USA 

Verschleppte Mädchen in Nigeria: CIA mischt sich ein

06.05.14, 10:03 06.05.14, 10:59
Women react during a protest demanding security forces to search harder for 200 schoolgirls abducted by Islamist militants two weeks ago, outside Nigeria's parliament in Abuja April 30, 2014. Scores of suspected Boko Haram gunmen stormed an all-girls secondary school in the village of Chibok, in Borno state, on April 14, packing the teenagers onto trucks and disappearing into a remote, hilly area along the Cameroon border. REUTERS/Afolabi Sotunde (NIGERIA - Tags: CIVIL UNREST RELIGION EDUCATION TPX IMAGES OF THE DAY)

Bild: Reuters

Die USA haben der nigerianischen Führung Hilfe bei der Suche nach mehr als 230 entführten Schülerinnen zugesichert. Washington werde relevante Geheimdienstinformationen mit Abuja austauschen, sagte ein US-Behördenvertreter am Montag dem Fernsehsender CNN.

Man werde sich auch diplomatisch und militärisch damit befassen, aber keine Truppen schicken. Auch eine Beteiligung an einer möglichen Rettungsaktion sei denkbar, berichtete der Sender nach Angaben eines anderen US-Beamten.

Die radikalislamische Sekte Boko Haram hatte sich am Montag, rund drei Wochen nach der Entführung, zu der Tat bekannt. "Ich habe eure Mädchen gekidnappt", zitierte die Zeitung "Sahara Reporters" den Anführer der Gruppe, Abubakar Shekau. Ein entsprechendes Bekennervideo war mehreren Medienorganisationen zugespielt worden.

Die Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren waren aus einer Schule in dem Ort Chibok im nordöstlichen Bundesstaat Borno verschleppt worden. Mehreren Dutzend gelang seither die Flucht. Wie viele Mädchen sich noch genau in der Gewalt der Extremisten befinden, ist unklar, jedoch sollen es mehr als 200 sein.

«Allah sagt, ich soll verkaufen, er befiehlt mir, zu verkaufen. Ich werde Frauen verkaufen»

Shekau drohte in dem Video, die Mädchen zu verkaufen. "Ich werde sie auf dem Markt verkaufen, so Allah es will", sagte der Extremistenführer laut einer CNN-Übersetzung. "Allah sagt, ich soll verkaufen, er befiehlt mir, zu verkaufen. Ich werde Frauen verkaufen." Er sagte sinngemäss, die Mädchen sollten verheiratet werden, anstatt zur Schule zu gehen. (aeg/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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