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Von moderater Bewegung profitieren auch gebrechliche Senioren

12.01.18, 09:08


Moderate Bewegung beugt dem Verlust an Beweglichkeit von älteren Menschen vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Senioren bereits gebrechlich sind oder nicht.

Zahlreiche Studien haben bereits dokumentiert, dass Bewegung sich positiv auf die Gesundheit von älteren Menschen auswirkt. Allerdings wurde selten der Einfluss von körperlicher Betätigung auf die Gebrechlichkeit untersucht. Dies haben Genfer und US-amerikanische Forscher nun getan, wie sie in der Fachzeitschrift «Annals of Internal Medicine» berichten.

Gebrechlichkeit ist ein verwundbarer Zustand, der durch eine verminderte Resistenz gegenüber Stress, einer akuten Erkrankung oder dem Verlust einer nahestehenden Person charakterisiert ist.

«Eine gebrechliche Person verliert in ihrem täglichen Leben an Mobilität und Autonomie», erklärt Andrea Trombetti von den Genfer Universitätsspitälern (HUG) in einer Mitteilung. Betroffene haben etwa ein erhöhtes Sturzrisiko, ein höheres Krankheitsrisiko und eine erhöhte Sterblichkeit. Umso wichtiger sei es, Wege zu finden, um das Auftreten der Gebrechlichkeit zu verhindern oder hinauszuzögern.

Zusammen mit Wissenschaftlern der Tufts Universität in Boston haben sich die Genfer Forscher die Daten der LIFE-Studie (Lifestyle Interventions and Independence for Elders 1), die zwischen 2010 und 2013 in den USA durchgeführt wurde, vorgenommen. Insgesamt wurden 1635 Personen im Alter von 70 bis 89 Jahren mehr als zweieinhalb Jahre lang begleitet.

Die untersuchten Personen waren bereits gebrechlich, oder hatten ein erhöhtes Risiko solche Symptome zu entwickeln. Aber sie mussten mindestens 400 Meter in 15 Minuten ohne Hilfe zurücklegen können. Ihr Gesundheitszustand wurde alle sechs Monate kontrolliert.

Aktivität erhält Mobilität

Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmenden auf zwei Gruppen verteilt. Die eine Gruppe musste ein Bewegungsprogramm von 150 Minuten pro Woche mit Übungen für mehr Muskelkraft und Beweglichkeit absolvieren. Die zweite Gruppe erhielt lediglich Gesundheitsinformationen.

Es zeigte sich, dass Personen, die körperlich aktiv waren, weniger an Mobilität einbüssten - egal ob sie bereits gebrechlich waren oder nicht. Bewegung ist also für alle Senioren förderlich, unabhängig von deren Gesundheitszustand.

Das Risiko, gebrechlich zu werden wurde zwar durch die Aktivität nicht verringert, so Trombetti. Trotzdem reduzierte die Bewegung das Risiko nicht mehr von einem Stuhl aufstehen zu können, was eine Facette von Gebrechlichkeit darstellt. (sda)

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