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Wimbledon, Halbfinals
Raonic s. Federer 6:3 6:7 4:6 5:7 6:3
Murray s. Berdych 6:3 6:3 6:3
Milos Raonic: Der erste Kanadier in einem Grand-Slam-Final.<br data-editable="remove">
Milos Raonic: Der erste Kanadier in einem Grand-Slam-Final.
Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE

Aus der Traum! Raonic wirft Federer raus und sagt: «Er gab mir eine kleine Chance, die nützte ich»

Wir hatten so sehr auf den 18. Grand-Slam-Titel gehofft, doch leider macht Milos Raonic Roger Federer einen Strich durch die Rechnung. Dabei hätte der Schweizer die Partie in vier Sätzen gewinnen können, ja müssen.
08.07.2016, 17:4908.07.2016, 19:57

>>> Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen!

«Er spielte im dritten und vierten Satz unglaublich, aber dann gab er mir eine kleine Chance und ich habe sie genützt», so Milos Raonic nach der Partie. Soeben hatte er seinen ersten Grand-Slam-Final verdient. 

Murray steht im Final
Andy Murray bekundet mit Tomas Berdych keine Probleme. Der Schotte schaltet den Tschechen souverän mit 6:3, 6:3, 6:3 aus und greift nach seinem zweiten Wimbledon-Titel nach 2013. Für den 29-Jährigen ist es der dritte Final in Wimbledon. Bisher konnte er zwei Major-Titel gewinnen, acht Endspiele verlor er.

Roger Federer dagegen verpasste es seinen 11. Wimbledon-Final im vierten Satz zu sichern. Der Maestro vergab dort zu viele Möglichkeiten und schenkte seinem Kontrahenten am Ende den Sieg. Am Ende resultiert die ersten Halbfinal-Niederlage in Südwestlondon für den Schweizer.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Roger Federer rutscht hier im fünften Satz aus und muss Raonic einen Breakball zugestehen. Das Game wird er später verlieren – das Break zur Niederlage.<br data-editable="remove">
Ein Bild mit Symbolcharakter: Roger Federer rutscht hier im fünften Satz aus und muss Raonic einen Breakball zugestehen. Das Game wird er später verlieren – das Break zur Niederlage.
Bild: POOL/REUTERS

Roger Federer sah sich im ersten Satz früh mit einem Rückstand konfrontiert. Milos Raonic nutzte seinen ersten Breakball gleich zum 3:1. Oder besser: Federer schenkte ihm den Servicedurchbruch mit einem Doppelfehler. Federer war im ersten Satz danach nicht schlechter und zeigte einige schöne Schläge, so wie dieser Volley im Rückwärtsgang im Game zum 2:4:

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Der Schweizer las die Aufschläge seines 25-jährigen Konkurrenten nicht schlecht, ein Break gelang ihm aber nicht mehr. So endete der erste Satz dank diesem Winner von Raonic mit 6:3 für die Weltnummer 7 – der erste Satzgewinn für Raonic gegen Federer im dritten Grand-Slam-Duell.

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Federer meldet sich stark zurück

Im zweiten Durchgang blieb die Partie ausgeglichen, allerdings auch langweilig: Beide Spieler bekundeten keine Probleme mit ihrem Aufschlag. Die erste Breakmöglichkeit bot sich Federer bei 5:4, was gleich drei Satzbällen entsprach. Der Kanadier wehrte aber alle drei und einen weiteren ab, das Tiebreak musste her. Dort behielt Federer mit 7:4 die Oberhand – Satzausgleich!

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Im dritten Durchgang schien Federer den Tritt gefunden zu haben. Bei 4:3 kam er zu den nächsten beiden Breakbällen, den zweiten schenkte ihm Raonic mit einem üblen Querschläger:

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Federer servierte den Durchgang danach sicher nach Hause und beendete den Satz stilvoll mit einem Ass:

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Verpasste Chancen im 4. Satz

Doch das Match war längst noch nicht entschieden. Federer nutzte seine Chancen im vierten Satz nicht, vergab zwei Breakbälle in Serie zum 3:2 und einen weiteren Ball zum Servicedurchbruch zum 5:4. Am Ende verpasste er gar das Tiebreack, obwohl die Weltnummer 3 schon 40:0 führte, dann aber – unter anderem mit zwei Doppelfehlern – den Sack nicht zumachte und den dritten Satzball des Kanadiers nicht mehr abwehren konnte:

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Es schien, als wäre das Momentum jetzt auf der anderen Seite. Federer liess in fünften Satz seinen Killerinstinkt vermissen. Beim dritten Breakball konnte Federer den Service nicht mehr halten und geriet 1:3 in Rückstand. In diesem Game fiel Federer zu allem Übel auch noch auf sein lädiertes Knie, konnte aber nach kurzer Pflege weiterspielen.

Federers Sturz im 5. Satz.
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Danach servierte der Kanadier souverän zum Sieg und geriet nie mehr in Gefahr, das Spiel nicht zu gewinnen. Es ist das erste Grand-Slam-Final für den 25-Jährigen.

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