Hurrikan vor Texas auf zweithöchste Kategorie hochgestuft

26.08.17, 04:40

Hurrikan «Harvey» gewinnt auf seinem Weg Richtung Texas immer mehr an Kraft. Das Nationale Hurrikanzentrum stufte den Sturm auf die vierte und damit zweithöchste Kategorie der Hurrikan-Skala hoch. US-Präsident Donald Trump rief für Texas den Katastrophenzustand aus.

Er habe auf Wunsch des Gouverneurs des Bundesstaates, Greg Abbott, gehandelt, twitterte Trump am Freitag. Somit könnten jegliche Staatshilfen in Anspruch genommen werden.

Die Winde erreichten Geschwindigkeiten zwischen 185 und 233 Stundenkilometern. Den Prognosen zufolge soll «Harvey» am späten Freitagabend oder frühen Samstagmorgen auf Land treffen. Sein Auge sei derzeit über dem Golf von Mexiko rund 100 Kilometer von der Küste entfernt.

Wohl schwerster Sturm seit «Katrina»

Der Hurrikan könnte damit zum schwersten Sturm in den USA werden, seit vor zwölf Jahren «Katrina» die Stadt New Orleans und die umliegende Gegend verwüstet und mehr als 1800 Tote gefordert hatte. Betroffen ist ein von insgesamt 16 Millionen Menschen bewohntes Gebiet zwischen der Stadt Brownsville und Houston mit einem Küstenstreifen von etwa 560 Kilometern Länge.

In der Region ist auch fast die Hälfte der US-Raffinerie-Kapazität angesiedelt, im Golf selbst knapp ein Fünftel der Öl-Produktion des Landes. Viele der Anlagen wurden vorsorglich geschlossen.

Evakuierung angeordnet

Für die Einwohner von sieben Bezirken an der Küste wurde eine Evakuierung angeordnet, sie müssen sich dem aber nicht beugen. In der Hafenstadt Corpus Christi mit gut 300'000 Einwohnern ist nach Angaben von Reportern vor Ort und der Zeitung «Caller Times» das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren.

Viele Menschen flüchteten sich von der Küste in Richtung der Städte San Antonio oder Austin im Landesinneren, die aber ebenfalls von den Ausläufern «Harveys» erreicht werden könnten. Die Auswirkungen sollen bis hinauf nach New Orleans zu spüren sein.

Texas erlebte seinen letzten Hurrikan 2008, er trug den Namen «Ike». Damals starben dort sowie in Louisiana und Arkansas 21 Menschen. «Ike» gilt als vergleichsweise kleiner Hurrikan. (sda/dpa/afp/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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