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Es ist noch unklar, welche Gefahr von Geimpften genau ausgeht.
Es ist noch unklar, welche Gefahr von Geimpften genau ausgeht.
Bild: keystone

Geimpfte können sich infizieren – unklar ist, wie gut sie das Virus übertragen

Die Forschung ist sich noch uneinig, wie gut die Impfung bei einer Infektion vor Übertragung schützt. Ziel ist sowieso, schwere Erkrankungen zu reduzieren.
04.08.2021, 17:5304.08.2021, 20:10

Wie hoch das Risiko ist, dass geimpfte Personen das Coronavirus übertragen, lässt sich wissenschaftlich noch nicht belegen. Klar scheint hingegen, dass sich Geimpfte auch mit der Delta-Variante kaum infizieren.

Mit einer Impfung könne die Übertragung des Coronavirus - insbesondere der Delta-Variante - zwar nicht verhindert aber reduziert werden, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidg. Kommission für Impffragen (Ekif), am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das erste Ziel der Impfstrategie sei die Verringerung schwerer Infektionen. Dagegen schütze die vollständige Impfung gemäss den bisher vorliegenden Daten auch bei Delta gut. Asymptomatische und symptomatische Infektionen werde es auch bei Geimpften geben, aber «x-fach weniger als bei Ungeimpften», sagte Berger.

Erste Zahlen verfügbar

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schrieb auf Anfrage, dass sich geimpfte Personen kaum mit dem Virus ansteckten. Wenn das in seltenen Fällen trotzdem passiere, dann könnten sie das Virus auch an andere übertragen. Wie hoch dieses Übertragungsrisiko sei, lasse sich aber noch nicht zuverlässig sagen.

Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im BAG, hatte am Dienstag vor den Medien gesagt, Studien aus den USA hätten ergeben, dass geimpfte Personen, die sich mit der Delta-Variante infiziert haben, genauso ansteckend seien wie Ungeimpfte. Umso wichtiger sei es, dass sich möglichst viele Menschen impfen liessen, damit sich das Virus nicht weiterverbreite und mutiere, schrieb das BAG.

Daten zu Infektionen von Geimpften und insbesondere den Schweregrad der Erkrankungen gibt es bisher aus den USA, Grossbritannien, Kanada und Israel, wie Berger weiter ausführte. Aber diese seien noch nicht wissenschaftlich gegenbewertet (Peer-Review). Sobald diese Ergebnisse vorlägen, könne die Ekif auch eine Empfehlung zur Auffrischungs-Impfung abgeben: Ab wann eine solche nötig wäre und für wen. (sda)

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