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Flüchtlinge: Hilfswerk kritisiert reiche Staaten wegen Flüchtlingsaufnahme



Reiche Länder haben bislang nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam nur einen Bruchteil der knapp fünf Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Seit 2013 sind nach Oxfam-Zählung 67'100 Menschen von reichen Staaten endgültig aufgenommen worden.

Oxfam rief die reichen Staaten auf, mindestens zehn Prozent der syrischen Flüchtlinge aufzunehmen. Heute seien lediglich 1.39 Prozent, teilte die britische Organisation am Dienstag mit. Die meisten Flüchtlinge seien in Syriens Nachbarländern Türkei, Libanon, Jordanien und Irak.

Lediglich Deutschland, Kanada und Norwegen hätten mehr bei der Aufnahme von Menschen getan, als sie im Vergleich zu ihrer wirtschaftlichen Lage eigentlich müssten, hiess es weiter. Dagegen erfülle beispielsweise Frankreich nur vier Prozent seiner Verpflichtungen.

Laut Oxfam ist bereits jeder fünfte Einwohner des Libanons Syrer. In Jordanien stellten Syrer zehn Prozent der Bevölkerung. Diese Länder mit schwacher Wirtschaft und schlechter Infrastruktur könnten nicht länger «nahezu alleine die Verantwortung tragen», erklärte Oxfam.

Am Mittwoch eröffnet UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Konferenz in Genf, bei der über eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge gesprochen werden soll. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 29.03.2016 12:24
    Highlight Highlight Man kann es drehen und wenden wie man will. Es ist hauptsächlich die Bevölkerungsexplosion der Menschheit und der daraus erwachsenden Folgen wie Kriege, die Menschen zur Flucht treiben. Dem müssten sich die Menschen bewusst werden. Klimagipfel, Flüchtlingskontingente etc. sind lediglich Symptombehandlungen und mögen gut gegenüber Wahlvolk und dem eigenen Gewissen sein.
    Umso mehr bekommt man auch dem Gefasel von Experten ob des angeblichen "demographischen Wandel" und "Fachkräftemangel" in Europa nichts ab.