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Keine 10-Millionen-Schweiz: Islam-Game von Egerkinger Komitee ist down

Die Grenzwächterin ist offline: Das Islamisierungs-Spiel des Egerkinger Komitees kann aktuell nicht mehr gespielt werden.
Die Grenzwächterin ist offline: Das Islamisierungs-Spiel des Egerkinger Komitees kann aktuell nicht mehr gespielt werden.Bild: Screenshot Egerkinger Komitee

10-Millionen-Schweiz: Webhost nimmt umstrittenes Minigame des Egerkinger Komitees vom Netz

Das SVP-nahe Komitee hatte ein Spiel veröffentlicht, in dem man als Grenzwächterin Musliminnen und Muslime an der Einreise in die Schweiz hindern sollte. Nun ist das Spiel offline.
22.05.2026, 10:4822.05.2026, 14:22

Die Spielanleitung las sich einfach: «Stoppe die unkontrollierte Masseneinwanderung». Heldin des Spiels ist eine hellhäutige Grenzwächterin im gelben Gilet. Ihr Ziel ist es, Männer mit Messern und Mütter im Kopftuch an der Einreise in die Schweiz zu hindern.

Nun ist das Spiel «Protect Switzerland», das über die Website des SVP-nahen Vereins Egerkinger Komitee abrufbar war, offline. Will man es spielen, erscheint eine Fehlermeldung.

Islamisierungs-Game Egerkinger Komitee

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Islamisierungs-Game Egerkinger Komitee

Als Grenzwächterin musst du im Islamisierungs-Spiel muslimische Familien an der Einreise in die Schweiz hindern. Der ausländische Arzt hingegen darf als Fachkraft einreisen.

quelle: screenshot egerkinger komitee
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Die Onlinezeitung Nau hatte beim Hostingunternehmen Netlify, über welches das Spiel lief, angefragt, ob der Inhalt des Games mit den eigenen Nutzungsbedingungen vereinbar sei.

Netlify beantwortete diese Frage nicht, nahm aber das Islamisierungs-Game vom Netz. Auch die Onlinezeitung hat eine Nähe zur SVP: Christoph Blocher ist mit 15 Prozent an der Betreiberin des Newsportals beteiligt.

«Dynamik in die Abstimmung bringen»

Gegenüber watson nimmt Anian Liebrand vom Egerkinger Komitee Stellung.

Dass der Webhost das Spiel vom Netz genommen hat, nimmt Liebrand zur Kenntnis. Über die Kritik, die in den letzten Tagen am Spiel laut geworden ist, sagt er: «Es gibt immer ein paar Leute, die eine politische Botschaft nicht einordnen können».

Wie ordnet er selbst denn das Spiel ein? «Wir wollten Dynamik in den Abstimmungskampf zur ‹Keine-10-Millionen-Schweiz›-Initiative bringen und damit die junge Generation erreichen», sagt Liebrand.

Anian Liebrand, Koordinator des ueberparteilichen Abstimmungskomitees ''Nein zur Ehe fuer alle'' lanciert den Abstimmungskampf und praesentiert die Argumente des Komitees, am Freit ...
Anian Liebrand will prüfen, ob man das Game wieder online bringen kann.Bild: KEYSTONE

Er räumt ein, dass das Spiel eine Provokation sei. «Damit haben wir ja gewisse Erfahrung im Egerkinger Komitee.» Auf den Verein gehen auch die Volksinitiativen zum Burkaverbot und Minarettverbot zurück, die beide eine Mehrheit bei der Schweizer Stimmbevölkerung fanden.

SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer geisselte das Islam-Spiel im Blick als «Normalisierung purer Gewalt». NGO wie die Schweizerische Flüchtlingshilfe sprachen von einer Entmenschlichung und Stigmatisierung von Geflüchteten.

Über die Keine-10-Millionen-Schweiz-Initiative stimmt die Schweiz am 14. Juni ab. Bei einer Annahme dürfte die ständige Schweizer Wohnbevölkerung nicht über die Zahl von 10 Millionen hinaus wachsen. Schon ab 9,5 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen müsste der Bundesrat Massnahmen treffen, um die Zuwanderung in die Schweiz einzudämmen.

(her)

Erklärvideo Nachhaltigkeits–Initiative

Video: watson/Aylin Erol, Michael Shepherd
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233 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ABWESEND
22.05.2026 10:55registriert September 2024
also Fremdenhass heisst auf Neudeutsch Dynamik rein bringen?

und ich dachte der SVP gehe es um Nachhaltigkeit.
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mrmikech
22.05.2026 11:10registriert Juni 2016
Stell dir vor, ein Spiel, in dem man als Grenzwächterin Juden oder Homosexuelle an der Einreise in die Schweiz hindern müsste …

Jemand, der so ein „Spiel“ kreiert, bewegt sich klar im rechtsaussen Ideologiebereich. Unsere Gesetze verbieten explizit Diskriminierung dieser Art. Punkt.

Anzeigen. Punkt.
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goodbunny
22.05.2026 10:57registriert Februar 2026
Die Ausrede ist genauso bedenklich wie das Spiel.
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