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Gegen China konnte sich die Schweiz im Achtelfinal problemlos durchsetzen: Gino Caviezel im Duell gegen Zhang Yangming.
Gegen China konnte sich die Schweiz im Achtelfinal problemlos durchsetzen: Gino Caviezel im Duell gegen Zhang Yangming.Bild: keystone

Schweizer verpassen Team-Medaille: «Es ist sehr schade» – Gold an Österreich

20.02.2022, 05:13

Die Schweizer Alpinen verpassen zum Abschluss der Winterspiele eine Medaille im Mixed-Teamwettkampf. Österreich holt sich die dritte alpine Goldmedaille in Yanqing.

«Ich hatte das Parallel-Format lieber mit den Slalom-Ski, das war eine andere Sache.»
Wendy Holdener

Andrea Ellenberger, die zu ihrem ersten Olympia-Einsatz kam, Wendy Holdener, Justin Murisier und Gino Caviezel scheiterten in den Viertelfinals an Deutschland. Zwar gewannen beide Teams je zwei Läufe, aufgrund der schlechteren Zeiten blieb den Schweizern allerdings das Nachsehen. Das Achtelfinal-Duell gegen China hatten Holdener und Co. souverän mit 4:0 für sich entschieden.

Vor vier Jahren hatte die Schweiz die Olympia-Premiere des Events für sich entschieden, damals wurde das Format allerdings als Parallel-Slalom ausgetragen. Als einzige des Schweizer Quartetts war Holdener bereits in Pyeongchang mit dabei.

«Ich bin enttäuscht. Heute habe ich nicht gezeigt, was ich wirklich kann. Im Parallel mit der kurzen Strecke geht das einfach nicht.»
Justin Murisier

Die leise Enttäuschung zum Abschluss konnte die herausragende Bilanz der Schweizer Alpinen allerdings nicht trüben. Mit neun Medaillen, fünf Mal davon Gold, sorgten sie für die beste Ausbeute an Olympischen Spielen der Geschichte. Alle Trümpfe von Swiss Ski stachen in den Tagen von Yanqing ausnahmslos.

Der Österreicher Stefan Brennsteiner mit dem Deutschen Julian Rauchfuss im Kampf um Gold.
Der Österreicher Stefan Brennsteiner mit dem Deutschen Julian Rauchfuss im Kampf um Gold. Bild: keystone

Zum Nachfolger der Schweiz im Mixed-Teamwettkampf kürte sich Österreich. Katharina Truppe, Katharina Liensberger, Stefan Brennsteiner und Johannes Strolz setzten sich im Final gegen Deutschland dank der besseren Zeiten durch. Für Strolz war es die dritte Medaille nach Gold in der Kombination und Silber im Slalom. Bronze sicherte sich Norwegen, das sich im kleinen Final gegen die USA durchsetzte.

«Wir haben alles gegeben. Vielleicht hätten sie mir am Start sagen müssen, ich soll mein Leben riskieren, dann wäre es nur noch darum gegangen, ob ich durchkomme oder nicht. Aber eben, dann scheidet man schnell aus.»
Gino Caviezel

Für Mikaela Shiffrin gab es somit keinen versöhnlichen Abschluss der Spiele. Auch bei ihrem sechsten Einsatz in Yanqing ging die langjährige Weltcup-Dominatorin leer aus. Im Riesenslalom, Slalom und der Kombination schied die 26-Jährige aus.

Muss ohne Medaille abreisen: Mikaela Shiffrin.
Muss ohne Medaille abreisen: Mikaela Shiffrin.Bild: keystone

Der Team-Event, das wegen starken Windes um einen Tag verlegt werden musste, bot einmal mehr keine Werbung für das Format. Nach dem Desaster vor einem Jahr an den Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo fällt die Bilanz in Yanqing nicht besser aus. Einer der beiden Kurse war deutlich schneller, zudem blies der Wind noch immer sehr stark. (saw/sda)

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Die Schweizer Medaillengewinner bei Olympia 2022 in Peking
quelle: keystone / peter klaunzer
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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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froeschu
20.02.2022 06:48registriert Juli 2017
Wieder das gleiche Lied. PS: da man ja wusste, dass es Riesenslalom und nicht mehr Slalom ist, hätte man Odi und Lara aufstellen sollen, aber das sagt alles über das Standing dieses Wettbewerbs aus.
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Colibri
20.02.2022 06:20registriert Februar 2017
Alpine Skirennen sind und bleiben ein Einzelwettkampf. Dieses (Plausch)format steht viel zu quer in der Landschaft. Wer sagt es der FIS?
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21
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