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Erste Anhörung zwischen Konsumentenorganisation und Ticket-Anbieter



Aufgrund einer Klage sind die Westschweizer Konsumentenschutzorganisation FRC und der Ticket-Anbieter Viagogo von der Genfer Justiz angehört worden. Beschwerden könnten den Fall hinziehen. Ende Mai steht aber der Cupfinal an - mit grosser Ticket-Nachfrage.

Ein Juristin von FRC sagte am Mittwoch zur SDA, dass es ihr Ziel sei, dass Viagogo verurteilt werde. Die Anhörungen fanden am vergangenen Donnerstag und Freitag statt. Es sei aber noch lange nicht alles gesagt, so die Anwältin.

Doch bevor es zu einer neuen Anhörung kommt, muss die Genfer Beschwerdekammer in Strafsachen verschiedene Beschwerden prüfen, die Viagogo eingereicht hat. Das Verfahren dürfte daher noch während mehrerer Monaten nicht abgeschlossen sein.

Hundert Beschwerden

FRC hatte im Herbst 2017 wegen unlauteren Wettbewerbs Klage bei der Genfer Staatsanwaltschaft eingereicht. Bei FRC gingen seit Anfang 2017 knapp hundert Beschwerden gegen die Online-Plattform Viagogo mit Sitz in Genf ein.

Der Hauptvorwurf von FRC ist, dass die Kunden den Endpreis der Tickets nicht kennen, da sich dieser während des Bestellprozesses laufend erhöht. Auch die Anzahl der angebotenen Tickets stimme oft nicht, wie FRC in einem am Dienstag erschienen Artikel des Magazins «Mieux choisir» festhielt. Sie sprach von einer «verabscheuungswürdigen Undurchsichtigkeit».

Neben FRC hatte zudem das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) beim Handelsgericht des Kantons Zürich eine Zivilklage eingereicht. Es erhielt in den vergangenen beiden Jahren über 260 Beschwerden gegen die Ticketplattform. Das Seco verlangt in ihrer Klage, dass Viagogo den Endpreis der Tickets klar bekanntzugeben hat. Dieser müsse auch Mehrwertsteuer und optionale Zuschläge wie Service- und Liefergebühren beinhalten.

Klagen auch in Österreich und Frankreich

Auch die österreichischen Kabarettisten Monika Gruber und Viktor Gernot zogen wegen der überteuerten Tickets im Internet von Viagogo gemeinsam mit einer Agentur und dem Wettbewerbschutzverband gegen Viagogo vor Gericht.

«Der zentrale Vorwurf ist, dass Viagogo im Internet einen Dienst bereitstellt, wo registrierte User den Schwarzmarkt mit Karten bedienen und Viagogo eine hohe Provisionsgebühr dafür erhält», fasst deren Anwalt den Vorwurf zusammen. Auf viagogo.at würde bis zum Fünffachen des normalen Kartenpreises verlangt. Und in Frankreich wehrt sich das Showsyndikat Prodiss gegen den illegalen Wiederverkauf der Tickets von Viagogo.

In einer Mitteilung von Mittwoch warnt FRC davor, über die Plattform Tickets für die Fussballweltmeisterschaft in Russland zu kaufen. Dieselbe Warnung könnte auch für das Fussball-Cupspiel in Bern zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich vom 27. Mai gelten. (sda)

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