Gesundheit
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FILE - In this May 21, 2015, file photo, a thermal camera monitor shows the body temperature of passengers arriving from overseas against possible MERS, Middle East Respiratory Syndrome, virus at the Incheon International Airport in Incheon, South Korea. South Korea on Wednesday, Jan. 8, 2020, has put a 36-year-old Chinese woman under isolated treatment amid concerns that she brought back a form of viral pneumonia that has sickened dozens in mainland China and Hong Kong in recent weeks. (Kim Ju-sung/Yonhap via AP, File)

Ein Wärmebildkamera erfasst die Körpertemperatur der aus Übersee ankommenden Passagiere auf dem Incheon International Airport in Incheon, Südkorea. Bild: AP

3 Tote in China, erster Fall in Südkorea – mysteriöse Lungenkrankheit breitet sich aus



Die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit in China hat sich erstmalig auch ausserhalb der zentralchinesischen Metropole Wuhan in der Volksrepublik verbreitet. Drei Menschen sind an der Krankheit bereits gestorben. Südkorea meldet den ersten Fall.

Erster Fall in Südkorea

Die Gesundheitsbehörden in Südkorea haben erstmals eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus aus China gemeldet. Betroffen sei eine 35-jährige Chinesin, teilten die Koreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit. Die Frau kam demnach am Sonntag aus der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan in Südkorea an.

Die chinesische Gesundheitskommission bestätigte zudem zwei neue Fälle in Peking und eine Erkrankung in der Provinz Guangdong. Damit ist der neue Coronavirus-Stamm in China nicht mehr nur auf Wuhan begrenzt. Alle drei Patienten seien jedoch in Wuhan gewesen.

epa08140316 Medical staff carry a patient into the Jinyintan hospital, where patients infected with a new strain of Coronavirus identified as the cause of the Wuhan pneumonia outbreak are being treated, in Wuhan, China, 18 January 2020 (issued 19 January 2020). China on 19 January 2020 reported 17 new cases of the new mysterious SARS-like virus linked to the Wuhan pneumonia outbreak that has killed two people and sickened at least 62, raising fears ahead of the Chinese New Year holidays where millions of people are expected to travel around the country.  EPA/STRINGER CHINA OUT

Medizinisches Personal bringt einen Patienten in das Jinyintan-Krankenhaus, wo Patienten, die mit einem neuen Coronavirusstamm infiziert sind, behandelt werden. Bild: EPA

In der Millionenstadt hat sich die Zahl der mit dem Erreger Infizierten erhöht: über das Wochenende seien 136 neue Fälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Sprunghafter Anstieg der Erkrankungen

Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle sprunghaft auf rund 200 gestiegen. Ein weiterer Patient starb. Damit gibt es jetzt drei Todesfälle, wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Stadt Wuhan am Montag berichtete.

Der Grossteil der Infektionen konzentrierte sich mit 198 Fällen weiter auf die 11-Millionen-Metropole Wuhan. Von den Patienten sind 35 schwer erkrankt, neun in einem kritischen Zustand, wie die Gesundheitsbehörde berichtete.

Bis Sonntag waren erst rund 60 Fälle offiziell bestätigte worden. Doch gehen Forscher am Imperial College London davon aus, dass die Ausbreitung der Krankheit viel grösser ist als bisher bekannt. Nach ihrer Wahrscheinlichkeitsrechnung schätzen die Experten die Zahl der Patienten auf mehr als 1700.

Übertragung von Mensch zu Mensch?

Auch warnen die Experten vor einer möglichen Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Chinas Gesundheitskommission mahnte in Peking zur Vorsicht, weil der Ursprung des neuen Typs von Coronavirus noch nicht gefunden sei. Auch sei nicht sicher, wie sich Menschen ansteckten: «Die Übertragung wird noch nicht völlig verstanden.» Trotzdem hielten Experten den Ausbruch für «kontrollierbar».

Es wird vermutet, dass das neuartige Virus aus der Tierwelt kommt. Die anfänglichen Infektionen wurden mit einem inzwischen geschlossenen Fischmarkt in Wuhan in Verbindung gebracht, auf dem auch wilde Tiere verkauft wurden.

Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen – allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu.

