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Mindestens 41 Tote bei Dammbruch in Kenia



In Kenia ist ein Staudamm gebrochen und mindestens 41 Menschen sind ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden bei dem Unglück am Solai-Staudamm nahe der Stadt Nakuru auch 20 Kinder getötet.

Die Wassermassen hätten ganze Häuser weggespült. Viele der Bewohner des Dorfes rund 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi seien im Schlaf überrascht worden.

Der örtliche Polizeichef Gideon Kibunjah sagte, der Staudamm zehn Kilometer nördlich von Nakuru sei am Mittwochabend gebrochen. Mindestens 36 Menschen wurden nach seinen Angaben in Spitäler gebracht.

Ein ranghoher Polizeibeamter sagte am Unglücksort, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht über nach Vermissten gesucht. Elf schlammbedeckte Leichen seien auf einer Kaffeeplantage gefunden worden. Es handele sich möglicherweise um Menschen, die zunächst fliehen konnten, es dann aber nicht schafften, sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten seien Frauen, Kinder und ältere Menschen.

Das kenianische Rote Kreuz schätzte, dass 500 Familien von dem Unglück betroffen seien. Rund um Nakuru, Kenias viertgrösste Stadt, wurden mehrere Dörfer Opfer der Katastrophe.

Die kenianische Präsidentschaft erklärte in Nairobi, sie bedaure die hohe Zahl der Opfer. Zugleich dankte sie den Helfern für ihre Arbeit.

Heftige Regenfälle

Die Regenzeit in Kenia fällt in diesem Jahr nach drei Jahren Trockenheit besonders heftig aus. Überall im Land gab es in den vergangenen Wochen Überschwemmungen und Erdrutsche. Die Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass mehr als 220'000 Menschen von den Überschwemmungen in die Flucht getrieben worden seien. Die Zahl der Todesopfer gab sie mit 132 an.

Mehrere Länder in Ostafrika sind von den heftigen Regenfällen betroffen. In Ruanda starben nach Behördenangaben seit Januar mindestens 215 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen. Auch Somalia wird derzeit nach langer Trockenheit von Wassermassen heimgesucht, zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Tansania und Uganda sind betroffen. (sda/dpa/afp)

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