FIFA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der nächste ist dran: Schweiz liefert FIFA-Funktionär an die USA aus



Das Bundesamt für Justiz hat am Freitag die Auslieferung von Costas Takkas an die USA bewilligt. Takkas soll Bestechungsgelder für Vermarktungsrechte von WM-Qualifikationsspielen verlangt und angenommen haben zugunsten des CONCAF-Präsidenten.

Der Brite war Generalsekretär des Fussballverbands der Caymaninseln und Attaché des Präsidenten des Nord- und Zentralamerikanischen sowie des Karibischen Fussballverbands (CONCAF).

Konkret soll er beim Verkauf von Marketingrechten für die Qualifikationsspiele vor den Fussballweltmeisterschaften 2018 und 2022 in Katar und Russland an eine US-Sportvermarkterin Bestechungsgelder in Millionenhöhe gefordert und angenommen haben. Die Gelder waren laut den Vorwürfen für den CONCAF-Präsidenten Jeffrey Webb bestimmt.

Das Bundesamt für Justiz kam zum Schluss, dass alle Voraussetzungen für eine Auslieferung erfüllt sind, wie es am Freitag mitteilte. Die beiderseitige Strafbarkeit der mutmasslichen Delikte sei gegeben.

Mit der Annahme von Bestechungsgeldern habe Takkas den Wettbewerb bei den Marketingrechten im Zusammenhang mit den WM-Qualifikationsspielen verfälscht. Das sei gemäss dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb in der Schweiz strafbar.

Die Kandidaten für die FIFA-Präsidentenwahl 2015

Takkas war am 27. Mai zusammen mit sechs weiteren FIFA-Funktionären in Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft genommen worden. Die Verhaftungen erfolgten aufgrund eines US-Auslieferungsersuchens.

Der Auslieferungsentscheid ist noch nicht rechtskräftig. Takkas kann innert dreissig Tagen beim Bundesstrafgericht Rekurs einreichen. Dieser muss innert fünf Tagen beim Bundesamt für Justiz angemeldet werden.

Der Entscheid des Bundesstrafgericht seinerseits kann in besonderen Fällen - namentlich schweren Mängeln des Strafverfahrens im Ausland - ans Bundesgericht weitergezogen werden. (sda/meg)

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Situation verschärft sich stündlich» – eine Branche im Sturzflug

Die Luftfahrtindustrie steht kurz davor, komplett still zu stehen. Austrian Airlines bleibt temporär am Boden. Nun fordert die Schweizer Aviatik-Branche eine Task-Force der Regierung.

Die Luftfahrt gehört zu jenen Branchen, die die Folgen der Corona-Pandemie wirtschaftlich am brutalsten zu spüren bekommen. Täglich senken die Airlines ihre Flugkapazitäten um mehr und mehr Prozent. Bei der Lufthansa-Tochter Swiss steht ein Grossteil der Flotte in Zürich-Kloten am Boden. Der Kranich-Konzern bittet in den Heimmärkten seiner Töchter-Airlines – Deutschland, Belgien, Österreich und in der Schweiz – um Staatshilfe.

Im Nachbarland Österreich greift die Lufthansa derweil zu drastischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel