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Mitarbeiter in der Yasmin-Verpackung im Berliner Supply Center der Bayer Schering Pharma AG (undatiertes handout). Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer AG legt am Mittwoch (31.07.2008) seine Zahlen für das 2. Quartal 2008 vor. (KEYSTONE/DPA/HANDOUT/MATTHIAS LINDNER)

Die Antibabypille erhält in der Schweiz neue Warnhinweise. Bild: DPA/HANDOUT

Antibabypille erhält neue Warnhinweise – wegen erhöhtem Suizidrisiko



Gemäss einer dänischen Studie kann die Antibabypille Depressionen hervorrufen, die in seltenen Fällen zu Suizid führen. Die Schweizerische Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel, Swissmedic, hat beschlossen, diesen Hinweis in Zukunft auf der Packungsbeilage aufzuführen, wie der Tages-Anzeiger berichtet. 

Die Schweiz orientiert sich somit an der europäischen Arzneimittel-Agentur, die den Hinweis fordert. Swissmedic wird selber keine Überprüfung der Studie vornehmen. Der Warnhinweis werde voraussichtlich 2019 abgedruckt – die genaue Formulierung ist noch nicht bekannt. 

Die neuen Erkenntnisse gehen aus einer Studie der Universitätsklinik Kopenhagen aus dem Jahr 2017 hervor. Die Auswertung der Daten von knapp 500'000 Frauen ergab, dass 6999 einen Suizidversuch unternahmen und 71 sich das Leben nahmen. Auffällig: Bei jenen Frauen, die die Pille einnahmen, war das Risiko für einen Selbstmordversuch oder einen tatsächlichen Suizid fast doppelt so hoch wie bei den übrigen Frauen. 

Die Antibabypille kann auch andere schwere Nebenwirkungen haben: 

Pille nicht verteufeln

«Es ist richtig, dass Swissmedic möchte, dass die Anwenderinnen der Pille über mögliche psychische Nebenwirkungen wie das Depressionsrisiko informiert werden», zitiert der Tages-Anzeiger Daniel Surbek, Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe am Inselspital Bern. Trotzdem sei das Depressionsrisiko bei Frauen extrem tief. 

Gleicher Meinung ist auch Bea Loosli, die als Verhütungscoach tätig ist. Sie hat festgestellt, dass die Antibabypille eine depressive Wirkung haben und zu Suizidgedanken führen kann. Die Pille soll man aber trotzdem nicht verteufeln, da sie ein ideales Verhütungsmittel sei. Den Warnhinweis für Suizid empfindet sie als übertrieben. 

Beim Schweizerische Apothekerverband Pharma Suisse will man sich zum Warnhinweis nicht äussern. Der Verkauf der Pille ist in der Schweiz stark rückläufig. Wurden 2008 noch 1,8 Millionen Packungen verkauft, so waren es 2016 nur noch 1,3 Millionen. Der Absatz von hormonellen Verhütungsmitteln hat hingegen zugenommen. Schweizweit verhütet rund jede vierte Frau im gebärfähigen Alter mit der Pille. (vom)

Jeden Tag eine Hormon-Pille schlucken? Nein, danke!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Naraffer 22.11.2018 16:32
    Highlight Highlight Der Hinweis wirkt bestimmt
  • AlteSchachtel 21.11.2018 13:06
    Highlight Highlight Es gibt seit Jahrzehnten fundierte Studien über vielseitige Nebenwirkungen der Pille. (z.B. Hemmung des Knochenwachstums, wenn sie vor 18 genommen wird, verheerende Wirkung auf Keimdrüsen und z.B. Prostata durch die künstlichen Hormone im Wasser und Nahrungskreislauf....etc. etc.)

    Wirklich nützen tun die künstlichen Hormone vor allem der Pharmaindustrie. Dieses lukrative Riesengeschäft wird sie sich nicht kaputt machen lassen, bisher konnte sie immer Gegenstudien finanzieren, wenns für sie brenzlig wurde.
  • Adualia 21.11.2018 12:43
    Highlight Highlight Ich schätze mal damit ist der Stoff "cypeterone acetate" gemeint, welcher in der Pille mitunder vorhanden ist.

    Das dieser Stoff aber schwere Depressionen hervorrufen kann, ist schon seit Jahrzehnten bekannt.

    Im Medikament Androcur ist das der einzige Wirkstoff, dort ist aber auch ein Warnhinweis abgedruckt worden.
  • lily.mcbean 21.11.2018 09:24
    Highlight Highlight Ich wünschte nur ich wäre ehrlich über hormonelle Verhütung aufgeklärt worden von den Ärzten, dann hätte ich mich direkt für die Kupferspirale entschieden als mich 10+ Jahre lang unbewusst so zu quälen. Da hat mein Frauenarzt total versagt.
  • Merida 21.11.2018 06:58
    Highlight Highlight Finde ich gut.
    Ich hab zu den anscheinend seltenen Fällen mit Depressionen als Nebenwirkung gehört. Leider hat es mehrere Jahre gedauert, bis ich den Zusammenhang erkannt habe.
    • Miicha 21.11.2018 07:31
      Highlight Highlight Ging mir auch so. Verhüte nicht mehr mit Hormonen.
    • Nici84 21.11.2018 09:35
      Highlight Highlight Mir leider auch. Jetzt die Kupferspirale
  • Antigone 21.11.2018 03:07
    Highlight Highlight Gut so! Man soll über alle Nebenwirkungen Bescheid wissen.
    Schrecklich mitanzusehen, wieviele Frauen die Pille trotzdem freiwillig einnehmen...
    Hat wohl auch damit zu tun, dass man nicht allzu viele Optionen hat, was sehr schade ist.

    Bin ich froh, dass ich die Einnahme der Pille unterbrochen habe - Das Beste, was ich für mich tun konnte!

    • who cares? 21.11.2018 06:51
      Highlight Highlight Und für manche Leute ist die Pille ideal, zum Beispiel für mich. Weniger Schmerzen während der Periode und ich kann bestimmen wann ich sie habe. Nebenwirkungen habe ich keine festgestellt. Und ich würde eher depressiv werden wegen der Akne, die ich ohne Pille hätte.
    • El Schnee 21.11.2018 10:27
      Highlight Highlight Genauso klingen die Werbetexte für die Pille, resp. solcher Fake kursiert unter den Jugendlichen. Oder so schreiben auch bezahlte Ghostwriter im Internet und in den Social-Media.
    • who cares? 22.11.2018 04:38
      Highlight Highlight @El Schnee. Wo wird man bezahlt? Könnte das Geld gut gebrauchen!

      Spass bei Seite, unterschiedliche Leute haben unterschiedliche Meinungen. Bei mir ist die Pille das einzige, dass gegen Akne hilft. Zuvor habe ich alles probiert, bis auf Vitamin-A Präparate, die mir der Arzt sowieso nur in Verbindung mit der Pille gibt, da sie im Falle einer Schwangerschaft schwere Missbildungen hervorrufen kann. Allgemein macht die Nebenwirkungsliste von Retinoiden noch weniger Spass als die der Pille.
  • Tartaruga 21.11.2018 02:11
    Highlight Highlight Was bitte ist ein Verhütungscoach?

    Warnhinweise für Suizid als übertrieben zu erachten... was soll man dazu sagen.

    Jeder Patient hat ein Recht auf Aufklärung des Arztes. Und dazu gehört nunmal jede Nebenwirkung. So schädlich es fürs Geschäft auch sein mag.

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