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Entwicklung der Wolfs-Population

Schafsrisse im Zürcher Weinland und im Thurgau – war es ein Wolf?

03.03.17, 12:44 03.03.17, 14:19


Auf einer Weide in Andelfingen wurde am Donnerstag ein Schaf durch Bisse eines Tieres getötet. Die vorgefundenen Spuren deuten darauf hin, dass es von einem grösseren, hundeartigen Tier gerissen wurde, teilt die Zürcher Baudirektion am Freitag mit. Die Vermutung wird durch ähnliche Funde im benachbarten Kanton Thurgau gestützt. Es könnte sich um einen im Vorjahr geborenen Jungwolf handeln, der sich auf Wanderschaft begeben hat. Dabei kann er in kurzer Zeit grosse Distanzen zurücklegen.

Die Fischerei- und Jagdverwaltung wertet die Spuren momentan aus. Mit gesicherten Erkenntnissen aus den genetischen Proben ist erst in einigen Wochen zu rechnen. Die Fischerei- und Jagdverwaltung hat vorsorglich die Nutztierhalter in der Region Weinland über den Vorfall informiert und sie aufgefordert, Vorsichtsmassnahmen zu treffen. 

Sollte sich die Vermutung bestätigen, dass es sich um einen Wolfsriss handelte, wäre dies der dritte Nachweis einer Wolfspräsenz im Kanton Zürich im Verlauf der letzten drei Jahre. Zuvor galt der Wolf im Kanton Zürich während über hundert Jahren als ausgestorben. Der Kanton Zürich fördert die Wiederansiedlung des Wolfes nicht, akzeptiert ihn aber als Teil der heimischen Wildfauna.

Erstmals seit 200 Jahren wieder ein Wolf im Thurgau?

In Hohentannen und in Uesslingen im Thurgau sind seit Anfang Woche Schafe gerissen worden. Vieles deutete auf einen Wolf hin, teilte die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung am Freitag mit.

Es sei «nicht auszuschliessen, dass der Wolf nach mehr als 200 Jahren Abwesenheit in den Kanton Thurgau zurückgekehrt ist», heisst es im Communiqué. Anfang Woche wurden auf zwei Schafweiden in Hohentannen bei Bischofszell mehrere Tiere von einem Raubtier gerissen; weitere Schafe wurden verletzt.

In Uesslingen bei Frauenfeld schlug in der Nacht auf Donnerstag ein Raubtier zu: Ein Schaf wurde dort gerissen, drei weitere verletzt. Nach ersten Befunden durch das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern wurden die Schafe von einem Hund oder von einem Wolf gerissen.

Die Rissbilder von Hund und Wolf seien sehr ähnlich, und direkte Beobachtungen habe es nicht gegeben, heisst es. Erst genetische Proben können einen klaren Nachweis erbringen. Diese Untersuchungen dauern mehrere Wochen. Offen ist auch, ob ein Zusammenhang zwischen den Rissen in Hohentannen und Uesslingen besteht.

Jungwölfe auf Wanderschaft

Es sei bekannt, dass Wölfe in einer Nacht Dutzende Kilometer zurücklegen können. Im Frühling wandern jeweils vor allem junge Männchen aus ihren Rudeln ab, um eigene Territorien zu suchen. Somit sei durchaus denkbar, dass einer oder mehrere Wölfe in den Thurgau eingewandert seien.

Die Jagd- und Fischereiverwaltung empfiehlt den Kleintierhaltern vermehrte Aufmerksamkeit und Schutzmassnahmen gegen Raubtierangriffe. So sollen die Tierhalter ihre Zäune überprüfen und wenn nötig anpassen. Schaffe und ähnliche Tiere sollten nachts in Ställe gebracht werden.

Erst am vergangenen Wochenende waren auch auf einer Weide im appenzell-ausserrhodischen Heiden zwei Schafe gerissen worden. Auch dort deuteten die Spuren auf einen Wolf hin. (whr/sda)

Wolfsrudel im Wallis

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • anonüm 03.03.2017 16:22
    Highlight Herrliche Sache mit diesem Wolf. Ich freue mich auf die "Grüezini" welche plötzlich ein anderes Bild vom Wolf bekommen.

    Ich wünsche viel Spass beim streicheln. (Anderes wäre ja eine Schande)
    12 41 Melden
    • Mett-Koch 03.03.2017 16:39
      Highlight Grüezi anonüm. Also ich würde mich freuen, wenn wir irgendwann auch ein Rudel bei uns hätten...
      33 5 Melden
    • Neuromancer 03.03.2017 16:45
      Highlight Wir haben wenigstens die Hände frei um Wölfe zu streicheln, sofern die das überhaupt zulassen. Währenddessen machen die Walliser mit gewohnten Lamenti wieder die hohle Hand beim Bund. 😉
      21 10 Melden
    • anonüm 03.03.2017 16:52
      Highlight Tip Top.
      Ich drücke die Daumen ;)
      4 8 Melden
    • Baba 03.03.2017 16:57
      Highlight anonüm, ich habe nicht den Wunsch jedes Tier streicheln zu können/müssen und freue mich über die Anwesenheit des Wolfs in der Schweiz. Es wäre für mich ein Highlight, diese faszinierenden und
      (entgegen vielen Menschen) sehr sozialen Wesen beobachten zu können.

      Wie bei den Bären müssten die Menschen einen Teil ihrer Bequemlichkeit ablegen wie zB Tiere unbewacht sömmern, Tiere nachts nicht einstallen, Abfall offen neben Behausungen lagern etc. Aber das ist heutzutage wohl zuviel verlangt...
      27 7 Melden
    • Fabio74 03.03.2017 16:58
      Highlight Wilde Tiere streichelt man nicht. Der Wolf ist ein Raubtier. Wer Schafe hat soll die schützen und nicht nur jammern und Subventionen kassieren.
      Der Wolf gehört zur Natur
      32 7 Melden
    • Butzdi 03.03.2017 17:36
      Highlight @anonüm: würden die Lonza Hobbybauern ihre Schafe schützen, dann wäre das kein Problem. Aber das wäre ja mit Aufwand und Geld verbunden... lieber reissen lassen, schreien und Geld verlangen. Zum Glück denkt nur eine kleine Minderheit im VS wie sie. Wir haben hier in ZH auch viel Natur und können mit ein paar Wölfen gut leben.
      Ich bin Taucher, wann wird mir auch mein Hobby finanziert?
      1 1 Melden
    • undduso 03.03.2017 18:23
      Highlight @Baba
      Das unbewachte Sömmern ist keine Bequemlichkeit sondern nur eine Reaktion der Bauern auf eine veränderte Marktsituation. Schau mal wie der Fleischkonsum über die letzten Jahre/Jahrzehnte zugenommen hat. Gleichzeitig wurde von den Bauern gefordert, unternehmerischer zu denken, die Tiere artgerechter zu halten und das alles zu niedrigeren Preisen. Jetzt ist der Wolf da, reisst Tiere und die Leute in der Stadt fragen sich, wieso das idyllische Alpenleben aus den Heidifilmen nicht mehr existiert. Gsnz einfach, weil niemand bereit ist dafür zu zahlen.
      1 0 Melden