tragen (und solche dies nicht tun) oder religiöse Führer, etc?

    ...die paar einizgen Male wo man was von den Betroffenen selbst hört ists dieser vollkommen übertriebene Zentralrat (hah, alles nur schweizer konvertiten!).
    Es müssen doch noch andere Muslime zu finden sein. Los los!
    16 3 Melden
  • memento 17.08.2016 09:27
    Highlight ich war letzte Woche in Aegypten; bei einem Gespräch mit einem Kopten (ägyptische Christen) sagte er mir trocken:
    "die Moslems machen sich nur ihr Leben schwer mit all ihren Regeln und Vorschriften"....
    13 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.08.2016 09:14
    Highlight Ein Lacher hoch 2. Zu welcher Zeit haben Schwachköpfe geschrieben? Steinzeit?
    5 0 Melden
  • FixFox 17.08.2016 08:22
    Highlight Das Watson als mitteleuropäisches Medium Koranverse zitiert um bei seinen Lesern Verständnis für religiöse Kleidungsrichtlinien zu schaffen irritiert.

    Jeder kann seine Religion und Gepflogenheiten frei wählen. Allerdings habe ich kein Verständnis wenn er deren Regeln in unserem Kulturkreis über unsere (teilweise ungeschriebenen) Regeln des Miteinanders stellt wie im Falle der Burka.

    Ich gehe in Saudi-Arabien auch nicht in Hot-Pants zum Vorstellungsgespräch oder oben ans Konzert. Und zwar aus Respekt gegenüber den muslimischen Bewohnern und nicht nur weil es verboten ist.

