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SBB-Transportpolizei begleitet keine FCL-Fan-Züge mehr – Fans müssen selbst für Ordnung sorgen



Die Extrazüge der Fans des FC Luzern werden nicht mehr von der Transportpolizei begleitet. Darauf haben sich die SBB und die FCL-Fanarbeit geeinigt. Die Fans müssen nun selbst für Ruhe und Ordnung sorgen.

Die SBB bestätigte am Mittwoch eine Vorabmeldung der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehen SRF. Die Fans stellten in Zusammenarbeit mit der Fanarbeit Luzern jeweils vier Personen, die im Zug als Ansprechpersonen tätig seien. Bis jetzt seien die Fans jeweils von zwei Transportpolizisten begleitet worden.

15 FCL-Fans als Begleiter ausgebildet

SBB-Sprecherin Lea Meyer sagte, die SBB-Transportpolizei habe 15 FCL-Fans als Begleiter ausgebildet. Ein Test sei am letzten Sonntag gut verlaufen. Die neue Regelung werde ab der Rückrunde angewandt.

2011 hatte die SBB bereits eine ähnliche Vereinbarung mit dem Berner Fussballclub YB getroffen. Im Unterschied zu Luzern wurde die Regelung im Falle von YB aber nicht mit der Fanarbeit, sondern mit dem Verein getroffen. Deshalb werden die YB-Züge von Stewarts des Vereins begleitet. In beiden Fällen liege die Haftung und die finanzielle Verantwortung bei der SBB, erklärte Meyer.

Die SBB ist nach eigenen Angaben interessiert, mit weiteren Clubs individuelle Lösungen umzusetzen. Die Sicherheit aller Beteiligten habe oberste Priorität. Die normalen Passagiere und die Fussballfans sollten strikte voneinander getrennt reisen, so dass der Bahnverkehr so reibungslos wie möglich funktioniere.

Gewaltexzesse

Gemäss «Rundschau» kam es in Fanzügen immer wieder zu Gewaltexzessen gegen Transportpolizisten. Mit dem in Luzern getroffenen Modell würden SBB und Transportpolizei entlastet und die Selbstregulierung der Fans gestärkt, erklärte Meyer. Die «Rundschau» zitiert den stellvertretenden Kommandanten der Transportpolizei, der sich eine Beruhigung der Situation in den Extrazügen erhofft.

Viel Geld spart die SBB mit dem neuen Modell nicht. Sie habe für die Fantransporte weiterhin ungedeckte Kosten von rund drei Millionen Franken, sagte Meyer. Als Kostenverursacher nannte sie die Organisation des Rollmaterials, dessen Reinigung oder die Behebung der Schäden. Die Begleitung mache hier nur einen kleinen Teil aus. (whr/sda)

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