DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die spanischen Behörden scheinen nach wie vor entschlossen zu sein, den MWC 2020 abzuhalten.
Die spanischen Behörden scheinen nach wie vor entschlossen zu sein, den MWC 2020 abzuhalten.Bild: AP

Nokia und Swisscom sagen Teilnahme an Mobilfunk-Messe wegen Virus ab

Das wichtige Industrie-Treffen ist durch den grassierenden Coronavirus infrage gestellt. Nun ziehen sich weitere bekannte Namen zurück.
12.02.2020, 13:2212.02.2020, 15:25

Die Swisscom schreibt watson:

«Die Konzernleitung hat entschieden, dass Swisscom in diesem Jahr nicht am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona teilnimmt. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden geht vor und wir möchten kein Risiko eingehen, dass sie sich während der Messe anstecken. Zudem werden wichtige Partner ebenfalls nicht teilnehmen.»

Wegen Sicherheitsbedenken hat auch Nokia die Teilnahme am Mobile World Congress (MWC) vom 24. bis 27. Februar 2020 abgesagt, berichtet CNET. Das finnische Telekomm-Unternehmen und der Handy-Lizenznehmer HMD Global hätten sich von der Messe in Barcelona zurückgezogen. Die Deutsche Telekom kündigte den Rückzug via Twitter an.

Nokia schliesst sich damit anderen bekannten Namen wie Amazon, Facebook und Intel an, die sich bereits von der Grossveranstaltung abgemeldet haben.

In der Stellungnahme des Unternehmens hinter der legendären Handymarke heisst es relativ kryptisch:

«Wir haben uns die notwendige Zeit genommen, um eine sich schnell verändernde Situation zu bewerten, mit der GSMA und anderen Interessengruppen in Kontakt zu treten, regelmässig externe Experten und Behörden zu konsultieren und ein Risikomanagement auf der Grundlage einer Vielzahl von Szenarien zu planen.»

Die Schlussfolgerung aus diesem Prozess sei, die Teilnahme am MWC 2020 abzusagen, schreibt der Konzern.

Eine Sprecherin von HMD Global hat watson eine Stellungnahme zukommen lassen. Darin heisst es:

«Wir glauben, dass es eine kluge Entscheidung ist, unsere Teilnahme am Mobile World Congress abzusagen und möchten der GSMA und anderen Organisationen unseren aufrichtigen Dank für ihre unermüdlichen Bemühungen zur Bewältigung der aus Covid-19 resultierenden Herausforderungen aussprechen. Sie haben unsere volle Unterstützung für künftige Schritte.

Wir werden die Medien, unsere Partner und Kunden über einen neuen Zeitplan für unsere Produktankündigungen auf dem Laufenden halten.»

Was tun die anderen Schweizer Provider?

Da es sich beim MWC um das weltgrösste und wichtigste Fachtreffen der Mobilfunkindustrie handelt, nehmen erfahrungsgemäss auch Vertreter der hiesigen Provider teil. Wobei es auch hier noch zu Absagen kommen könnte.

Auf Anfrage von watson erklärt die Sunrise-Sprecherin:

«Sunrise evaluiert zur Zeit, ob und wieviele Sunrise-Vertreter am diesjährigen MWC in Barcelona teilnehmen werden.»
Therese Wenger, Leiterin Corporate Communications

Bei Konkurrentin Salt gab man sich hingegen am frühen Mittwochmorgen noch zuversichtlich:

«Wie jedes Jahr werden auch 2020 Salt-Vertreter am Mobile World Congress teilnehmen. Weitere Details und Anzahl der Teilnehmer möchten wir nicht zur Verfügung stellen.»
Viola Lebel, Salt-Sprecherin

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Coronavirus verbreitet sich

1 / 14
Das Coronavirus verbreitet sich
quelle: epa / yonhap
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schweizerin berichtet aus der Virus-Quarantäne

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Tanja Stadler warnt vor BA.5: «Wir sind auf Schweizer Daten angewiesen»
Während die Fallzahlen sinken, zeigt sich bereits, welche Variante BA.2 ablöst: In Süddeutschland wird BA.5 wohl im Juli dominant. In der Schweiz könnte es dennoch anders verlaufen.

Rund 1700 bestätigte Corona-Neuansteckungen gibt es aktuell – das sind 15-mal weniger als beim zweiten Omikron-Peak Mitte März. Auch die positiv getesteten Spitalpatienten sind um den Faktor 10 zurück gegangen – der Rückgang kommt also nicht nur von den wenigen Tests.

Zur Story