800 Tote bei Sars-Pandemie

Auch das Sars-Virus, dem der neue Erreger ähnlich ist, stammte vermutlich aus der Tierwelt. Sars steht für «Severe Acute Respiratory Syndrome», also Schweres Akutes Atemwegssyndrom.

Bei der Sars-Pandemie waren 2002/2003 von China ausgehend weltweit rund 8000 Menschen an der Lungenseuche erkrankt. Knapp 800 starben. Damals war der Ausbruch anfangs vertuscht worden, was eine schnelle Reaktion verhindert und die Verbreitung zunächst begünstigt hatte.

Vor gut einer Woche hatten Experten die Gensequenz des neuen Virus entschlüsselt, was die Tests bei Patienten mit Lungenentzündungen unbekannter Ursache erleichtert.

Auch im Ausland gibt es bereits Fälle. In Thailand sind zwei Infektionen und in Japan ein Fall bei Reisenden aus Wuhan bestätigt worden. Die drei Patienten hatten aber nicht den Tiermarkt besucht, wo der Ursprung vermutet wird. Das liess Experten vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch warnen.

Bisher keine Reisewarnung

Die Weltgesundheitsorganisation hat bisher keine Reisewarnung für Touristen ausgesprochen. Die US-Gesundheitsbehörde (CDC) riet aber Reisenden nach Wuhan, Tiermärkte und den Kontakt mit Tieren oder mit kranken Personen zu meiden. «Eine begrenzte Übertragung von Mensch zu Mensch könnte vorkommen», hiess es in der Mitteilung.

Asiatische Nachbarn haben vorsorglich Fieberkontrollen bei Einreisenden aus China eingeführt. Auch die US-Flughäfen in New York, San Francisco und Los Angeles machen Gesundheitskontrollen bei Reisenden aus Wuhan.

Die Gefahr der Übertragung infektiöser Krankheiten wächst noch mit der laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag. In der grössten jährlichen Völkerwanderung sind einige Hundert Millionen Chinesen unterwegs.

(dsc/sda/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • winglet55 21.01.2020 03:49
    Highlight Highlight Allein an Gripper sterben jedes Jahr weltweit bis zu 645'000 Menschen.
    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2017-12/weltweite-studie-zahl-der-grippetoten-hoeher-als-gedacht/
    • Spiegelkopf 21.01.2020 08:44
      Highlight Highlight Gut, dass zumindest einer das alles in die richtigen Relationen rueckt.
  • atorator 20.01.2020 17:46
    Highlight Highlight I am Legend....
  • Merlin.s17 20.01.2020 17:12
    Highlight Highlight Die Überschriften klingen immernoch wie aus Plague Inc. abgekupfert.
  • TheNormalGuy 20.01.2020 08:10
    Highlight Highlight Ich habe ja schon länger eine neue Superkrankheit erwartet, welche sich gegen die gängigen Antibiotika und Behandlungsmethoden durchsetzen kann.
    Auch habe ich das Gefühl, dass sich die Erde irgendwann selbst um seinen Virus Mensch kümmert und uns mit einer hübschen Krankheit stark dezimieren wird.

    *Schwarzmalerei off*
    Benutzer Bild
  • derEchteElch 20.01.2020 07:58
    Highlight Highlight Ich hoffe, der Bundesrat prüft eine greifende Einreisesperren für Chinesen, welche aus der Region kommen (oder am besten gleich alle, solange diese Gefahr nicht gebannt ist).

    Das schlimmste, was passieren könnte ist, dass ein Chinese diesen Virus nach Europa schleppt.

    Wir müssen jetzt Massnahmen treffen.
  • UriStier 20.01.2020 07:58
    Highlight Highlight Naja die Natur versucht immer ein Gleichgewicht herzustellen, zum Wohle aller. Und das die Erde überbevölkert ist von der Spezies Mensch sollte jedem klar sein.
  • Charlie B. 20.01.2020 07:18
    Highlight Highlight Das sind ja schöne Aussichten. Ein paar werden sicher auch in die Schweiz reisen.
    • Spiegelkopf 21.01.2020 08:45
      Highlight Highlight Ein paar von den ca. 1,5 Milliarden Chinesen schon....

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