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AfD-Spendenaffäre: Spur führt zu Milliardär in Weinfelden 



In der Affäre um illegale Spendengelder für die AfD führt eine weitere Spur in die Schweiz. Der Unternehmer August von Finck soll laut Recherchen des «Spiegel» und der «WOZ» über einen Mittelsmann in die Konzeption der Zeitung «Deutschland Kurier» eingebunden gewesen sein. Finck lebt in Weinfelden.

Ein vertrauter des Milliardärs sollte den neuen Chefredakteur aussuchen 

Der «Deutschland Kurier» erscheint seit 2017 und publiziert AfD-nahe Inhalte. Bis vor Kurzem wurde er vom sogenannten «Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten» herausgegeben. 

Finck steht nun im Verdacht, Einfluss auf die Führung der Zeitung genommen zu haben. Das berichtet auch ein Rechercheverbund der «Süddeutschen Zeitung», des NDR und WDR. 

Der Mittelsmann sei demnach der Geschäftsmann Ernst Knut Stahl. Er soll mit der Aufgabe betraut gewesen sein, einen neuen Chefredakteur für die Zeitung zu suchen. Bisher habe keiner der Beteiligten zu den Vorwürfen Stellung genommen. 

Zuschuss in der Anfangsphase der AfD

Finck soll ausserdem Ausgaben der Partei über eine Münchener Kommunikationsagentur bezahlt haben und der AfD so in der Gründungsphase wohl ordentlich Anschub. Der damalige Bundesschatzmeister der AfD, Norbert Stenzel, schätzt die Summe auf «100’000 bis 120’000 Euro».

Auch nach der Gründungsphase unterstütze Finck die Partei über Umwege, die Verbindungen verschleiern sollten: 2014 und 2015 betrieb die AfD einen Goldshop im Internet. Einer ihrer Lieferanten: die Firma Degussa Sonne/Mond Goldhandel AG, die Finck gehört und ihren Sitz in Cham im Kanton Zug hat. Weil diese Form der Finanzierung laut deutschem Parteigesetz inzwischen unzulässig ist, musste die AfD den Shop einstellen.

Ab dem Frühjahr 2016 erhielt die AfD dann plötzlich Unterstützung von einem ominösen Werbeverein namens «Recht und Freiheit». Schätzungen zufolge finanzierte der Plakatwerbung und Gratiszeitungen in der Höhe von mindestens zehn Millionen Euro.

Nicht die erste Parteispende des Milliardärs 

Finck ist kein Neuling, was Parteispenden angeht: Über seine Firmen liess er bereits der FDP, der CSU (genauer: Franz Josef Strauss) und dem eurokritischen Bund freier Bürger Finanzspritzen geben. Die CSU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hatte laut «Spiegel» schon bei den Bundestagswahlen 2013 vermutet, dass Finck die AfD fördere. Beweise gab es damals keine. 

August von Finck lebt seit 1999 in der Schweiz. Der ehemalige Bankier besitzt mehrere Firmen mit Sitz in München und ist unter anderem in der Immobilienbranche tätig. Sein Vermögen wird auf knapp acht Milliarden US-Dollar geschätzt. Er ist damit einer der reichsten Deutschen. (tam) 

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Video: watson/felix huesmann, marius notter, lia haubner

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Juliet Bravo 25.11.2018 01:01
    Highlight Highlight Das russische Geld würde mich in der ganzen Affäre noch interessieren.
  • JaneSodaBorderless 24.11.2018 16:32
    Highlight Highlight Ich empfehle den WOZ-Artikel zu Herrn Fink:

    https://www.woz.ch/-92ee
  • Jeenuu 24.11.2018 08:21
    Highlight Highlight Dem vonFinck gehört das Schloss Weinfelden schon seit ziemlich lange. Lebt da aber nicht permanent. Vielleicht wär mal wieder eine Palastrevolution des Volkes angebracht, möchte das Teil schon lange mal von innen sehen...;-)
    • Juliet Bravo 25.11.2018 01:32
      Highlight Highlight Friede den Hütten - Krieg den Palästen!
    • Juliet Bravo 25.11.2018 02:43
      Highlight Highlight Es ist Zeit, dass wir Demokraten endlich die Monarchien überwinden: zu oberst auf der Liste stehthen Spanien und Grossbritannien. Es ist Zeit. Nieder mit den Königen und Königinnen!
  • Charlie Brown 24.11.2018 07:29
    Highlight Highlight Milliardäre spannen das einfache Volk vor ihren Karren damit diese für sie den Acker pflügen. Und das einfache Volk ist einfach genug um zu glauben, es gehe um sein eigenes Wohl.

    You dreamer...
  • walsi 24.11.2018 06:51
    Highlight Highlight An alle die es komisch finden, dass der Mann in Weinfelden wohnt. Er hat da ein Schloss und einen fantastischen Ausblick auf das Thurtal.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weinfelden#/media/File:Schloss_Weinfelden-20151105.jpg
  • walsi 24.11.2018 06:48
    Highlight Highlight Für die, die es interessiert. Hier nimm Frau Weidel Stellung zu den Spenden im Bundestag. Wenn man sich ein Urteil bilden will wäre es gut der Beschuldigten mal selber direkt zu zuhören.