    12 4 Melden
  • Gsnosn. 17.08.2016 06:56
    Highlight Sind die Verschleierung nach Koran pflicht? Ich höre immer wieder unterschiedliche Meinungen darüber. Was ist Fakt? THX
    6 2 Melden
  • sdv520 17.08.2016 03:05
    Highlight wer schonmal eine frau in einem niqab eine pizza essen gesehen hat, der kann nur mitleid mit diesen frauen haben;)noch eine kleine anektode,war vor einiger zeit mit meiner freundin in kuala lumpur. ein kellner hat uns fürs buffet zu einem tisch gebracht,nebenan sass schon ein paar,die frau trug einen niqab.ich ging 1-2minuten weg,als ich zurückkam waren sie weg,ihre teller aber noch voll. hat mich schon ein bisschen ins grübeln gebracht, warum die es plötzlich so eilig hatten:p irgendwie komisch warum solche leute überhaupt ins ausland wollen, wenn sie sich sowieso überall fehl am platz fühlen
    7 4 Melden
  • Lichtblau 16.08.2016 22:11
    Highlight Danke für die Info. Die (ich nehme mal an) junge Frau, die ich heute bei 30 Grad im Schatten im Bus sah, trug also einen "Al-Amira". Das Teil aus festem Stoff bedeckte ihren Oberkörper, darunter trug sie ein knöchellanges Gewand und dazu offenbar schwere Einkaufstüten. Im selben Bus befand sich eine Gruppe junger Frauen in leichten Sommerkleidern und Miniröcken, die sich bestens amüsierte. Die Frau im "Al-Amira" machte einen eher melancholischen Eindruck. Wir kommt's?
    20 7 Melden
  • Domino 16.08.2016 21:51
    Highlight @ Watson:
    Macht ihr jetzt auch einen Artikel über die verschiedenen Gesichtsverhüllungen und Masken an der Fasnacht? Clown, Captain America, Löwe, Cowboy, Prinzessin und Hexe?
    Oder wie man das Gesicht in einem Schneesturm am besten bedeckt? Oder Informationen über verschiedene Fetishmasken wären auch sehr interessant... 😉
    26 36 Melden
  • praxis 16.08.2016 21:28
    Highlight Lasst uns mit diesen "Zelten" und "Vorhängen" um den Kopf der Frauen in Ruhe. Muslimische Frauen mit Stofftüchern um den Kopf zeigen ostentativ, dass sie Menschen mit "westlichen" Einstellungen verachten. Sie sollten sich deshalb nicht wundern, wenn auch Menschen, die "multi-kulti" denken und fühlen (wie ich z.B.) kein Verständnis mehr aufbringen können für deren aggressiv zur Schau getragene Metaphysik. Es nervt mich als Agnostiker und Atheist nur noch, solchen Frauen auf der Strasse zu begegnen.
    49 26 Melden
    • Jol Bear 16.08.2016 22:21
      Highlight Was bei den Watson-Artkeln heute nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass sog. gemässigte oder fortschrittliche Vertreter/-innen des Islams die Ganzkörperverschleierung oder generell religiös begründete Kleiderordnungen für Frauen ablehnen und teilweise entschieden für ein Burkaverbot eintreten.
      24 2 Melden
  • Mr Sir 16.08.2016 19:06
    Highlight völlig überflüssiger Artikel ... ja nu ??!
    27 36 Melden
    • Fabio74 16.08.2016 19:58
      Highlight weshalb?
      24 11 Melden
  • Caturix 16.08.2016 18:00
    Highlight Es gibt noch die FKK Burka da ist einfach ein Ausschnitt bei den Brüsten und einen weiter unten vorne und hinten mit Netz wie bei den Augen.
    22 16 Melden
  • Der Beukelark 16.08.2016 16:45
    Highlight Ist es schlimm, wenn man keine Lust hat, sich damit zu beschäftigen? Ein solcher Beitrag sollte eigentlich ein Auszug aus einem Geschichtsbuch und kein aktuelles Thema sein. Gibt es daneben irgendwelche wissenschaftlichen Forschungen, welche die Welt vorwärts bringen, über die ihr berichten könntet?
    60 27 Melden
    • GeorgOrwell 1984 16.08.2016 17:16
      Highlight Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn man keine Meinung hat, und keine Meinung haben möchte, dann sollten Sie diesen Beitrag weder lesen noch kommentieren, wenn sie keine Lust haben, sich zu informieren.. (PS: ich habe auch nicht alles gelesen, diskutere nur gern über solche grundsätzliche Themen.. Denn die Diskussion geht nicht "nur" über die Verschleierung, sondern wie frei wir sind bzw. eben nicht sind, ob wir so demokratisch sind und ob es Gleichberechtigung wirklich gibt... und ob wir nicht unsere westlichen Werte widersprechen, wenn wir die Menschen Ungleich behandeln etc...
      28 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.08.2016 16:41
