Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A model presents a creation by French designer Lea Peckre as part of her Spring/Summer 2015 women's ready-to-wear collection during Paris Fashion Week September 23, 2014. France's government is likely to back a bill banning excessively thin fashion models as well as potentially fining the modelling agency or fashion house that hires them and sending the agents to jail, the health minister said on Monday. Style-conscious France, with its fashion and luxury industries worth tens of billions of euros (dollars), would join Italy, Spain and Israel which all adopted laws against too-thin models on catwalks or in advertising campaigns in early 2013. Picture taken September 23, 2014.    REUTERS/Gonzalo Fuentes  (FRANCE - Tags: FASHION POLITICS SOCIETY)

Wie dünn die Models noch sein dürfen ist noch nicht klar definiert.
Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Frankreich verbietet Mager-Models



Zu magere Models sollen in Frankreich künftig nicht mehr auf den Laufsteg. Das Parlament beschloss am Donnerstag endgültig ein Gesetz, das gefährliches Untergewicht bei Mannequins verhindern soll.

Die Pariser Nationalversammlung nahm die Regelung als Teil einer umstrittenen Gesundheitsreform an. Um auf französischen Modeschauen oder bei Foto-Shootings arbeiten zu können, brauchen Models künftig eine medizinische Bescheinigung, dass ihr Gesundheitszustand mit dem Beruf vereinbar ist.

Zentraler Faktor ist dabei der Body-Mass-Index. Dieser setzt das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergrösse. Die genauen Kriterien müssen noch von einer Fachbehörde festgelegt werden.

Hohe Strafe bei Vergehen

Wer Models ohne Bescheinigung beschäftigt, dem drohen sechs Monate Gefängnis und 75'000 Euro Strafe. Die Regelung ist weniger strikt als das ursprünglich geplante Verbot, das die Abgeordneten in der ersten Lesung im Frühjahr beschlossen hatten.

Demnach hätte die Behörde einen Mindest-Body-Mass-Index festgelegt. Model-Agenturen hatten damals kritisiert, es sei falsch, Magersucht als seelisch bedingte Krankheit und Schlankheit von Models zu vermischen.

Ein Verbot von Magermodels gibt es bereits in Israel. Italien einigte sich mit den Modeverbänden 2006 auf eine Grundsatzerklärung gegen Magersucht. Auch in anderen europäischen Ländern wird das Problem immer wieder diskutiert. Oft gibt es Selbstverpflichtungen von Verbänden oder Designern, auf Mager-Models zu verzichten. (jas/sda/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 17.12.2015 23:59
    Highlight Highlight Na ja, nicht verwunderlich, dass Politiker und Behörden nur zu gern auch über die richtigen Masse von Frauenkörpern bestimmen, diese beliebte Disziplin soll nun wirklich nicht vor offiziellen Ratssälen ausgeschlossen sein. Und in erläuternden Verordnungen, kann dann möglicherweise auf Details und Proportionen verschiedener Körperteile, der Verständlichkeit halber mit erklärenden Abbildungen, eingegangen werden. Ist das erledigt, kann man sich dann der Miss Molly-Wahlkriterien vornehmen. Statt Magermodels den Magerquark zu verbieten, wäre jedenfalls keine Option.