    Play Icon
    • Juliet Bravo 25.11.2018 01:33
      Highlight Highlight Ja und? Bleibt dubiosos.
  • FrancoL 24.11.2018 03:18
    Highlight Highlight Wieso kann ein Herr von Finck nicht zu seiner Spende stehen? Hat er Skrupel? wohl kaum. Schämt er sich? wohl kaum. Also wieso steht er nicht zur Spende oder zu den Spenden?
    • Loeffel 24.11.2018 09:02
      Highlight Highlight Meinst du das jetzt im Ernst? Vielleicht weil es illegal ist?
    • WolfCayne 24.11.2018 09:48
      Highlight Highlight Naja, die Partei des einfachen Mannes wird unglaubwürdig, wenn Milliardäre deren Politik so stark fördern. Das kratzt langsam aber sicher auch am $VP-Image in der Schweiz.
    • FrancoL 24.11.2018 21:34
      Highlight Highlight @loeffel; es ist nicht illegal als deutscher zu spenden. Es ist illegal dies nicht zu deklarieren. Und nun überlege wieso der Mann sich nicht outet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Juliet Bravo 24.11.2018 02:11
    Highlight Highlight „August von Finck lebt seit 1999 in der Schweiz. Der ehemalige Bankier besitzt mehrere Firmen mit Sitz in München und ist unter anderem in der Immobilienbranche tätig. Sein Vermögen wird auf knapp acht Milliarden US-Dollar geschätzt. Er ist damit einer der reichsten Deutschen. (tam)“

    Er lebt natürlich in Weinfelden, weil es ja wirklich schön ist im Thurgau🍎💪🏼 und nicht wegen einem Steuerdeal.
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 24.11.2018 10:46
      Highlight Highlight Steuerdeal hin oder her, gut möglich.

      Aber, Thurgau ist wirklich schön!
    • Firefly 24.11.2018 18:15
      Highlight Highlight Ein Wirtschafts Migrant erster Güte
  • Pana 24.11.2018 01:48
    Highlight Highlight Hat 8 Milliarden und lebt in Weinfelden? Wtf :D
    • josh89 24.11.2018 04:21
      Highlight Highlight "Fink hat seinen Wohnsitz in Weinfelden" wäre vermutlich treffender. Ich könnte mir vorstellen, dass der gute Mann da einmal im Jahr zum einwerfen der Steuererklärung vorbeischaut.
    • Laila_B 24.11.2018 10:00
      Highlight Highlight Im Schloss Weinfelden.. 😉


      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weinfelden
    • Baba 24.11.2018 17:45
      Highlight Highlight Pauschalbesteuerung...
  • Astrogator 23.11.2018 23:57
    Highlight Highlight Interessant ist vor allem mit welchem Gold er den Grundstein zu seinem Vermögen gelegt hat. Er denkt sich wohl, aus Sicht seines Kontos hat er 39-45 mit den richtigen zusammengearbeitet also probiert man es nochmals mit den Leuten vom gleichen Schlag.
  • Stan_the_man 23.11.2018 23:37
    Highlight Highlight Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist der cDu nahe, nicht der cSu.
  • Klaus07 23.11.2018 23:35
    Highlight Highlight Wie ist das jetzt? Ich gehe davon aus, dass Herr Fink nicht die schweizer Staatsbürgerschaft besitzt. Wenn er jetzt durch die verschleierten und illegalen Parteispenden sich strafbar gemacht hat, wird dann Herr Fink ausgeschafft? Oder wird beim Geldadel eine andere Messlatte angesetzt als bei einem armen Mazedonier oder Eritreer?
  • sheimers 23.11.2018 23:13
    Highlight Highlight "von Finck", "von Storch",... Der (Geld-)Adel versucht wieder an die Macht zu kommen. Parteien wie die AfD sind keine Bürgerbewegungen, sie kämpfen auch nicht gegen die Elite. Sie wären nur selber wieder gerne die Elite.
    • Juliet Bravo 24.11.2018 00:10
      Highlight Highlight Die alte Elite, der Adel.
    • The oder ich 24.11.2018 00:22
      Highlight Highlight @sheimers: und wie von Storch hat dieser Finck eine saubere braune Blutlinie vom Vater her, wie ein kurzer Blick auf seinen Wikipedia-Eintrag zeigt.

      Dort sieht man auch, dass er sich einige Schweizer Unternehmen unter den Nagel gerissen hat (Mövenpick, von Roll u. a.). Fast könnte man meinen, die Fünfte Kolonne habe nun doch noch Erfolg in unserem Land.
    • Zeezoo 24.11.2018 01:23
      Highlight Highlight Die waren nie weg, nur still und haben gewartet...und haben nun neue "Möglichkeiten" gefunden
    Weitere Antworten anzeigen
  • tzhkuda7 23.11.2018 22:13
    Highlight Highlight Wie sie sich alle echauffieren

    Dabei ist das offendichtliche noch viel schlimmer wie Parteispenden in Deutschland zusammen komme


    100.000-120'000 Euro haja

    Da lachen Bayer und die Autohersteller laut in die Faust, das würde nichtmal für die Spesen reichen haha
    • Juliet Bravo 24.11.2018 23:52
      Highlight Highlight Also soll man sich unter 10 Millionen bitte schön nicht mehr echauffieren? Oder wie?

Komplett bescheuert? Ja, aber ziemlich lustig, was die BVG da macht

Taj Mahal, Machu Picchu, Berliner Verkehrsgesellschaft. Wer im Dreiklang dieser drei Begriffe einen Missklang hört, liegt falsch. Zumindest, wenn es nach der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) geht. Denn das Unternehmen – so scheint es wenigstens, wenn man dem derzeit im Netz kursierenden Promotionsvideo glaubt – bewirbt sich um die Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der Unesco. Die beiden erstgenannten Sehenswürdigkeiten prangen schon längst dort.

Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken: …

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