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Erst morgen im Super-G sagt Didier Défago endgültige Lebewohl.
Erst morgen im Super-G sagt Didier Défago endgültige Lebewohl.Bild: EPA/KEYSTONE

Didier Défago nach dem verpassten Coup in seiner letzten Abfahrt: «Der Sieger ist der beste Abfahrer der Saison und ich bin stolz, neben ihm stehen zu dürfen»

Schöner kann man eine Karriere kaum beenden. Didier Défago schafft es beim Weltcup-Finale in Méribel in seiner letzten Abfahrt als Zweiter nochmals aufs Podest – danach hat er gemischte Gefühle.
18.03.2015, 11:2918.03.2015, 13:59

Die letzte Abfahrt des Winters ist gleichzeitig seine mit Abstand beste. Didier Défago, der schon im einzigen Training mit Bestzeit aufgezeigt hat, dass mit ihm auf dieser Piste zu rechnen ist, muss sich letztlich nur vom Norweger Kjetil Jansrud schlagen lassen. 24 Hundertstel sprechen für den Skandinavier, der damit auch erstmals den Abfahrts-Weltcup gewinnt.

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Didier Défago applaudiert Kjetil Jansrud, der ihn soeben von der Spitze verdrängt hat.gif: SRF

Der Abfahrtsolympiasieger von 2010 hadert nach der knappen Entscheidung nicht mit dem Schicksal. «Der Sieger ist der beste Abfahrer der Saison und ich bin stolz, neben ihm stehen zu dürfen. Es war ein grosser Wunsch von mir, dass ich in der letzten Abfahrt noch einmal auf dem Podest stehe. Es ist schön, so von dieser Disziplin Abschied zu nehmen», sagt Défago, der morgen mit dem Super-G sein letztes Rennen bestreitet, zum SRF.

Défago erwischt nochmals einen absoluten Traumtag. Das beginnt schon mit der Startnummer 1, die gewiss kein Nachteil ist. Danach begeht der 37-jährige Romand keinen Fehler. Wäre Jansrud nicht gewesen, Défago hätte als bisher ältester Fahrer überhaupt eine Weltcup-Abfahrt gewonnen.

Didier Défagos Podestplatz in 401 Weltcup-Rennen

bild: watson

Défago wurmt das nicht, etwas aufgewühlt ist er trotzdem. «Ich war immer ein ruhiger Typ, jetzt müssen die Emotionen aber raus», sagt er mit leicht zittriger Stimme. «Der Skisport hat mir viel gegeben. Ich freue mich auf die nächste Saison, ich werde sie als Zuschauer verfolgen.»

So weit ist es allerdings noch nicht: «Morgen ist mein letztes Rennen. Ich muss jetzt nach vorne schauen, das war schon immer meine Einstellung», so Défago. Hat er in seinem 402. Weltcup-Einsatz noch etwa noch einmal etwas Grosse vor? Oder lässt er sich wie Didier Cuche und so viele andere vor ihm für seinen letzten Auftritt auf der grossen Ski-Bühen etwas ganz Spezielles einfallen? Wir lassen uns überraschen. (pre/si)

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Bild: watson
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