Trump taucht bei Knicks-Finals-Spiel auf – doch dort will ihn niemand sehen
27 Jahre mussten die New York Knicks warten, bis es der Kultfranchise aus dem Big Apple wieder einmal gelang, in die NBA-Finals vorzustossen. Für die traditionell leidenschaftlichen und auch etwas heissblütigen New Yorker Fans eine Riesengeschichte. Doch die beinahe grenzenlose Euphorie nach zwei Auswärtssiegen gegen San Antonio zum Auftakt der Serie wurde vor Spiel 3 arg gestört.
Verantwortlich dafür: Kein Geringerer als US-Präsident Donald Trump. Der 79-Jährige wurde von Knicks-Besitzer James Dolan eingeladen, dem ersten Finalsspiel im legendären Madison Square Garden seit 1999 beizuwohnen (die ersten beiden Spiele fanden in San Antonio statt). Trump, der aus New York stammt und sich selbst als Knicks-Fan bezeichnet, liess sich die Gelegenheit nicht entgehen.
Doch Trumps Besuch sorgte bereits bei der Ankündigung für Proteste. Denn wegen des Präsidenten mussten die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Madison Square Garden deutlich hochgefahren werden. Unter anderem wurden deshalb beliebte Public Viewings im Umfeld der Arena gestrichen, was den Fans sauer aufstiess.
In der Arena liessen die New Yorker Basketballfans Trump bei erster Gelegenheit wissen, was sie von seinem Besuch hielten. Als die Nationalhymne gesungen wurde, zeigten die Kameras den salutierenden Trump, woraufhin ein lautes Pfeifkonzert ertönte. Der US-Präsident zeigte sich zumindest äusserlich wenig beeindruckt und reagierte grinsend auf die Negativreaktionen. Etwas unbehaglicher fühlte sich sichtlich seine Enkelin Kai, die gleich neben ihm stand. Der 19-Jährigen schienen die Pfiffe gegen ihren Grossvater unangenehm. Während der Partie verzichtete die TV-Regie dann darauf, Trump erneut gross einzublenden, womöglich auch aufgrund der anfänglichen Reaktionen.
Den Knicks brachte Trumps Anwesenheit derweil kein Glück: Sie verpassten beim Heim-Finals-Comeback den dritten Sieg in Folge und mussten sich den Spurs um Superstar Victor Wembanyama das erste Mal geschlagen geben. Der 22-jährige Franzose erzielte 32 Punkte, und erhielt Unterstützung von Guard Stephon Castle, der auf 23 Zähler kam. Bei den Knicks war einmal mehr Point Guard Jalen Brunson der beste Skorer, der ebenfalls auf 32 Punkte kam, allerdings bei deutlich schlechteren Quoten.
Trump schläft schon wieder ein
Trotz des intensiven Geschehens auf dem Parkett schien Trump zeitweise gelangweilt oder auch einfach müde zu sein: Social-Media-Videos von Fans aus der Arena zeigten, wie der 79-Jährige im Verlauf der Partie auf seinem Sitz döste. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump bei öffentlichen Auftritten einnickt.
Der US-Präsident wohnte schon mehrfach Sportveranstaltungen bei. Nicht immer sind die Reaktionen derart negativ wie in New York. Im vergangenen Jahr war Trump beispielsweise kurz vor seinem erneuten Amtsantritt im Februar beim Super Bowl in New Orleans zugegen. Dort gab es zwar auch einige Buhrufe, doch mehrheitlich wurde er mit Applaus begrüsst.
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