    Highlight Ich kann den muslimischen Glauben nicht im Westen akzeptieren, solange es in dieser veralteten Religion keine Reform gibt. Diese Religion schreibt seinen Anhängern komplett alte und unnötige Dinge vor, die überdies auch zum Teil gegen Frauen oder andere Rassen gehen. Ich meine ein Mann darf einer Frau nicht die Hand schütteln oder die Frau darf nicht in einem normalen Bikini in die Badi...Das sind alte und lästige Traditionen, die nicht mit der Moderne vereinbar sind. Watson bitte Kommentar aufschalten, da ich gerne offen für Diskussionen in den Antworten bin.
    71 18 Melden
    • GeorgOrwell 1984 16.08.2016 17:12
      Highlight Machen Sie doch einen ersten Entwurf über den "islamischen Reform" :) In unserem "Gen-Manupulations-Zeit" finde ich es gar nicht so überraschend, das jede / jeder es besser weiss... Man sollte meines Erachtens alles hinterfragen dürfen, aber den Respekt gegenüber Menschen / Gläubige (egal welche Religion) nicht verlieren. Eben mit Gen-Manupulation, könnten wir auch die Menschen bzw. unsere Kinder so haben, wie wir sie uns vorstellen, Jedoch ist nicht unsere "Vorstellung" der Maas aller Dinge... Durch Akzeptanz der Vielfalt, nur so kommen wir weiterhin denke ich...
      22 24 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 16.08.2016 17:28
      Highlight Wenn wir aber ehrlich sind, schreibt die Bibel doch aber auch uns solche extremen Sachen vor.
      Es handelt sich hier mehr um ein "kulturelles" als um ein religiöses Problem. Ich führe bei solchen Argumenten immer wieder gerne Kyrgyzstan (oder auch Kasachstan an). Muslimische Bevölkerung und trotzdem ist das Händeschütteln, der Genuss von Alkohol und der Verzehr von Schweinefleisch immer wieder im Alltag anzutreffen. Am Issyk Kul siehst du sogar Einheimische im Bikini am Baden :)
      29 10 Melden
    • Jan. 16.08.2016 17:41
      Highlight Die katholische Kirche ist auch nicht grad modern ;-) Vielleicht etwas weiter, aber unmenschliche Regeln wie das Zöllibat, die Einbindung von Frauen in Kirchämter und das Verhältnis zu liberalen Gesellschaftsthemen wie Homosexualität, Abtreibung und so weiter ist auch nicht “mit der Moderne zu vereinbaren“ oder? Kannst du die katholische Kirche trotzdem in Westen akzeptieren? Wohl schon hm?
      31 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.08.2016 17:50
      Highlight Ja, weil die Kirche zum Westen gehört und viele Dinge auf dem Christentum basieren. Logisch gibt es auch im Christentum zurückgebliebene Sachen, aber die werden nicht so ausgeprägt wie im muslimischen Glauben praktiziert. Bin übrigens Atheist.
      23 27 Melden
    • Jan. 16.08.2016 18:00
      Highlight Ich auch und in einer globalen Welt soll jede Religion (erst Recht die Weltreligionen) überall hingehören dürfen... Und es gibt auch hier viel, dass wir der arabischen Welt zu verdanken haben...
      19 19 Melden
    • GeorgOrwell 1984 16.08.2016 18:14
      Highlight Es geht doch, wenn wir ganz ehrlich sind darum; wir wissen gar nicht was uns stört... Jemand / eine Partei / die Medien machen einen gemeinsen Feind, und wir alle springen drauf ein, mich hat noch mie eine bedeckte Frau belästigt, nicht die sind unser Problem, sondern der Hass in uns, der täglich mit neuen Nachrichten gefüttert wird... Wenn wir offen und neugierig sind, lernen und entwickeln wir uns, wenn wir weiterhin an unserem Stammtisch die gleiche Meinungen hören, und nichts neues/fremdes zulassen, verlieren wir langfristig...
      31 7 Melden
    • Menel 16.08.2016 19:07
      Highlight Pablo, so lange ist es noch nicht her, dass auch - vor allem in der Schweiz - die Dinge noch recht anders liefen. Unverheiratete Frauen wurden geächtet, keine Beinkleider fürs Weibsvolk, keine Rechte der Frau nach der Heirat, kein Stimmrecht....dies verdanken wir alles dem christlichen Weltbild.
      35 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.08.2016 20:18
      Highlight Das stimmt...auch im Christentum lief/läuft manches falsch, aber meine Aussage ist mehr, dass das Christentum zu tief verankert im Westen, sowie in der Bevölkerung als das man etwas "dagegen machen" könnte. Aber entweder alle oder gar keine Religion akzeptieren. Aber wir müssen nicht alle Sitten der Religionen dulden, nur weil es irgendein Buch vorschreibt.
      14 8 Melden
    • Domino 16.08.2016 21:43
      Highlight @ Jan:
      Was haben wir denn der islamischen Welt zu verdanken?
      3 16 Melden
    • Normi 16.08.2016 22:26
      Highlight @domino

