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Explosion auf Frachter vor Oman: Israel sieht iranische Verantwortung



Das Frachtschiff «Rhosus», das das Ammoniumnitrat in den Hafen von Beirut transportierte.
https://www.balticshipping.com/vessel/imo/8630344#gallery-2

Bild: balticshipping.com

Israel geht davon aus, dass der Iran für die Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman verantwortlich ist. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz sagte dem Sender Kan am Samstagabend: «Es gibt die Einschätzung, dass es die Iraner waren, aber das muss noch weiter geprüft werden.»

Die Seebeobachtungsstelle United Kingdom Maritime Trade Operations hatte am Freitag gemeldet, dass die Besatzung des Schiffs nach einer Explosion in Sicherheit sei. Nach Angaben des auf Sicherheitsinformationen spezialisierten Unternehmens Dryad Global aus London handelt es sich bei dem Schiff um die «Helios Ray». Es sei in Besitz der israelischen Firma Helios, die auf der britischen Insel Isle of Man registriert sei. Dem Informationsdienst Marine Traffic zufolge fährt das Schiff unter der Flagge der Bahamas und war auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Singapur, kehrte aber um.

In der Region hatte es in der Vergangenheit mehrmals Zwischenfälle mit Frachtschiffen gegeben. So kam es im Sommer 2019 zu mutmasslichen Angriffen auf zwei Tanker, die beschädigt wurden. Dabei richtete sich der Verdacht gegen den Iran, der die Vorwürfe jedoch zurückwies.

Der Iran ist mit Israel verfeindet. Israel wiederum hat mittlerweile diplomatische Beziehungen mit den beiden Golfanrainern Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Bahrain aufgenommen.

Im November war ein iranischer Atomphysiker bei einem Anschlag getötet worden. Die iranische Führung hatte damals USA und Israel beschuldigt. Israel stellte sich danach auf mögliche Racheaktionen Teherans ein. Gantz sagte zu der Explosion auf dem Frachtschiff, man wisse, dass der Iran unter anderem auf israelische Infrastruktur und israelische Bürger abziele. (sda/dpa)

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