Datenschutz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

So lacht das Internet über die neue DSGVO, die ab heute gilt



Die Gnadenfrist ist abgelaufen, ab sofort gilt in Europa ein verschärftes Datenschutzrecht, kurz DSGVO.

Bitte was?!

Das neue Datenschutz-Gesetz der Europäischen Union zwingt Newsletter- und App-Betreiber dazu, die User über geänderte Nutzungsbedingungen zu informieren. Die Folge war auch hierzulande zu spüren: eine Mail-Flut. 😱

Details dazu im Video

Video: watson/Corsin Manser, Emily Engkent, Lya Saxer

Doch das Internet schlägt mit seiner besten Waffe zurück: schwarzem Humor.

Denn die neue DSGVO, auf Englisch GDPR genannt, hat auch ihr Gutes, zum Beispiel:

Bild

screenshot: twitter

Wichtig für Hipster-Eltern: Ab sofort müssen Tätowierungen mit Kindernamen entfernt oder anonymisiert werden.

Bevor es humoristisch weitergeht, ein ernster Einschub zur umstrittenen neuen Datenschutz-Grundversorgung:

«Friss oder stirb»

Die von Max Schrems mitgegründete Datenschutz-Organisation noyb.eu klagt wegen «Zwangszustimmung» gegen Google (Android), Instagram, WhatsApp und Facebook. Begründung: Die DSGVO solle den Nutzern «eigentlich die freie Wahl geben, ob sie einer Datennutzung zustimmen oder nicht. Sehr anders fühle es sich jedoch auf den Bildschirmen vieler Nutzer an: Tonnenweise wurden ‹Zustimmungen› verlangt, oft auch unter Zwang, den Dienst ohne Zustimmung nicht mehr nutzen zu können.» Darum würden nun Beschwerden in vier europäischen Ländern eingereicht. Der Strafrahmen (der drohenden Bussen) betrage bis zu sieben Milliarden Euro.

Gut zu wissen: Wenn du diesen «Kettenbrief» teilst, musst du ganz sicher nicht mit 60 Millionen Euro Busse rechnen.

Die Auswirkungen der neuen DSGVO gehen weit über die virtuelle Welt hinaus: Ein italienischer Metzger warnt seine Kunden per Schild davor, dass er sich personenbezogene Daten merken könnte – also etwa, wer welches Fleisch besonders mag. Wem das nicht passe, solle widersprechen!

Und jetzt nochmal: Willst du wirklich zustimmen, E-Mails auch nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes zu erhalten?

Bei Donald Trump müsste es richtigerweise wohl eher Tweets heissen ...

Ja, langsam reichts ...

Es grüsst, dein Geheimdienst.

PS: Richard Gutjahr hat sich als Juristendeutsch-Übersetzer versucht: Aus «Ja, ich bestätige» wurde «Ui, ein Knopf!»

«Aktuell verschicken Betrüger wieder vermehrt Phishing-Mails, um an die Nutzerdaten von Kunden von Amazon, eBay, PayPal und anderen Online-Shops sowie Banken zu kommen.»

Quelle: mimikama.at

(dsc, via derstandard.at)

Überwachungsvideo zeigt tanzenden Dieb

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Fast 1200 Infizierte im Aargau – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Noch nie wurden in Mexiko so viele Frauen ermordet

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Meitlibei 25.05.2018 10:17
    Highlight Highlight Meine letzten paar Wochen
    Benutzer Bild
  • Menel 25.05.2018 09:36
    Highlight Highlight "Hallo! Aufgrund der neuen Datenschutzverordnung DSGVO, welche am Freitag 25.05.2018 in Kraft tritt habe eine neue Handynummer. Ich möchte, dass ihr sie vertraulich behandelt, deshalb sende ich sie euch verschlüsselt.
    Einfach hier mit dem Schraubenzieher frei kratzen
    0041/▓▓▓▓▓▓▓"
    • zeromg 25.05.2018 12:28
      Highlight Highlight es geht, ruf dich gleich an 😜
    • Nelson Muntz 25.05.2018 15:25
      Highlight Highlight oooch... es geht nicht. sehe nur Kabel und Chips, aber keine Nummer????
  • Murky 25.05.2018 09:01
    Highlight Highlight Jedes mal mit einem Lächeln den Delete-Knopf drücken wenn wieder ein Mail kommt mit „Sonst können wir dir unseren Newsletter nicht mehr zusenden.“

    Ohne mein Zutun keine Newsletter mehr erhalten, welche ich vorher ohne mein Zutun ständig erhielt. 👌🏼
  • Gaskaidjabeaivváš 25.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Ich habe auf einen der Tweets geklickt, weil ich diese übersetzte Mail der Commerzbank genauer lesen wollte. Es öffnete sich Twitter und was bekam ich als erstes?


    Zufälle gibts
    Benutzer Bild

Das steckt hinter den «Facebook lässt Nutzer sehen, wer dein Profil besucht»-Postings

In letzter Zeit häufen sich auf Facebook Statusbeiträge, die vorgaukeln, man könne mit einer «exklusiven Funktion» sehen, wer das eigene Profil besucht habe. Das ist natürlich Quatsch. Diese Funktion gibt es auch im Jahr 2020 nicht. Es handelt sich um eine klassische Phishing-Falle. Anders gesagt: Kriminelle machen sich einmal mehr die angeborene Neugier des Menschen zunutze, um an die Passwörter der Facebook-Profile zu gelangen.

Die Masche der Betrüger ist fast so alt wie Facebook selbst, aber …

Artikel lesen
Link zum Artikel