      Z.b algebra , die anfänge der modernen medizin...

      Und dan kam der fanatismus und es war ende mitdem fortschritt 😱
      19 1 Melden
    • Baba 17.08.2016 00:04
      Highlight @Domino: die arabische Welt war der christlich-abendländischen zivilisatorisch mal um Lichtjahre voraus. Als hierzulande noch mit Ziegenmist und Aderlass geheilt wurde und Hygiene 'des Teufels' war. Barbarische Dinge wie Hexenverfolgung und Ketzerprozesse waren hier normal, während die arabische Welt tolerant war.

      Aber ich stelle fest, dass Muslime in ihren Herkunftsländern oft liberaler sind (die Taliban mal ausgenommen) als jene, die emigriert sind. Diese verharren oft im "Status", den sie oder ihre Eltern/Grosseltern aus der Heimat mitgenommen haben und tun sich schwer mit Öffnung.
      16 1 Melden
    • Domino 17.08.2016 00:42
      Highlight Das Zahlensystem das du sehr wahrscheinlich meinst mit "Algebra", ist indischen Ursprungs und sehr viel älter. Höchstens die Verbreitung könnte teil dem Islam angerechnet werden, da er sich kriegerisch ausbreitete.
      Medizin: klar ist Honig gesund, aber Kamelurin und Koranverse zitieren hilft bei Krankheit bestimmt nicht.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Prophetische_Medizin
      8 8 Melden
    • Lamek 17.08.2016 11:30
      Highlight @domino: Da du ja wikipedia zitierst, empfehl ich dir doch diesen Artikel:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCtezeit_des_Islam
      6 0 Melden
    • exzellent 17.08.2016 23:14
      Highlight Noch interessant:

      - Prophetische Medizin (erster Link) aus dem 10. - 18 Jahrhundert.
      - Blütezeit des Islam (zweiter Link) von 750 n.Chr - 1258 n. Chr.
      - Kreuzzüge 1095/99 - 13. Jahrhundert


      5 0 Melden
    • Jan. 18.08.2016 00:41
      Highlight @excellent: Da hat der Westen den Orient schon früher nachhaltig geschädigt als ich dachte^^
      4 2 Melden
    • Domino 18.08.2016 07:24
      Highlight Die Blütezeit wurde geprägt durch die Durchmischung von Juden, Christen und Moslems. Und kann niemals dem "Islam" alleine zugeschrieben werden. Wohin sich der Islam danach bewegt hat wissen wir alle. Der Islam ist aus der westlichen Sicht rückständiger und konservativer als vor 1200 Jahren. Man könnte auch die Nobelpreise der Medizin Jüngeren Zeit vergleichen: 56 Nobelpreise von 14mio Juden vs 0 Nobelpreise von 1.6mia Moslems...
      4 6 Melden
    • Normi 18.08.2016 11:35
      Highlight Die Nobelpreise sind leider zum teil Politisch beeinflusst oder wieso hat Obama
      (die meisten Drohnen Angriffe mit unzähligen zivilen Opfern)
      einen Friedens-Nobelpreis bekommen ??
      3 2 Melden
    • Lamek 18.08.2016 11:56
      Highlight @domino: Jetzt machst du es dir dann doch ganz einfach; aus dem gleichen Blickwinkel gesehen, ist keine "Erfindung" irgendeiner Religion oder Kultur zuzuschreiben, da ohne diese Durchmischung nie ein Austausch von Kulturen und somit auch Ideen stattgefunden hätte. Somit basiert alles auf einer Durchmischung von Kulturen.

      Dennoch glaube ich, und soweit ich mich da informiert habe auch fast die gesamte historische Wissenschaft, dass die Beiträge der islam. Blütezeit sehr wichtig waren für unseren jetztigen Stand. Dies verneinen zu wollen, trägt nicht zur Diskussion bei.
      5 1 Melden
    • Domino 18.08.2016 16:12
      Highlight Obama hat auch nicht den Nobelpreis für Medizin bekommen. Klar ist der Friedensnobelpreis politisch motiviert, sonst hätte diesen ein Terrorist wie Arafat, Obama oder die EU nie bekommen. Darum ist ein wissenschaftlicher Nobelpreis auch viel höher zu werten.
      2 2 Melden
  • Maragia 16.08.2016 15:49
    Highlight Es könnte einem so vorkommen, als werden alle nicht Muslime so langsam auf den Islam vorbereitet, mit all den Erklärungsberichten etc.

