Blaulicht

Hoffnungsschimmer im Südatlantik: Notsignale von argentinischem U-Boot empfangen

19.11.17, 04:36 19.11.17, 06:11

Bei der Suche nach dem seit Mittwoch im Südatlantik vermissten U-Boot der argentinischen Marine gibt es einen Hoffnungsschimmer. Es seien Notsignale des U-Bootes mit seiner 44-köpfigen Besatzung empfangen worden.

Dies teilte das argentinische Verteidigungsministerium am Samstag mit. Sieben Satelliten-Anrufe seien am Samstag versucht worden; der Kontakt habe aber nicht hergestellt werden können. Es werde nun daran gearbeitet, den genauen Ort der Signale herauszufinden.

Wo steckt die «ARA San Juan»?  Bild: AP/Argentina Navy

Seit Mittwochvormittag gab es keinen Kontakt zu der 44-köpfigen Besatzung der «ARA San Juan». Schlechte Sicht- und Wetterverhältnisse mit sechs Meter hohen Wellen erschwerten die Suchaktion. Daran waren Flugzeuge und Schiffe der argentinischen Streitkräfte sowie ein Flugzeug der US-Raumfahrtbehörde Nasa und ein weiteres Flugzeug aus den USA beteiligt. Auch aus Brasilien, Chile, Uruguay und Südafrika sei Unterstützung angeboten worden.

Auftauchen als Vorschrift

Eine Hypothese der argentinischen Marine ist ein technisches Versagen bei dem U-Boot, etwa ein Problem mit der Stromversorgung. In diesem Fall sieht das Protokoll der Marine das Auftauchen des U-Boots an die Oberfläche vor. Normalerweise muss das U-Boot alle 48 Stunden seine Position durchgeben. Nach der letzten Funkverbindung am Mittwoch befand sich das U-Boot in Gewässern des Golfs von San Jorge, etwa 430 Kilometer von der patagonischen Küste entfernt.

Die «ARA San Juan» war auf dem Rückweg von einem Routineeinsatz zu ihrem Stützpunkt in Mar del Plata, etwa 400 Kilometer südlich der Hauptstadt. An Bord ist auch der erste weibliche U-Bootoffizier Argentiniens und ganz Südamerikas, die 35-jährige Eliana Krawczyk. Papst Franziskus, ein Argentinier, betete nach eigenen Angaben für die 44 Seeleute und deren Familien.

Neue Batterien

Das «ARA San Juan» ist ein U-Boot mit diesel-elektrischem Antrieb der Klasse TR-1700. Es wurde in Auftrag der argentinischen Kriegsmarine von den damals dem Thyssen Konzern gehörenden Nordseewerken in Emden gebaut und war 1983 von Stapel gelaufen. Im Jahr 2014 waren die Batterien des U-Boots in einer argentinischen Werft renoviert worden. (sda/afpdpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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