    43 60 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 16.08.2016 16:19
      Highlight Ja mega schlimm, dass man auf einem Newsportal über andere Kulturen und Religionen informiert wird!!1! Hab sofort den Christoph angerufen, er hat mir versprochen Watson zu kaufen und genau so herunterzuwirtschaften wie BaZ und WW. Phu, nochmals dem Islam von der Schippe gesprungen.
      77 25 Melden
    • Fabio74 16.08.2016 20:00
      Highlight man muss es ja nicht lesen (und nicht kommentieren)
      Finde sachliche Artikel interessant, bringt jedenfalls mehr, als die üblichen schwarz/weiss-Bilder von gut und böse
      21 2 Melden
  • PuRpLE_KusH 16.08.2016 15:47
    Highlight Grundsätzlich finde ich man sollte nichts von dem Verbieten, ausser es kommt mit einem andere Gesetz in Konflikt.
    Aber wenn jemand sein Gesicht verdeckt, möchte ich persönlich nichts mit der Person zu tun haben. Ich finde es unanständig und nicht passend für unsere Gesellschaft. Ich würde gleich reagieren wenn einer einfach die ganze Zeit eine Ski Maske trägt, das ist einfach komisch. Wenn du mit mir reden willst, zeig mir dein Gesicht. Ansonsten lass mich in Ruhe und verkriech dich unter einem Stein, da sieht dich auch niemand.
    70 7 Melden
  • Stachanowist 16.08.2016 15:35
    Highlight Es ist ja irgendwie rührend, dass sich Watson für das Recht einsetzt, ein Frauen-Unsichtbarmach-Textil (Burka, Niqab) zu tragen.

    Dass aber die einzigen positiven, für Verständnis weibelnden Artikel über Religionen den Islam zum Thema haben, irritiert mich etwas. Hindus, Bahai, Shintos, Buddhisten etc. werden komplett ignoriert. Das Christentum kommt vornehmlich im Sektenblog dran. Dort ist das Ziel aber kaum, um Verständnis und bessere Bibelkenntnisse zu befördern.

    Finde das etwas unausgewogen. Klar ist der Islam momentan ein Politikum. Doch es wird langsam zu einfarbig hier.
    70 28 Melden
    • Daniel Huber 16.08.2016 15:54
      Highlight Ich habe nicht den Eindruck, dass dieser Artikel «für Verständnis weibelt».
      40 33 Melden
    • Sapere Aude 16.08.2016 16:05
      Highlight Inwiefern weibelt der Artikel für den Islam? Er stellt einfach die Hintergründe für die Diskussion zur Verfügung. Wenn wir sachlich über ein Thema diskutieren wollen, sind solche Informationen wichtig.
      42 12 Melden
    • Stachanowist 16.08.2016 16:14
      Highlight @Huber

      Der Artikel suggeriert durch einseitige Information einen Konsens der religiösen Muslime über diese Textilien:

      "Alle [...] Rechtsschulen stimmen darin überein, dass die Verhüllung [...] verpflichtenden Charakter hat."

      Das mag in Bezug auf die Rechtsschulen stimmen. Viele Geistliche widersprechen dem aber:

      http://www.moroccoworldnews.com/2014/12/146196/saudi-cleric-says-women-are-not-required-to-wear-hijab-can-put-makeup/

      Dieser Artikel ist unausgewogen und kommt seinem angeblichen Informationscharakter nicht nach, da er die Sicht der weniger konservativen Muslime marginalisiert.
      29 7 Melden
    • Lowend 16.08.2016 16:22
      Highlight Hallo? Fakten stören nur beim Hetzen! Nehmt euch endlich ein Beispiel an den Blochermedien, denn die kommen auch ohne Fakten aus und bieten auch so viel einfachere Lösungen an als Watson. (ACHTUNG IRONIE!)
      23 27 Melden
    • Stachanowist 16.08.2016 16:32
      Highlight @ Lowend

      Danke für den Diskussionsbeitrag. Kannst zur besseren Verständlichkeit deiner Äusserung noch spezifizieren, wo ich genau gegen Muslime gehetzt habe? Denn genau das unterstellt mir dein Kommentar.

      Wenn du meine Hetze mit Zitaten belegen würdest, wäre das schön. Merci im Voraus.
      22 5 Melden
    • Lowend 16.08.2016 17:02
      Highlight Mit der Prämisse, dass Watson für den Islam weibelt, weil in einem Artikel Fakten und Informationen über die Begriffe der islamischen Kopftuchformen stehen. Dies ist zwar subtil, aber bleibt trotzdem Hetze, weil Sie unberechtigte Verbindungen herstellen und mit der Angst der Menschen vor der Islamisierung spielen. Von allen Hetzern sind nach wie vor die Klugen die Gefährlichsten, weil bei denen der Hass meist versteckt, verklausuliert oder in harmlosen Nebensätzen daherkommt. Sie können dass übrigens sehr gut.
      13 22 Melden
    • Daniel Huber 16.08.2016 17:09
      Highlight @Stachanowist: Nun, es geht hier doch nur sehr am Rande um die innermuslimische Diskussion des Verhüllungsgebotes. Der Artikel begnügt sich damit, den Grad der Verhüllung als umstritten zu bezeichnen. Primär geht es um die verschiedenen Formen der Verhüllung und die Bezeichnungen dafür. Dass «weniger konservative Muslime» die Pflicht zur Verhüllung bestreiten, mag ja durchaus sein. Mir scheint allerdings, ihre Stimme werde eher in der Umma marginalisiert als durch die Tatsache, dass ich ihnen hier keinen Nebensatz gewidmet habe.
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    • Stachanowist 16.08.2016 17:22
      Highlight @ Lowend

      Ich bin nicht dafür verantwortlich, was Sie in an Paranoia grenzender Manier diffamierend in meine Kommentare hineindeuten. Sie können dass übrigens sehr gut.

      Bitte halten Sie sich an meine Aussagen und argumentieren Sie aufgrund derer, statt irgendwelche Verschwörungstheorien über meine wahre, eigentliche, verborgene Agenda aufzustellen. Merci.
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    • Stachanowist 16.08.2016 17:26
      Highlight @ Huber

      "es geht hier doch nur sehr am Rande um die innermuslimische Diskussion"

      Das ist genau das Problem. Am besten hätten Sie m.E. die ganze Diskussion weggelassen und einen rein informativen Artikel geschrieben. Doch erzeugen Sie mit der in meinem zweiten Kommentar zitierten Aussage ein falsches Bild dieser Diskussion und stellen die Position der sehr Konservativen als Standard dar. Diese sprechen den Muslimas ohne Hijab das Muslima-Sein ab.

      War sicher nicht Ihre Absicht und vielleicht bin ich spitzfindig. Finde aber, dass man bei diesem Thema sehr sorgfältig sein sollte.
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    • Lowend 16.08.2016 17:44
      Highlight Liebster Stachanowist. Es ist unhöflich, andere Forumsteilnehmer in an Paranoia grenzender Manier zu diffamieren, wie sie dass andauernd tun müssen und daher hat es auch keinen Sinn, mit rechthaberischen Menschen wie Ihnen zu diskutieren.
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    • Stachanowist 16.08.2016 17:48
      Highlight PS: ich klinke much nun aus dieser Diskussion aus. Hoffe, mein Anliegen ist klar geworden und mein Votum für einen auch in den Medien sichtbaren, als vollwertige Auslegung anerkannten liberalen Islam wird nur von Wenigen als Hetze missverstanden.

      Einen schönen Abend allerseits.
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  • Charlie Brown 16.08.2016 15:34
    Highlight In dem Fall wäre es ja gar nicht ein Burkini sondern eher ein Al-Amiraini?
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  • Bijouxly 16.08.2016 15:21
    Highlight Wir verlieren den Überblick und die Damen den Durchblick.
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  • tomtom1 16.08.2016 15:10
    Highlight Ob ein muslimisches Portal wohl auch so detailliert über den Unterschied zwischen einem Bikini und einem Badeanzug berichtet? ^^
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    • GeorgOrwell 1984 16.08.2016 15:24
      Highlight Was spielt es für eine Rolle?
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    • Fabio74 16.08.2016 20:02
      Highlight gehe mal davon aus, dass Watson sich nicht als explizit christliches Portal versteht. Insofern passt der Kommentar nicht.
      Ausserdem müssen wir, weil andere es nicht tun, es auch unterlassen
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25 Jahre SMS :-) So haben wir früher Nachrichten verschickt

Im ersten SMS überhaupt war «Merry Christmas» zu lesen. Es wurde am 3. Dezember 1992 verschickt. 

Feiern wir das viertel Jahrhundert SMS mit den besten Erinnerungen von damals. Damals, bevor das Smartphone und die Whatsapp-Nachrichten kamen. 

1 Kurzmitteilung erhalten! Kein gelesener Satz hat dich damals so freudig nervös werden lassen. War es der Schwarm? Ein lustiges Sprüchlein von der Cousine? Oder doch nur «Ihr Guthaben ist aufgebraucht?».

(*Ha di uh mega fescht lieb.)

Es gab aber noch …

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